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Unsere Alben des Jahres 2015

Heute ist der erste Montag im neuen Jahr. Das bedeutet für viele den ersten Arbeitstag und damit ist das Jahr 2016 nun wirklich Realität. Wir nutzen die Gelegenheit und schauen noch einmal auf das Jahr 2015 zurück. Ein Jahr, das wieder viele spannende Releases von Newcomern sowie alten Hasen zu bieten hatte und das wir gern noch einmal Revue passieren lassen. Deshalb bieten wir euch heute unsere Liste der 20 liebsten Alben der WhiteTapes Redaktion. Bleibt eigentlich nur noch, euch für eure Treue im letztem Jahr zu danken und euch einen guten Start ins Jahr 2016 zu wünschen.

Die WhiteTapes Redaktionscharts 2015

1. The Lake Poets – s/t

Viereinhalb Jahre, nachdem wir das erste Mal über den Sunderlander Martin Longstaff schrieben, veröffentlichte er endlich sein Debüt-Album. Entstanden ist das Album unter der Regie von Eurythmics Legende Dave Stewart, der so begeistert von Martins Musik war, dass er ihn zu Albumaufnahmen nach Nashville einlud. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches Werk, das den Songwriter in all seinen Facetten zeigt und das sicherlich dazu führen wird, dass die Fanbasis von The Lake Poets nach vielen gut gefüllten Konzerten Ende 2015, auch im nächsten Jahr noch weiter wächst.

2. Majical Cloudz – Are You Alone?

Die Kanadier Majical Cloudz hatten wir irgendwie nie so richtig auf dem Schirm. Das änderte sich schlagartig mit dem dritten Album „Are You Alone?“. Ein Album, das eine extreme Ruhe ausstrahlt und den Minimalismus in besonderes berührender Art als Kunstform zelebriert, ohne bemüht komplex zu klingen.


3. Eaves – What Green Feels Like

Hinter Eaves steckt der junge Songwriter Joseph Lyons, der uns Ende 2013 erstmals mit einigen Demos über den Weg lief. Viele der Songs, die er in den nächsten Monaten veröffentlichte, finden sich auch auf seinem Debüt „What Green Feels Like“, das eine Synthese aus klassischen Singer-Songwriter-Sounds und Americana darstellt und in bester Tradition von Musikern, wie Elliott Smith und vor allem auch Jeff Buckley steht.

4. Ajimal – Childhood

Auf das Debüt von Ajimal warteten wir vielleicht noch ein wenig sehnlicher, als auf den Erstling von Martin Longstaff. Das liegt vor allem daran, dass Fran O’Hanlon, der Kopf hinter Ajimal, das Album bereits vor mehr als einem Jahr fertig gestellt hatte. Auf „Childhood“ bietet der 27-jährige Musiker aus Newcastle komplexe Popsongs, die er über einen längeren Zeitraum an unterschiedlichsten Orten einspielte. In wechselnden Gewändern von reduziert, bis zu ausladend orchestral, behandelt er auf diesem Konzeptalbum das Thema Kindheit auf seine ganze eigene Art.

5. Villagers – Darling Arithmetic

Mit seinem dritten Album „Darling Arithmetic“ beschritt Conor J. O’Brien, alias Villagers, neue Pfade. Er spielte alle Songs allein in seiner Wohnung an der Küste ein und reduzierte die Arrangements größtenteils auf das Zusammenspiel von Gitarre, Stimme und hauchzarten Drums. Nachdem er zuvor Konzeptalben um Themen aus der Literatur, die ihn inspirierten, schrieb, behandelte er nun ganz offen das Ende einer Beziehung und zeigte damit der ganzen Welt seine Gefühle.

6. Autobahn – Dissemble

Manchester und Rockmusik mit Elementen aus Post-Punk, New Wave und Kraut-Rock, das geht immer. So auch bei Autobahn, die mit dieser Mischung ein Debüt schufen, das sich ordentlich bei Stilikonen bedient, jedoch nie altmodisch klingt, sondern den Transfer in die heutige Zeit mit druckvollen Gitarren und aufreibenden Refrains schafft.

7. Desaparecidos – Payola

Mehr als zehn Jahre nach ihrem Debüt waren Desaparecidos, die Saddle Creek Punk-Band um Conor Oberst, endlich zurück. Auf „Payola“ setzte die Band auf poppig angehauchte Punk-Songs mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik und politischem Protest, die dafür sorgte, dass die Band unter Beobachtung der NSA steht.

8. Paul Smith and the Intimations – Contradictions

Ende des Jahres waren Maxïmo Park zum Jubiläum ihres Debüts „A Certain Trigger“ für vier Termine live in Deutschland zu sehen und spielten in Hamburg eines unserer Konzerte des Jahres. Einige Monate zuvor gehörte die Bühne noch Frontmann Paul Smith, der zusammen mit seiner Band The Intimations sein zweites Album „Contradictions“ veröffentlicht hatte, auf dem er vielschichtige Popsongs mit vielen Wendungen, interessanten Geschichten und kleinen Spielereien bot.

9. Blur – The Magic Whip

Dem Quartett von Blur gehörte vermutlich das Comeback des Jahres, das selbst Oasis im Falle eines Comebacks nicht hätten toppen können. „The Magic Whip“ zeigte Blur erstmals seit „13“ von 1999 wieder in Urbesetzung mit Graham Coxon an der Gitarre und bot alle Stärken der Band. Auf „The Magic Whip“ war für jeden etwas dabei. Popsongs mit Retroflair, verspielte Rocksongs, langsame, experimentellere Stücke und Songs für die Ewigkeit.

10. Beirut – No No No

Auch Zach Condon nutzte sein neues Album als eine Art Katharsis. Nachdem er völlig ausgebrannt war, therapierte er sich zunächst allein im Studio selbst und schrieb die Stücke zu „No No No“, bei denen er auf viele der Elemente verzichtete, die vermeintlich markant für Beirut waren. Dennoch klangen die Stücke auch im neuen Klangkosmos von Zach Condon wunderbar vertraut, mit Geschichten, die so hoffnungsvoll und positiv klingen, dass sie den Hörer vermutlich aus jedem Stimmungsloch holen können.

11. Sufjan Stevens – Carrie & Lowell
12. The Twilight Sad – Òran Mór Sessions
13. Rozi Plain – Friend
14. The Slow Show – White Water
15. TRAAMS – Modern Dancing
16. A Mote Of Dust – s/t
17. Beach Slang – The Things We Do To Find People Who Feel Like Us
18. Wavves x Cloud Nothings – No Life For Me
19. Other Lives – Rituals
20. Motorama – Poverty

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