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Unser 2011 – die WhiteTapes Alben des Jahres

Vorab erst einmal ein frohes Neues Jahr, liebe Leute. Wir hoffen, ihr hattet einen guten Rutsch.

Wir starten das Jahr mit einem letzten Blick auf die abgelaufenen 365 Tage. Nachdem wir gestern das Ergebnis des Polls zum WhiteTapes Record Of The Year 2011 verkündet haben, bei dem Young Rebel Set diesen Preis erstmals nach England geholt haben, geht es heute weiter mit Listen.

Dieses Mal geht es um die Bestenlisten unserer Redaktion. Dafür hat jeder Redakteur seine 10 Lieblings-Alben des Jahres in einer Liste zusammengefasst, die ersten 5 mit Begründung. Weiter geht es mit den Platten und Künstlern, von denen man persönlich enttäuscht war. Zum Abschluss gibt es dann noch die persönlichen Neuentdeckungen. Und auf geht’s:

Ariane

Top-Alben

1. Bright Eyes – The People’s Key

Von Conor Oberst lange als das letzte Bright Eyes Album betitelt, das eigentlicht schon 2010 hatte in den Läden stehen sollen. Und kommt doch wieder erstens alles anders und zweitens, als man denkt.
Das Album kam doch erst 2011, passenderweise an Conor Oberst’s 31. Geburtstag am 15. Februar. Schon im Vorfeld bezichtige der Mann sämtliche Journalisten, ihn gute zwei Jahre zuvor immer wieder falsch zitiert zu haben bezüglich dem Ende und der letzten Platte der Band. Kreativität hat die Eigenart, kein loser Mechanismus zu sein.. wenn man sich von Zwängen lossagt, klappt plötzlich so Einiges.

Ich war gespannt wie ein Flitzebogen auf das Album, hatten mich sein Soloalbum, genauso wie das Album mit der Mystic Valley Band eher enttäuscht die dazugehörigen Konzerte beiwohnen lassen.
Ein paar Anläufe brauchte ich für The People’s Key. Doch letztendlich hatte der Mann Spaß an dieser Platte und das hört man und genau darum geht es in der Musik.

2. Frankie & The Heartstrings – Hunger

Lange kannte ich die Band schon, dementsprechend auch die Songs. Viel gibt es hier nicht zu sagen. Seit langer Zeit sind Frankie & The Heartstrings mal wieder eine reine Indieband, die mich nicht dazu bringt leicht amüsiert die musikalischen Versuche letztendlich doch abzuschalten.

3. Delay Trees – Delay Trees

Die kamen für mich aus dem Nichts. Als ich die Band im Januar 2011 im Vorprogramm von I Like Trains sah, fand ich das Ganze recht nett. Nicht aus den Schuhen gehauen, aber sehr positiv gestimmt, kaufte ich mir das Album nach dem Konzert. Das kommt nicht oft vor. Eigentlich kann ich mich an keine mir zuvor unbekannte Band erinnern, bei der ich nach einem Konzert direkt eine Veröffentlichung gekauft hätte.

4. Patrick Wolf – Lupercalia

Lupercalia dürfte das größte Popalbum des Jahres sein. Große Gefühle, großer Pop und ein großer Mann, der irgendwie angekommen scheint.

5. Apparat – The Devil’s Walk

Eine Band, mit der ich mich nie sonderlich beschäftigt hatte. Bis sie im Vorprogramm von Owen Pallett in der Kölner Philharmonie während der c/o Pop spielte. Hier trifft eigentlich auch die Bezeichnung „großer Pop“ zu, wenn man davon absieht, dass die Band nicht aus dieser Ecke der Musik kommt und ihr mit The Devil’s Walk genau dieser Pop vorgeworfen wird. Ich mag das ältere Material nicht, aber ich mag diese Platte. Sehr sogar!

6. I Build Collapsible Mountains – The Spectator & The Act
7. Young Rebel Set – Curse Our Love
8. The Pains Of Being Pure At Heart – Belong
9. St. Vincent – Strange Mercy
10. Song Of Return – Limits

Enttäuschungen

The Strokes – Angles
The Horrors – Skying
Glasvegas – EUPHORIC ///HEARTBREAK\
The Head And The Heart – The Head And The Heart
The Boxer Rebellion – The Cold Still
Wild Beasts – Smother
Chapel Club – Palace
Summer Camp – Welcome To Condale
Kaiser Chiefs – The Future Is Medieval

Persönliche Neuentdeckungen

Apparat
Emmy The Great
The Good Morning Diary
The Lake Poets
I Build Collapsible Mountains
Two Wounded Birds
Various Cruelties
Song Of Return
Spaceman Spiff
There Will Be Fireworks
The History Of Apple Pie
David’s Lyre
Delay Trees


Asiye

Top-Alben

1. …And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Tao Of The Dead

Selten ein SO gutes Album in der Hand gehalten. Zugegeben ich bin generell ein Fan dieser Herren, aber hiermit haben sie meine Erwartungen nochmal übertroffen! Wenn ich nur ein Wort benutzen könnte, um die Musik zu beschreiben, wäre das wahrscheinlich Über-Power (und das musste ich erfinden). Auch das Artwort ist außergewöhnlich und mit sehr viel Liebe gemacht – ein Kunstwerk von Frontmann und Genie Conrad Keely.

2. Wu Lyf – Go Tell Fire To The Mountain

Zugegeben, der Gesangsstil von Ellery James Roberts ist gewöhnungsbedürftig. Es ist offensichtlich, dass er absichtlich hässlich kräch….äh singt. Die Musik ist treibend und dynamisch…und der Gesang fügt eine gewisse Schärfe hinzu.

3. Edda Magnason – Goods

Diese Frau hat keine Angst zu experimentieren und bringt dabei einen herrlich phantasievollen Sound zustande. Jazz, Pop und Klassik sehr frech präsentiert.

4. M83 – Hurry Up, We’re Dreaming

Diese Platte lässt die 80er wieder aufleben, aber es nicht „schon wieder so ein Album“. Tanzalbum mit Tiefe.

5. I Break Horses – Hearts

Genau nach meinem Geschmack. Erheiternd aber dunkel und hypnotisch – Eigenschaften, die dem Album Tiefe verleihen. Fast könnte wieder der abstrakte Begriff „Shoegaze“ fallen. Aber nur fast.

6. Deerhunter – Halcyon Digest
7. The Pains Of Being Pure At Heart – Belong
8. Gang Gang Dance – Eye Contact
9. Rival Schools – Pedals
10. Their Strange Gathering – Lay Down, Fall Apart

Enttäuschungen

1. Glasvegas – EUPHORIC ///HEARTBREAK\
2. Blood Group – Dry Land
3. Clap Your Hands Say Yeah – Hysterical
4. Death Cab For Cutie – Codes And Keys
5. CSS – La Liberacion
6. Portugal. The Man – In The Mountain In The Cloud

Persönliche Neuentdeckungen

1. Wu Lyf
2. Edda Magnason
3. I Break Horses


Chiara

Top-Alben

1. Spaceman Spiff – Im Fenster immer noch Wetter

Hannes Wittmer alias Spaceman Spiff ist einer der großartigsten Künstler dieses Landes und definitiv der Beste, der heutzutage mit der deutschen Sprache jongliert. Ganz leise, mit Jeans, T-Shirt und Gitarre kommt er daher… mit eher unscheinbarem Auftreten. Mit eher unscheinbarer Musik? Auf keinen Fall. Was vielleicht auf den ersten Blick und nach dem ersten Hören nur ein schönes Gefühl im Bauch hinterlässt, gräbt sich nach und nach unendlich tief ins Herz hinein. Die Melodien entfalten langsam ihre Wirkung, seine Wortspiele à la “Hinter dir sind Fußspuren und vor dir dann später”, “Mein Schlafanzug ist kugelsicher” oder “Ich allein gegen all die roten Ampelmännchen” brennen sich ein ins Gehirn. Ohne mein wunderbares Handtuch… ähhh meine wunderbare Spaceman Spiff CD gehe ich nirgendwo hin.

2. Beerjacket – The White Feather Trail

Nehmen wir den oben aufgeführten Text und übertragen das Ganze auf die Insel. Peter Kelly alias Beerjacket ist einer der großartigsten Künstler aus Glasgow/Schottland. Dort gibt es seinesgleichen allerdings viele. Peter sticht für mich durch seine ungewöhnlich tollen Kompositionen aus der Singer-Songwriter-Szene hervor. Seine Stimme hinterlässt gepaart mit den mal sanften, mal heftigen Klängen seiner Akustikgitarre eines: ziemlichen Eindruck. Sein “Crooked Fingers” geht mir seit über einem Jahr einfach nicht mehr aus dem Kopf und ist immer noch der beste Track des Albums. Aber dort gibt es definitiv noch mehr zu entdecken. Super!

3. Spin My Fate – Act II: When Worlds Collide

Diese Band wird wohl kaum jemandem ein Begriff sein. Schade. Denn das Quartett aus Münster fährt einen so unvergleichlich guten Alternative-Rock auf, das sich selbst die Großen davon eine Scheibe abschneiden könnten. Fast genau zwei Jahre nach dem ersten Album “Two Way Choice” brachten sie im November ihr zweites Album auf den Markt, das ich nur jedem ans Herz legen kann, der gerne auch mal etwas Härteres auf die Ohren kriegt. Irgendwo zwischen Seether, Silverchair und Eddie Vedder spielen sich die vier abwechslungsreich durchs neue Album. Von ruhig und melancholisch bis hysterisch und verrockt ist alles dabei. Es gibt nur eine Möglichkeit die CD noch zu toppen und diese ergibt sich dann, wenn man bei Spin My Fate live dabei sein kann. Ich habe selten eine Band erlebt, die einfach immer Bock hat zu spielen. Wo andere irgendwann die Power verlieren, starten sie erst richtig durch.

4. Black Rust – The Gangs Are Gone

Ich weiß, ich bin bekannt für meinen Lokalpatriotismus, aber diese Band aus meiner Heimatstadt Dortmund hat definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. Überall feiert man Mumford & Sons und Konsorten, dabei gibt es nicht weniger gute Bands häufig auch in der unmittelbaren Nachbarschaft. Black Rust sind meines Erachtens sogar noch 100 Mal besser als die Söhne von Marcus. Mit ihrem dritten Album “The Gangs Are Gone”, für das sie wieder Sophias Robin Proper-Sheppard als Produzenten gewinnen konnten, haben sie ihrer bisherigen Karriere meiner Meinung nach noch ein Sahnehäubchen aufgesetzt. Bei Titeln wie “These Days” oder “Having Panic About A New World War” kann ich einfach nur noch dahin schmelzen.

5. Young Rebel Set – Curse Our Love

Sieben Herren aus Stockton on Tees im nördlichsten England machten sich auf den Weg, um die Welt zu erobern. Eigentlich sind sie immer auf Tour. Wie auch immer sie es geschafft haben zwischendurch ein komplettes Debütalbum einzuspielen, das Ding hält was man von der rebellierenden Truppe erwartet. Zwar war ein Großteil der Songs bereits auf dem 2010 veröffentlichten Minialbum zu hören, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Einfach, weil Young Rebel Set nun mal Young Rebel Set sind und da gibt es keine Diskussion! Die Band verbreitet gute Laune pur und sind egal ob auf Platte oder live ein Hochgenuss. Ohne sie möchte ich auf keinen Fall mehr ins Auto steigen.

6. Mikroboy – Eine Frage der Zeit
7. We Were Promised Jetpacks – In The Pit Of The Stomach
8. City Light Thief – Laviin
9. Noah And The Whale – Last Night On Earth
10. Vs. Rome – The End Is Important In All Things

Enttäuschungen

1. The Wombats – This Modern Glitch
2. Arctic Monkeys – Suck It and See
3. White Lies – Ritual
4. Jupiter Jones – Jupiter Jones (s/t)
5. Ghost Of Tom Joad – Black Musik

Persönliche Neuentdeckungen

1. Spring Offensive
2. Sea+Air
3. Vinyl Jacket
4. Cattle & Cane
5. You Say France & I Whistle


Craig

Top-Alben

1. J Mascis – Several Shades of Why

I’ve had this record on repeat every since the day it came out. It’s incredible. I’ve listened to it countless times and it still sounds fresh. It’s the softer side of Dinosaur Jr. but still has the same great guitar work and slacker vibe running throughout it. It gentle, it’s emotional and it’s truthful which to me has made it one of the best records I’ve heard for a long time. Without a doubt my record of 2011.

2. Thurston Moore – Demolished Thoughts

Again, another solo effort from an alternative rock legend – Thurston Moore of Sonic Youth fame. Another record I’ve listened to repeatedly. In parts it’s ambient, in parts it’s upbeat, but as a whole it’s got a great feel to it. It’s not just a re hash of what has gone before, but a whole new entity in itself.

3. Kurt Vile – Smoke Ring for My Halo

Probably one of my best discoveries of the year…Kurt Vile. From the very first listen to the first track “Baby’s Arms’ I was hooked. I think at that moment I had it on repeat for hours. The music is so engaging. It feels warm and comforting but also possesses certain loneliness about it. It sounds fresh and exciting, it’s something I’d never heard before and I absolutely love it.

4. Explosions in The Sky – Take Care, Take Care, Take Care

Post rock. A confusing genre but one I happen to be a fan of. Post rock favorites returned with this record in April 2011. It’s great. I think it’s one of the finest things they have released in their time as a band. It’s has some of the greatest instrumental music on I’ve ever heard. It’s full of feeling and passion all the way through. I think this is definitely Explosions in the Sky at their peak.

5. Yuck – Yuck

Sounding like it came straight out of the nineties, this record wears its influences on its sleeve. It’s not particularly ‘new’ but it definitely puts a fresh spin on an old classic. Paying homage to the guitar rock of the 90’s slacker generation it presents us with catch hooks, thick distorted guitars and melodic songwriting. It’s just really good song writing in the best style.

6. The Pains of Being Pure at Heart – Belong
7. Girls – Father, Son, Holy Ghost
8. Veronica Falls – Veronica Falls
9. WU LYF – Go Tell Fire To The Mountain
10. Mazes – A Thousand Heys

Enttäuschungen

The newest Fall record, Erstaz GB. I am a massive fan of the Fall and haven’t been given the chance to fault any of their previous work. However, with this new effort it just doesn’t feel right. It feels lackluster. It doesn’t possess the signature the sound and energy that makes a Fall record what it is. I want to love it, but however much it saddens me to say it, I don’t.

Persönliche Neuentdeckungen

Has to be Kurt Vile for me. As I said previously, from hearing the opening track on ‘Smoke Ring…’ I was hooked. I have since been having full binges on his music. Can’t get enough of this guy.


Kristina

Top-Alben

1. Household – Items

Wenn es danach geht, welche Band bzw. welcher Albumtitel am schwersten zu googlen ist, haben Household aus New York mit „Items“ eh schon gewonnen. Mit ihren Slant 6-ähnlichen Gitarrenklängen haben sie allerdings auch den Kampf um mein persönliches Album des Jahres gewonnen – für mich kam dieses Jahr keine andere Band so aus dem Nichts und setzte sich monatelang hartnäckig in meinem Plattenspieler fest.

2. Coasting – You’re never going back

Fiona (mittlerweile auch Drummerin bei den Vivian Girls) und Madison aus Brooklyn brauchen nur eine Gitarre und ein Schlagzeug um ziemlich viel Lärm zu machen. Passend zu ihrem Sound verhalten sich ihre Lyrics ähnlich kompromisslos: „I just can’t for this, i just can’t wait for you“ ruft Madison schon in den ersten 60 Sekunden des Albums, damit ist die Richtung für den Rest des Albums bestens vorgegeben. „You’re never going back“ nein, tu ich wirklich nicht. Und wenn, dann nur um nochmal Play zu drücken.

3. Brilliant Colors – Again and Again

Mit Albumtiteln ist es bekanntlich ein wenig wie mit Kindern. Wenn es älter wird und der Name nicht so richtig passt, kann es peinlich für alle Beteiligten werden. Zum Glück haben Brilliant Colors mit „Again and Again“ ein Album gemacht, das man in der Tat immer und immer wieder abspielen möchte. Außerdem mausern sich die San Francisco Local Heroes um Jess Scott auch immer mehr zu Indie-Helden, die auch außerhalb der Stadt mit der Golden Gate Bridge bekannter werden, besonders in meinen eigenen vier Wänden im Jahre 2011.

4. The Babies – The Babies

Was macht man, wenn einen das letzte Vivian Girls Album derart enttäuscht hat, dass man es nach wenigen Durchläufen bereits aus seiner Stereoanlage verbannt hat? Genau, man hört sich einfach The Babies an. Die haben die besseren Songs und außer Cassie Ramone von den Vivian Girls bekommt man auch noch Kevin Morby von Woods, mit dem sie sich Vocals und das Gitarre spielen teilt. Wie eine Verschmelzung ihrer beiden Hauptbands klingt das Ganze dann auch: Vivian Girls Garage Rock/Pop trifft Woods Classic Rock. Yep.

5. Wild Flag – Wild Flag

Hiergegen kann ich mich einfach nicht wehren. Wenn Janet Weiss und Carrie Brownstein von Sleater-Kinney eine neue Band gründen und sich dann auch noch Mary Timony von Helium und Rebecca Cole von den Minders ins Boot holen, dann würde ich das auch blind bzw. taub auf meine Jahresbestenliste setzen. In dem Fall habe ich das Album aber sogar auch gehört, und nicht nur einmal.

6. Grass Widow – Milo Minute
7. MEN – Talk about body
8. PJ Harvey – Let England Shake
9. Veronica Falls – Veronica Falls
10. Planningtorock – W

Enttäuschungen

das neue CSS Album
die neue Telepathe Single
Lady Gaga

Persönliche Neuentdeckungen

Household
Coasting
Molly Nilsson
Neonates


Martin

Top-Alben

1. Radiohead – The King Of Limbs

Oxford’s finest returned with an 8 track LP, which was like a fine wine: a real grower. This band are not for the generation of throw-away jonny-come-lately’s; they have been making consistently amazing music since I have been into music. This LP features the wonderfully strange chop-suey beats of ‚Feral‘; The superbly layered ‚Lotus Flower‘ ; ‚Giving Up The Ghost‘ (haunting and beautiful) and ends with ‚Separator‘ (“if you think this is over, then you’re wrong“, sings Thom at the end). It’s not over. They’re sounding as fresh and exciting as back in the 90’s.

2. This Will Destroy You – Tunnel Blanket

Initially, having listened to this record, a cold feeling overcame me which left me feeling quite numb, like the feeling of losing a loved one. Only on further involved listens I realised that this is This Will Destroy You forming a more calm, measured and sonically moving record. It builds on the sound the band have formed on past releases, but adds a layer of beauty, compassion and a new level of fierceness to their sound. It comes highly reccomended.

3. Rival Consoles – Kid Velo

‘Kid Velo’, at no point, tries to be inaccessible to the listener, and Ryan may find the critics waiting in the wings, as his record places itself perilously in the grooves of dance, funk, house and electronica. However, bar a few weak moments in tracks, this album is littered full of killer synth hooks, dance beats and layer upon layer of sound. It takes the good from the debut record and replaces it with a more confident, more refined, and more imaginative offering. It is literally dripping with melody, and features a more crowd-pleasing collection of tracks that would not dissapoint a discerning dancefloor.

4. M83 – Hurry Up, We’re Dreaming

This release marks their first in over 3 years since ‘Saturdays=Youth’, which was an album focused on song structure and form, inspired by band mastermind Anthony Gonzalez ‘being a teenager in the 80′s’.  ’Shoegaze’ is always a term I’m a little wary of (and don’t get me started on ‘post-rock’), but it seems of all bands to attract this rather tired title, M83 are amongst the most deserving. However, they do throw off some of these shackles in this latest release. At times, it’s an ‘Indie-pop gone epic’ record that swells and breaks with real beauty. It’s a dream album, and the journey dips and curves just like your most expansive dreams.

5. Bon Iver – s/t

Having been moved by ‚Blood Bank EP‘ and won over by the wondderful ‚For Emma, Forever Ago‘, I thought that the idea of Bon Iver surrounded by horns, brass, drums and other…distractions…would turn me off his music completely. Him rubbing shoulders with Hollywood’s elite (Giving his ‚mate‘ Kanye West a hug on the covers of magazines) made me think twice. I lived with the record for about 6 months, returning constantly after waves and waves of dissapointment towards this. Then, finally, one cold night I listened again and heard it properly for the first time. It’s a stunning record, worthy of the top prize of the year, even. Real beauty, mystery in lyrics, and great musicianship which actually enhances his songs, despite my early reservations. Everything aside from the last track ‚Beth/Rest‘ (which is just simply horrible) is great.

6. Explosions In The Sky – Take Care, Take Care, Take Care
7. Mogwai – Hardcore Will Never Die, But You Will.
8. …and You Will Know Us By The Trail Of Dead – Tao Of The Dead
9. The Joy Formidable – The Big Roar
10. Fleet Foxes – Helplessness Blues

Enttäuschungen

Death Cab For Cutie – Codes and Keys
Glasvegas – EUPHORIC ///HEARTBREAK\
Bloodgroup – Dry Land
The Pains of Being Pure At Heart – Belong
Wild Beasts – Smother

Persönliche Neuentdeckungen

…and You Will Know Us By The Trail Of Dead – Tao Of The Dead.
M83 – Hurry Up, We’re Dreaming


Matthias

Top-Alben

1. Delay Trees – Delay Trees

Diese Band hatte ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm. Dann standen da im Januar so ein paar hagere Typen im Vorprogramm von I Like Trains und gingen voll in ihren atmosphärischen Songs auf. Ich würde lügen, wenn ich sage, ich war gleich gefangen. Aber da war irgendwas. Also hörte ich am Tag danach in das Album rein, um es in der Folge immer und immer wieder einzulegen. Dichte Popsongs irgendwo zwischen Shoegaze, Post-Rock und Indie-Rock. Nie wirklich spektakulär, manchmal mit großer Geste aber vor allem immer absolut fesselnd.

2. Ryan Adams – Ashes & Fire

Mit einem neuen Album von Ryan Adams hatte ich in diesem Jahr noch nicht gerechnet. Er spielte zwar ein paar Solo-Shows, das führte ich aber auf seine Langeweile nach Eheschließung mit Mandy Moore, seinem Metal-Album und ein paar Produktionstätigkeiten zurück. Ich hoffte auch auf eine längere Pause, weil der letzte Output mit den Cardinals („Cardinology“, „III/IV“) nicht wirklich das Gelbe vom Ei war. Aber, auf diesem Solo-Album ließ er wieder all das erkennen, weshalb ich Ryan als einen der besten Songwriter unserer Generation schätze. Tolles Songwriting gepaart mit viel Gefühl.

3. I Build Collapsible Mountains – The Spectator & The Act

Ja, wir mögen Schotten. Aber das hat auch seinen Grund, kommt doch aus diesem kleinen Landstrich im Norden der Britischen Inseln immer wieder gute Musik. So auch vom Songwriter Luke Gareth Joye, der sich nach ein paar Band-Projekten nun solo versucht. Mit warmer Stimme und spärlicher Instrumentierung führt er durch ein wirklich berührendes, klassisches Singer-Songwriter-Album.

4. Song Of Return – Limits

Song Of Return, die ehemals auf Union Of Knives hörten, haben es zum Glück noch einmal in der Musikbranche versucht. Nachdem ein Major sie nicht mehr haben wollte, veröffentlichten sie „Limits“ nun auf eigene Faust. Wirklich gut gemachter Alternative-Rock mit ein wenig Industrial- und Elektro-Einschlag. Warum diese Band noch nicht als neue Kasabian gehandelt werden ist mir ein Rätsel.

5. Fionn Regan – 100 Acres Of Sycamore

Und Fionn kann es doch noch. Nachdem er auf „In The Shadow Of An Empire“ einen Ausflug in den Americana wagte, zeigte er sich mit „100 Acres Of Sycamore“ wieder von seiner empfindsamen Seite. Die steht ihm deutlich besser zu Gesicht. Weiterer Pluspunkt: das Album wurde in der Finka von Anna Friel aufgenommen, die Chuck in der leider abgesetzten US-Serie „Pushing Daisies“ spielt.

6. Bright Eyes – The People’s Key
7. Patrick Wolf – Lupercalia
8. Frankie & The Heartstrings – Hunger
9. Their Strange Gathering – Lay Down, Fall Apart
10. Apparat – The Devil’s Walk

Enttäuschungen

Coldplay – Mylo Xyloto
Glasvegas – Euphoric /// Heartbreak \
The Strokes – Angles
Wild Beasts – Smother
The Boxer Rebellion – The Cold Still
Beirut – The Rip Tide
The Horrors – Skying
Bon Iver – Bon Iver
Fleet Foxes – Helplessness Blues

Persönliche Neuentdeckungen

Dry The River
Apparat
Song Of Return


Stephanie

Top-Alben

1. Noah and the Whale – Last Night on Earth

Für mich wegen den sehr melodiösen Songs auf Platz 1, obwohl auch die ersten beiden Alben nicht zu unterschätzen sind, sieht man eine Entwicklung zu den Vorigen. Künstler des Jahres!

2. Patrick Wolf – Lupercalia

Lang erwartetes, bereits 5. Album von Patrick, wundervolle Songs, nicht auf Platz 1. weil man sich als „Nichtverliebter“ leicht ausgeschlossen fühlt. Trotzdem spürt man wie vielleicht bei keinem der vorigen Alben das Herzblut und lässt auf mehr davon hoffen.

3. Kasabian – Velociraptor

Viertes Album der Engländer, daran gibt es nichts auszusetzen. Zwischen Dauerohrwürmern wie „Re-Wired“ gibt es auch Songs mit weniger Tempo, bei denen die Texte im Vordergrund stehen. Mehr davon!

4. Young Rebel Set – Curse our Love

Nach dem spontanen Konzertbesuch der Briten in Köln eine wundervolle Neuentdeckung. Einflüsse von The Courteeners und Parallelen zu Mumford & Sons, eine gute Mischung und eindeutig besser als Letztere.

5. Arctic Monkeys – Suck it and See

Nach der Enttäuschung vom Vorgänger sehr positiv überrascht, ein Album, dass man weitgehend ohne Ausnahmen durchhören kann/muss!

6. Noel Gallagher’s High Flying Birds – s/t
7. The Vaccines – What did you expect from The Vaccines
8. Frankie & the Heartstrings – Hunger
9. Beady Eye – Different gear, still speeding
10. Pete & the Pirates – One Thousand Pictures

(Die ersten sechs Alben sind meines Erachtens alle gleich gut und wurden rauf und runter gehört. Mit dem Problem den Alben Ränge zuzuordnen bin ich aber sicher nicht alleine, man soll es sich ja auch nicht zu einfach machen!)

Enttäuschungen

Das 4. Album der Strokes, das sehr lange auf sich warten ließ, trotz ein paar guter Songs in der Gesamtheit eher enttäuschend (zusätzlich die auf sich warten lassenden Konzerte)

Persönliche Neuentdeckungen:

Noah and the Whale (für mich zugegeben leider erst eine Neuentdeckung)
Chapel Club
Young Rebel Set
Tribes
Frankie & The Heartstrings

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