Konzertberichte

Stornoway + Lingby, Gebäude 9, Köln, 13. April 2011

Am Mittwoch ging es zum zweiten Konzert von Stornoway in Köln. Diesmal spielte die Band aus Oxford im Gebäude 9, was bereits um Einiges größer ist als das Studio 672. Ausverkauft war das Konzert jedoch nicht.

Pünktlich um 20.00 wurden die ca. 10 wartenden Leute eingelassen. In die eigentliche Konzerthalle ging es dann aber erst 45 Minuten später. Dann kamen auch schon bald Lingby, der Support des Abends. Zuerst wunderte man sich noch, wie man den Namen aussprechen sollte, als der Sänger das Publikum dann jedoch überraschend auf deutsch begrüßte und die Band vorstellte.

Es wurde zwar aufmerksam zugehört und applaudiert, jedoch hat man wie häufiger bei Support-Acts das Gefühl, froh zu sein, wenn sie die Bühne wieder verlassen. Ihre Musik lässt sich als eine Mischung aus Folk und Pop beschreiben, die auch Elemente von Stornoways Musik hat.

Nach 22.00 betraten dann endlich Stornoway die Bühne, um unter anderem Stücke von ihrem Debütalbum „Beachcomber’s Windowsill“ zu präsentieren. Bei Live-Auftritten bestehen sie aus fünf Mann: Sänger Brian Briggs, Schlagzeuger Rob Steadman, Keyboarder Jonathan Ouin, Bassist und Multiinstrumentalist Ollie Steadman und zusätzlich noch Adam Briggs als Trompeter. Mit „I Caught The Sun“, dem zweiten Track vom Album, begannen sie ihr Konzert. Das Publikum war gemischt und nicht zu dicht aneinander gedrängt konnte man angenehm zuhören. Man sah eher zurückhaltendes Tanzen und einige zufriedene Gesichter.

Natürlich wurden die meisten Stücke des Albums gespielt, da Stornoway noch nicht so viel eigenes Material haben. „November Song“ und „When You Touch Down From Outer Space“, die nicht auf dem Album zu finden sind, wurden zwischen Songs wie „Watching Birds“ und „The Cold Harbour Road“ gespielt. So war genug Abwechslung da. Ein Song wurde zum Beispiel dem verstorbenen Eisbären Knut gewidmet. Auch das Opossum Heidi wurde erwähnt, was zu Gelächter im alten Gebäude 9 führte. Außerdem kündigte Brian an, dass sie dieses Jahr auf dem bereits ausverkauften Haldern Pop Festival in Rees spielen werden.

Nach „Zorbing“ verließ die Band kurz die Bühne um für eine Akustik-Version von „We Are The Battery Human“ zurückzukehren. Insgesamt zwei Mal performten sie ohne Strom, hier kommt die Stimme des Sängers im aufmerksam lauschenden Raum besonders gut zur Geltung, selbst ohne Mikrofon. Danach war das Konzert jedoch endgültig zu Ende, am Merchandise Stand signierten sie später noch Poster und Anderes und unterhielten sich mit den noch wartenden Besuchern. So konnte man den gelungenen Abend ausklingen lassen, um sich dann auf den Weg nach Hause zu machen, während es für Stornoway am nächsten Tag nach Paris ging.

Fotos: Stephanie WhiteTapes

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