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Esben and the Witch – Wash The Sins Not Only The Face

Esben and the Witch - Wash the Sins Not Only the Face

Zwei Jahre sind nun schon seit dem Debüt „Violet Cries“ der Brightoner von Esben and the Witch vergangenen. „Nightmare-Pop“ nannten Kritiker damals den Sound der Band, die sich nach einem leicht gruseligen Kindermärchen benannt haben. Kein Wunder, bot die Musik doch wunderbaren Shoegaze-Sound mit dunklen Klangteppichen, der aufregend und ruhig vorgetragen pulsierte. Das Trio ruhte sich aber nicht auf den positiven Kritikerstimmen aus, sondern wollte für das zweite Album auch neue Wege gehen. Hervorstechendstes Merkmal sind nach wie vor die tiefgründigen, dunklen Soundwände, die den Hörer in einen tiefen Sog gleiten lassen. Die Band singt dazu mit verzehrend klingendem Gesang, der von den morbiden Abgründen der Seele erzählt.

Das Spektrum in dem sich Sängerin Rachel Davies bewegt ist jetzt entgegen des Vorgängers mehr eingegrenzt. Sie bricht nun nicht mehr aus, sondern bewegt sich in einem beinahe meditativen Rahmen, bei dem sie nur ab und zu mal schneller wird oder höher singt. Größtenteils ist ihre Stimme weit im Hintergrund und wird häufig eher aufgeschichtet und wie ein weiteres Instrument eingesetzt.

Die Instrumentierung ist nach wie vor häufig wuchtig und Shoegaze sowie Goth und Post-Rock entliehen und wird stellenweise extatisch aufgebauscht. Zwischendurch trauen sichstrong> Esben and the Witch nun aber auch zu, den Songs etwas mehr Luft zu geben und lassen so ruhige, melancholische Stücke entstehen, die ein wenig an den Sound erinnern, den The xx auf „Coexist“ entwickelt haben, nur etwas spannender. Ein großes Manko ist jedoch, dass mit der veränderten Herangehensweise viele Songs einfach zu sehr in ihrer Dunkelheit schweben, ohne wirklich herauszustechen. Einzig die Single „Deathwaltz“, das verzerrt gespielte und leidend gesungene „Putting Down The Prey“ und „Slow Wave“ wissen auf Anhieb zu überzeugen und könnten sich zu ähnlichen Klassikern entwickeln, wie „Marching Song“ vom Debüt.

Esben and the Witch auf Tour

16. Februar 2013, Munster, Gleis 22
17. Februar 2013, Hamburg, Knust
18. Februar 2013, Berlin, Bi Nuu
20. Februar 2013, München, 59:1
22. Februar 2013, Köln, Gebäude 9

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Discussion

  1. […] Debüt “Violet Cries” legten die Brightoner von Esben and the Witch im letzten Jahr mit “Wash The Sins, Not Only The Face” einen ebenso gelungenen Nachfolger nach. Darauf führte das Trio seinen sogenannten […]

    Posted by Esben & The Witch – neuer Song “No Dog” im Stream | WhiteTapes | Februar 7, 2014, 2:15 pm

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