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Blank Maps – Blank Maps EP

Blank Maps EP

Alles, was es bisher vom Quartett Blank Maps aus Newcastle gab, waren ein paar Songs bei Bandcamp und eine kleine Single, die sie auf limitierter Musikkassette veröffentlicht haben. Die vier Songs ihrer ersten EP stellen deshalb so etwas wie ihr Release-Debüt dar. Der EP-Titel könnte nun erst einmal kurz an der kreativen Leistungsfähigkeit der Band zweifeln lassen. Die haben sie nämlich einfach nur ganz schlicht nach sich selbst benannt. Aber darüber sehen wir hinweg und deuten es nicht als mangelnde Kreativität, sondern einfach als Statement, dass diese EP mit ihren vier Songs nach Meinung der Band eben perfekt für den Namen Blank Maps steht.

Obwohl das ja eigentlich auch selbstverständlich ist, gibt es doch bekanntlich keine anderen Releases, die für diese Band stehen könnten. Aber lassen wir das und wenden uns lieber dem Sound der Band zu.

Bei Blog-Kollegen fallen für den Sound von Blank Maps gern Vergleiche mit Sigur Ros, The XX und Foals. Referenzen, die man auf jeden Fall hören kann, geht es rein nach der Atmosphäre. In „Further Maths/Projections“ gibt es sogar ein längeres Basssolo mit schönen Synthie-Einspielungen, das auch so von The XX stammen könnte. Blank Maps legen noch etwas Hall hinzu und weben zusammen mit gefühlvollem Gesang und schwelgendem Gitarrenspiel einen warmen Klangteppich, der sich weich an den Hörer anschmiegt.

Beim Opener „We Go Way Back“ schafft es die Band sogar pluckernde Drumsounds mit stampfenden Beats und drängendem Gitarrenspiel in einem Song zu verweben, der zum entspannt davonschweben lädt. Ein wenig klingt er, als würden sich Efterklang und The Maccabees zusammen austoben. „Just Call“ ist ein ähnlicher Song, der vor allem von einem repetetiven Gitarrenspiel und einem langsamen Beat lebt. Gepaart mit zurückgelehntem Gesang ist dieses ebenfalls herrlich entspannt. Hier erinnert die Band ein wenig an Phoenix, scheut dabei aber auch nicht komplexere Strukturen. Am Ende der EP steht noch das ruhige „1987“ mit leicht schwermütiger Note und einem gewissen Friendly Fires Touch. Highlight und klares Statement des Riesentalents dieser jungen Band ist aber bereits erwähntes „Further Maths/Projections“, das sich mit unglaublich dichter Atmosphäre, komplexer Songstruktur und einschmeichelnder Note zu einem unserer Sommerhits mausern könnte.

Bei Bandcamp gibt es die EP nur noch in geringer Anzahl als Special Edition

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Foto: Caroline Briggs

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