Konzertberichte

Young Rebel Set + The Sore Losers, Luxor, Köln, 08. Dezember 2014

Young Rebel Set

Mit ihrem aktuellen Longplayer „Crocodile“ sind Young Rebel Set nun schon wieder mehr als ein Jahr unterwegs, hauptsächlich natürlich im Vereinigten Königreich, aber wir Deutschen können uns auch nicht gerade beschweren. Dass die Briten aus Stockton-on-Tees aber Spaß am Touren haben, sollte mittlerweile bekannt sein. So hatten die Kölner zwar im Oktober 2013 die letzte Chance auf einen Headlinergig von ihnen, zwischenzeitlich gastierten sie aber im Juni im Düsseldorfer Zakk und im August dann erneut in Aachen und auch auf dem kostenfreien Gamescom Festival auf den Kölner Ringen nur ein paar Tage später. Im Dezember stand jetzt erneut eine Tour mit elf Terminen an, bei der die Band nicht nur durch Deutschland reist, sondern auch in die Schweiz und nach Belgien. Das Konzert in Köln war das erste dieser kleinen Tour und fand dieses Mal nicht im Gebäude 9 statt, sondern auf der anderen Rheinseite im Luxor, eine Nummer kleiner. Wie in Aachen, durften The Sore Loosers aus Belgien den Support geben und spielten die üblichen 30 Minuten, sie selber beschreiben ihre Musikrichtung als eine Mischung aus Rock, Country, Folk und Garage. Folk und Country konnte man aber eher weniger raushören und so klang es wie schon ein paar Monate zuvor leider etwas nach Einheitsbrei, man hatte nach dem Gig keinen Song mehr richtig in Erinnerung.

Kurz nach 21h ertönte dann Fatboy Slims Gangster Tripping als Intro zu dem Matt, Luke, Mark, Chris und Andy die Bühne betraten, um dann akustisch mit Lion’s Mouth loszulegen. Das war dann bereits eine kleine Überraschung, da man dieses Stück sonst eher weiter hinten im Set findet und nicht direkt als Opener, das Ganze dann auch noch akustisch. Doch Sänger Matt performte nicht lange alleine und schon vor dem ersten Chorus setzte die ganze Band ein, um Lion’s Mouth wie gewohnt zu spielen. Weiter ging‘s mit Lied Nummer 2 des Debuts „Curse Our Love“, die Stimmung war bereits so ausgelassen, dass es sich nicht so anfühlte, als ob das Konzert gerade erst angefangen hat. Etwas zusammengequetscht sahen die 5 Jungs auf der kleinen Bühne des Luxors schon aus, bei mehr als 3 Personen ist das aber normal und macht diese Kölner Location irgendwie charmant.

Glücklicherweise mischen Young Rebel Set< Ihre Setlist immer gut durch, sodass kein Song wirklich ausgelassen wird, aber bei jedem Gig eine andere Reihenfolge festgelegt wird. Langweilig wird es auf diese Weise nicht und auf die schnelleren, lauteren Stücke wie Lash Of The Whip oder Strangers (B-Seite von Yesca & The Fear) folgt dann zum Ausgleich das tolle, melodische Berlin Nights. Ab und an richtete Matt auch ein paar genuschelte, aber amüsante Worte ans Publikum, es war jedoch eher ein kleines Kunststück, diese akustisch zu verstehen. So sagte er den „Hit“ der Band mit den Worten „We gonna play a new one“ an, um dann nach mehreren Anläufen If I was anzustimmen. Bei dem Song kann man sicher sein, dass mindestens die Hälfte des Publikums mitsingt, was immer wieder für Gänsehaut sorgt. Kein Wunder also, dass die Band sich das Stück aufhebt und nicht direkt zu Beginn spielt. Der letzte Song vor den Zugaben ist dann tatsächlich ein neuer, und zwar Show Your Feathers & Run.

Anders, wie der Hauptteil, ist die Zugabe immer ähnlich aufgebaut, Matt gibt 2-3 Songs akustisch zum Besten, darunter immer eine kleine Überraschung. Beim letzten Mal in Köln haben sie The Girl From The 51 gespielt, dieses Mal war es Penny. Auch Unforgiven und One Law scheinen schon fest in die Zugaben verankert zu sein. Bei Letzterem kommt Schlagzeuger Luke ,wie gewohnt, mit dem Tamburin zur Unterstützung dazu. Mit Meausure Of A Man verabschiedeten sich alle 5 und zeigten damit nochmal, warum Young Rebel Set live so viel Spaß machen. Man bekommt das geliefert, was man kennt und warum man zum Konzert gegenagen ist: tanzbare, folkige Musik, mit dem gewissen britischen Etwas, ohne Ausreißer.

Setlist:

Lion’s Mouth
Walk On
Tuned Transmission
Precious Days
Borders
Lash Of The Whip
Strangers
Berlin Nights
Reap The Whirlwind
Another Time, Another Place
Where Have I Been Going
Yesca & The Fear
If I Was
Show Your Feathers & Run

Penny
Unforgiven
One Law
Measure Of A Man

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