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Frankie & The Heartstrings – The Days Run Away

Frankie & The Heartstrings - The Days Run Away

Es gibt so Bands, da sieht man ein Video, hört einen Song oder sieht sie im Vorprogramm einer anderen Band und es ist Liebe auf den ersten Blick. Mit Frankie & The Heartstrings aus Sunderland ist es uns so ergangen. Sie spielten in England im Vorprogramm von Maxïmo Park in England und so beschäftigten wir uns einmal mit der Band. Mit der Single „Tender“ waren wir dann gleich angetan und freuten uns tierisch auf das 2011er Debüt „Hunger“, das uns voll überzeugen konnte und uns auch heute noch begleitet.

2011 profitierte die Band auch von einem gewissen Retro-Trend, der neben Frankie & The Heartstrings auch Bands, wie The Vaccines und The Crookes hervorbrachte. Beide Band brachten bereits im letzten Jahr, nur ein Jahr nach dem Debüt, jeweils die Nachfolgealben heraus. Da die Retro-Welle schon wieder abgeflacht war, richteten beide Bands ihre Fähnchen nach dem Wind und präsentierten schnöde Indie-Alben mit leichtem Punk-Rock-Einschlag. Nett, aber ebenso schnell wieder vergessen, wir die Liebe beider Bands zum Sound, der sie groß gemacht hatte.

Frankie & The Heartstrings haben sich nun ein Jahr mehr Zeit gelassen mit ihrem zweiten Album. Bedeutet das nun, dass die Band etwas länger brauchte, um sich einen neuen Sound zu suchen, als The Vaccines und The Crookes? Wohl eher nicht. Schon mit dem Opener „I Still Follow You“ zeigt die Band, dass sie ihre Mischung aus Rockabilly, Rock’N’Roll, Indie-Rock, Punk und Pop nicht wählte, weil er gerade trendy war, sondern weil die Songs der Band in diesem Gewand am besten zu funktionieren scheinen. Eine wunderbare Up-Tempo Nummer mit ironischen Texten, wie „It makes no sense, but I will follow“ und einer hübsch zackigen Grundmelodie. Zackig geht es auch bei „That Girl, That Scene“ weiter. Eine Prise Punk gemischt mit Rockabilly und Surf-Rock gepaart mit dem ruhelosen Gesang von Frontmann Frankie Francis (ja, der heißt wirklich so macht gleich noch mehr Laune. Aber es ist nicht so, dass sich das Quintett vollkommen auf dem Erfolgskonzept des Debüts ausruht. Das wunderbare „Nothing Our Way“ zeigt mit leicht melancholischer Grundnote, einem toll gespannten Spannungsbogen und einem gewissen 80ies-Pop-Sound eine andere Seite der Band, die sich perfekt in den Soundkosmos von Frankie & The Heartstrings einfindet. Das ruhige „Losing A Friend“ zeigt sich als astreine Ballade mit gekonntem Synthie-Einsatz und viel Gefühl. Mit „Everybody Looks Better (In The Right Light)“ ist auch ein alter Bekannter vertreten, wurde die Single doch bereits Anfang letzten Jahres veröffentlicht. Eine Nummer mit tollem, leicht gehetztem Gesang und einem klasse Refrain, der einem direkt über die Ohren in die Beine geht. Frankie & The Heartstrings zeigen mit „The Days Run Away“ gekonnt, dass sie weder eine Eintagsfliege sind, noch ihr Fähnchen nach irgendwelchen Trends richten.


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Foto auf Startseite: Ariane WhiteTapes

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