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Unser 2009 – das Jahr, in dem die Pop-Musik starb

Der Titel verrät es, unser Jahresrückblick beschäftigt sich heute nach den Trennungen mit einem anderen traurigen Thema, dem Tod. Da schien 2009 ein ähnlich seltsames Jahr, wie schon bei den Band-Trennungen. So mussten wir in diesem Jahr viele traurige Nachrichten aufnehmen und lassen nun im Gedenken noch einmal einige davon Revue passieren:

Los geht es mit einem ganz frischen Zugang in dieser Liste, nämlich mit Rowland S. Howard. Ein Songwriter aus Australien, den wir erst vor ein paar Wochen entdeckten. Heute starb er im Alter von 50 Jahren, nachdem er seinen Kampf gegen den Krebs verloren hat. Nun ist also schon die Zeit, sich posthum mit ihm zu beschäftigen. Bekannt war er unter anderem auch als Mitglied von The Birthday Party. Sein letztes Album „Pop Crimes“ erschien im Oktober 2008.


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Die andere noch sehr frische, aber nicht weniger traurige Nachricht machte über die Weihnachts-Feiertage die Runde. Vic Chestnutt hat nämlich am 1. Weihnachtsfeiertag den Kampf gegen seine Depressionen aufgegeben und erlag den Folgen einer Überdosis eines Medikaments zur Muskelentspannung. Sein letztes Album „Skitter on Take-Off“ erschien in diesem Jahr.


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Noch überraschender kam vor zwei Wochen die Nachricht, dass „Space Wolf“ Chris Feinstein, der Bassist von Ryan Adams & The Cardinals im Alter von 42 Jahren verstorben sei. Vor seiner Rolle an der Seite von Ryan Adams spielte er bereits mit Albert Hammond Jr. und Jack Ingram. Außerdem machte er sich einen Namen als Produzent des Soundtracks zum Film „I Am Sam“.


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Nun zum Grund unseres Beitragstitels. Im Alter von 50 Jahren verstarb im Juni der King Of Pop. Ebenfalls an einer Überdosis, allerdings eines Schmerzmittels, die zu einem Herzstillstand führte. Ob es nun Mord war, oder nicht ist eigentlich für den Moment egal. Fakt ist, die Welt hat einen großen Künstler verloren, der mit seinem Tod in diesem Jahr noch mehr Trubel hervor gerufen hat, als mit seinem Comeback. Die folgende Dokumentation „This Is It“ war dann leider mehr geschmacklose Leichenfledderei, als wirklich ein gefühlvoller Rückblick. Passte aber traurigerweise zum Leben von Michael Jackson, denn die Zeiten, in denen wirklich noch mit Pietät über ihn berichtet wurde dürften knapp 20 Jahre zurück liegen. In unserer Popkultur hinterlässt er jedenfalls ein großes Loch, schließlich war der „Earth Song“ eine meiner ersten Singles. Seine „HIStory“ hat mein ältester Bruder damals auch immer vermisst, da ich sie mir immer geliehen habe.


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Bereits im Mai die traurige Nachricht, dass Jay Bennett, ehemaliges Mitglied von Wilco, im Alter von 45 Jahren an einer Schmerztablettenüberdosis starb. Nach seiner Karriere mit Wilco veröffentlichte er einige Soloalben und arbeitete unter anderem mit Sheryl Crow zusammen.


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Mit Ean Evans im Mai und Billy Powell im Januar verloren Lynyrd Skynyrd in diesem Jahr gleich zwei Mitglieder. Evans verlor den Kampf gegen den Krebs und hinterließ seine Frau und zwei Töchter. Powell starb einigermaßen überraschend an einem Herzinfarkt, der vielleicht noch durch einen Arzttermin, den er in der Vorwoche seines Todes nicht wahrnahm, sogar hätte verhindert werden können. Er hinterlässt seine Frau und vier Kinder.


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Im Alter von 62 Jahren verstarb Erick Lee Purkhiser, besser bekannt als Lux Interior und Gründungsmitglied der Punk-Helden The Cramps, an Herzversagen. Mit ihren Studioalben inspirierten The Cramps auch viele der heute noch aktiven Indie-Bands. Im November 2006 gaben sie ihren letzten Auftritt, Lux Interior schloss aber nicht aus, je wieder aufzutreten.


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Traurig auch eine andere Meldung im Februar. Da hieß es auf der Deichkind Homepage: „Wir müssen leider bestätigen, dass unser geliebter Freund Sebi Hackert am 21.02.2009 in seinem Zuhause in Hamburg verstorben ist. Sebi wurde nur 32 Jahre alt und hinterlässt Ehefrau und einen Sohn. Bitte haben Sie Verständnis, dass zur genauen Todesursache zurzeit noch keine Angaben gemacht werden können, da der Tod vollkommen unerwartet und plötzlich eingetreten ist.“ Hackert galt als musikalischer Kopf von Deichkind, verdiente sich in den letzten Jahren aber nur noch als Produzent der Remmy-Demmy Kombo.


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