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Unsere zehn Lieblings-Videos 2016

FuBK testcard vectorized (CC BY-SA 3.0 license by Rotkaeppchen68)

Musikvideos. Früher auf dem Fernseher, heute auf diversen Plattformen – und neuerdings sogar ganz ohne Geo-Sperren. Wir sind uns nicht wirklich sicher, wie aktuell Musikvideos eigentlich noch sind. Sie kosten Geld, was weder Bands, noch der Rest der Musikbranche zu haben scheint; zumindest wird ungern Geld dafür ausgegeben. Dennoch werden sie produziert. Und wenn es nur ein Standbild ist, das mit dem neuen Song im Hintergrund dann bei Youtube hochgeladen wird. Wir posten zwar ständig Videos, doch mal ehrlich, wer geht denn zu einer der Plattformen und schaut sich gezielt diese Videos an. So, wie wir alle es damals mit dem Musikfernsehen getan haben. Selbst, wenn die Musik dann nur im Hintergrund beim Hausaufgaben machen lief. Das macht doch niemand. Dafür gibt es die eigene Itunes (etc.) Mediathek oder eben Streamingdienste. Wer erstellt noch bei Youtube Playlists, um sie sich dann später anzusehen oder als wirkliche Musikbeschallung zu nutzen? Unserer Meinung nach, hat das Format ausgedient. Viel Promotion kommt, abgesehen von vielleicht den ersten zwei Wochen nach Video Veröffentlichung, eh auch nicht rein. Lieber teilen die Leute danach den Soundcloud link oder eben Spotify.

Macht es wirklich so viel Sinn, in Woche 1 den Song zu Streamen, wo auch immer, und dann in Woche 2 das Video nach zu schieben? Oder sogar in der selben Woche. Das macht es auch uns Blogs, und den Online-Bereichen der Musikzeitschriften, schwer. Wir wissen natürlich nicht, wie es bei anderen ist, ihr scheint jedenfalls eher genervt zu sein, wenn innerhalb von 2 Wochen drei mal über die selbe Band berichtet wird und es davon auch noch zwei mal der selbe Song, nur eben einmal mit Video, ist. Und das ist vollkommen verständlich. Wenn das Format nicht tot ist, muss eine andere Taktik her.

So oder so wurden dieses Jahr aber natürlich viele Musikvideos veröffentlicht. Viele davon einfache Songstreams mit Standbild, echte und gestellte Live-Performances, ganz viele im Stil von Homevideos und echte kleine Kunstwerke. Alles hat letztendlich natürlich irgendwie seinen Charme, wenn es schon mal (noch) existiert. Die folgenden zehn habt ihr zwar alle über das Jahr bei uns gesehen, sie sind also nichts Neues für euch. Aber Musik und auch Visuelles ist Geschmackssache und so wollten wir euch, langsam dem Listenwahn verfallend, zeigen, welche Bilder bei uns hängen geblieben sind.

Ajimal – Apathy/Apatheia (Februar 2016)


Youtube direkt

House of Wolves – Love is War (Mai 2016)

I Like Trains – Progress. Reform Live (Juni 2016)

Haux – Seaside (Juli 2016)

Yohuna – Golden Foil (August 2016)


Youtube direkt

Delay Trees – Brightest Eyes


Youtube direkt

Radical Face – Midnight (Oktober 2016)


Youtube direkt

Alma – To The Lighthouse (Oktober 2016)


Youtube direkt

Muncie Girls – Social Slide (November 2016)

We Were Strangers – Unforgiving War (November 2016)


Youtube direkt

Grafik: FuBK testcard vectorized (CC BY-SA 3.0 license by Rotkaeppchen68)

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