Konzertberichte

Young Rebel Set + Dear Lament, FZW, Dortmund, 01. April 2011

Foto: Chiara WhiteTapes

Eigentlich ärgerlich, dass ich es am Freitagabend das erste Mal geschafft habe mir Young Rebel Set anzusehen. Wieso es vorher nie geklappt hat? Ich hätte vielleicht meine Prioritäten anders setzen sollen. Hätte ich gewusst, wie großartig diese Briten sind, hätte ich das wahrscheinlich getan. Young Rebel Set ist also definitiv eine Band, die auch von mir deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Aber das werden sie bekommen. Sehr gern sogar.

Als Support spielten Dear Lament im kleinen Glasanbau des FZW. Die vier Kölner erinnern mich sehr an The Dodoz aus Frankreich und damit an eine meiner Lieblingsbands. Das macht es ihnen eigentlich nicht leicht, aber dennoch schafften sie es mich zu begeistern. Im Sound von Dear Lament meinte ich nämlich noch Einflüsse von Paramore oder gar Garbage herauszuhören. Sängerin Jenny hat eine Stimme von der sich andere große Künstlerinnen doch wirklich mal eine Scheibe abschneiden könnten. In einigen Gitarrenparts kamen dann noch ein paar Foals-Elemente unter. Insgesamt eine interessante Mischung.

Weiter ging es eine Treppe tiefer im „Kellerraum“ des FZW. Das Schlagzeug mit seiner unübersehbaren Aufschrift versprach bereits beim Reinkommen, dass hier gleich tatsächlich Young Rebel Set auf der Bühne stehen würden. Immerhin war es ja der 1. April und man weiß ja nie was für Scherze mit uns getrieben werden. Aber die Briten betraten wirklich die Bühne in Dortmund, allerdings nur zu sechst. Die Halle war richtig schön voll und bereits mit dem ersten Ton wippten alle gut gelaunt mit. Überall wurde ausgiebig getanzt und mitgesungen, was ja auch nicht besonders verwunderlich ist. Bei dieser Art von Musik ist es ja eigentlich unmöglich still herumzustehen.

Das durch alle Altersklassen gemischte Publikum zeigt mal wieder eines –gute Musik ist zeitlos. Die Leichtigkeit mit der Young Rebel Set ihre Songs zum Besten geben ist wirklich erfrischend. Keine Attitüden, kein Gepose, kein gelangweilter Auftritt frei nach dem Motto „Musik ist auch nur ein Job“. Den Herren scheint es wirklich Spaß zu machen auf der Bühne zu stehen und das übertragen sie einfach auf das Publikum.

Da ich, Schande auf mein Haupt, vorher noch keine CD von den Briten besessen habe, nur immer mal wieder online in ihre Musik reingehört habe, kann ich nicht sagen, dass ich mich besonders über bestimmte Titel gefreut habe. Das gesamte Konzert hat mich einfach total umgehauen und mich sofort veranlasst das Mini-Album und die EP zu kaufen. Wer dieser Band also auch noch nicht so richtig beachtet hat, dem sei gesagt: Geh zum Konzert, erleb sie live, kauf die CDs, T-Shirts, was auch immer und erfreue dich daran. Es lohnt sich definitiv.

Fotos: Chiara WhiteTapes, mehr hier

Foto auf Startseite: Ariane WhiteTapes

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