Konzertberichte

Haldern Pop 2014 – Rees-Haldern, 7. – 9. August 2014

Haldern Pop 2014

Das zweite August-Wochenende ist traditionell Haldern Wochenende. Zum 31. Mal luden die Macher dieses Jahr zu 3 Tagen Musik im beschaulichen Haldern am Niederrhein…. und die Massen folgten dem Ruf. Nur 2 Wochen nach Vorverkaufsbeginn im letzten Jahr war das Festival restlos ausverkauft. Ein Rekord.

Donnerstag, 7. August

Der erste Festivaltag ist immer noch etwas relaxter, als das Festival an sich schon. Stress braucht man sich nicht zu machen.

Tom The Lion bereitete den Tagesauftakt in der Dorfkirche. Kurz darauf 17:40 folgte schon das erste Highlight der 3 Tage: Ed Harcourt hatte nach 2003 und seinem Auftritt bei der Zelttour 2006 endlich wieder den Weg zum Festival gefunden. Bei seinem Auftritt betraten auch das erste Mal dieses Jahr Stargaze die Bühne. Gänsehaut und glitzernde Augen so früh zu Beginn des Events legten die Latte gleich ein paar Meter höher.

Zu gleicher Zelt wurde auf dem Platz auch das Spiegelzelt mit Mariam The Believer eröffnet, die Ed Harcourt in der Kirche in nichts nachstand. Ein kleiner Wermutstropfen folgte, als bekannt wurde, dass Big Sixes ihren Auftritt am frühen Abend in der Haldern Pop Bar abgesagt hatten. Für Ersatz war aber schnell gesorgt. AnnenMayKantereit nahmen den Platz von Jeff Beadle ein und dieser rückte an die Stelle von Big Sixes.

Als um 18.25 dann die Byzanzstage (ehemals Biergartenbühne) durch Big Ups und einer gehörigen Portion Lautstärke und Krach eröffnet wurde, schien jeder seinen Platz für den Tag gefunden zu haben. Die Kirche war weiterhin gut gefüllt, das Zelt platzte aus allen Nähten und vor der Byzanzstage kam Festivalstimmung auf. Generell war der erste Tag der lauteste. The Districts und Royal Blood im Zelt, Fat White Family auf der Bühne davor und Big Ups in der Pop Bar boten somit so viel Krach, wie die weiteren Tage es nicht mehr schaffen würden. Ein wenig gewagt, aber für die richtige Stimmung gleich zu Anfang keinesfalls schlecht gewählt.

Sam Smith, der am Freitag noch ein Set auf der Hauptbühne haben würde, beglückte die Kirchenbsucher bereits Donnerstags mit intensiven Klängen in klassischem Singer Songwritertum mit starkem Souleinschlag. In die Kirche passte das sehr viel besser, als einen Tag später im Regen auf der Hauptbühne.

Der Haldern Pop Shop war an diesem Wochenende ebenfalls geöffnet, bot aber nicht nur Platten zum Verkauf, sondern auch Sessions von The Slow Show und Jeff Beadle.

Der erste Tag neigte sich langsam dem Ende während Kurt Vile als Haldern Wiederholungstäter die Byzanzstage durch Mitternacht führte und die Leute lockte, die mit noch souligeren Klängen im Spiegelzelt nichts anfangen konnten. Dort spielte nämlich Eurosonic Norderslag liebling Benjamin Clementine sanfte Noten, die ein wenig zu sehr an Haldern Urgestein Patrick Watson erinnerten, aber, wie auch bei Watson, für eine wahnsinnig dichte Atmosphäre sorgten. Ein klarer Unterschied jedoch: Patrick Watson ist es einfach egal, wie er auf der Bühne wirkt oder aussieht. Da werden hier und da die Augen verdreht und das Piano zum bersten bearbeitet, dass man fast Angst um das schöne Instrument kriegt. Clementine hingegen schien eher abgeklärt, in sich ruhend. Kein Manko natürlich und vielleicht auch der späten Stunde geschuldet oder dem Erfolg, den er seit Anfang des Jahres beim niederländischen Eurosonic hatte. Musikalisch top, menschlich vielleicht einfach auch noch zu jung, um das all das so schnell verarbeiten zu können. Eventuell hat es auch mit daran gelegen, dass er noch mehr Erfahrung darin bekommen muss, zu später Stunde mit teils betrunkenen, lauten Leuten im Publikum fertig zu werden..

Freitag, 8. August

Zum ersten Mal wurde auch am zweiten Tag die Kirche den Festivalgängern und Musikern geöffnet und das sogar schon um 11.00 Morgens. André de Ridder und sein Stargaze Ensemble durften da nicht fehlen und warteten gleich mit 2 Kollaborationen auf. Um 13:15 war es dann Zeit für Rhodes, der England bereits ein vielversprechender Name ist, dabei hat er bisher nur 2 EP’s veröffentlicht. Seine außergewöhnliche Stimme und seine sanften, aber drängenden Arrangements wären vielleicht im Spiegelzelt besser für mehr Leute zugänglich gewesen, passten aber perfekt in die akustik der Kirche. Im Anschluss sollte am Nachmittag dann Londoner Alexi Murdoch die Kirchenbesucher in staunen versetzen, passenderweise mit der Unterstützung von Stargaze. Auch hier hätte das Spiegelzelt zwar wieder genauso gut gepasst, in der Kirche wurde jedoch ein einzigartiges Gefühl erzeugt, mit dem das Zelt, wenn überhaupt, erst nach Einbruch der Dunkelheit mithalten kann.

Die Pop Bar war währenddessen von Jeffrey Lewis und The Mispers bespielt worden und bot somit ein gutes Kontrastprogramm für diejenigen, die entweder nicht mehr in die Kirche reingekommen waren oder deren Fall die dort spielenden Musiker nicht waren.

Im Anschluss wurden auch endlich die Tore zum Reitplatz geöffnet, der sich blitzschnell füllte. Das Grand Hotel Van Cleef Signing East Cameron Folkcore versetzte die Zuschauer mit viel Männlichkeit in Festivalstimmung. Leider wirkte es einfach oft, als hätten 3 Doors Down ihre Musik mit Ska und Folk angereichert. Die Quotenfrau, die eigentlich nur für „Ooohs“ da zu sein schien, machte dies auch nicht besser. Eines muss man den Texanern aber lassen: druckvoll war es und obwohl das Gelände gerade erst geöffnet hatte, war man direkt vollends im Geschehen.

Haldern Label Band Honig , der es vom Haldern-Fan zum Bühnenact gebracht hat, stand im Anschluss dessen mit großen, leuchtenden Augen auf der Bühne und schien den Unterschied zum Spiegelzelt gar nicht fassen zu können. Die Zuschauer dankten ihm seine Spielfreude und gab zurück, was von der Bühne an Spaß und Wärme durch den leider einsetzenden Regen auf sie prasselte.

Der Regen machte von da an bis Nachts dann leider keine Pause mehr. Aber störte wenig. Bei einem Festival muss man einfach damit rechnen, dass man seine Gummistiefel auch brauchen wird. Mit diesen Massen an Regen und dem Sturm hatte allerdings niemand so recht rechnen können. Trotzdem war die Stimmung gut. Weniger gut war das Meer an Regenschirmen, das sich auftat. Wer nimmt Regenschirme mit zu einem Festival und spannt diese, Weg und Sicht versperrend, teils sogar in den ersten Reihen vor der Bühne auf? Dafür gibt es Regencapes. Die Wehen einem bei Sturm auch nicht weg und schlagen auch niemandem auf den Kopf oder in das Gesicht. Man wartete also im Regen entweder auf My Brightest Diamond (mit Stargaze), die u.a. ihr neues Album auf der Hauptbühne zum Besten geben würden oder man huschte schnell zum Spiegelzelt, wo Nick Mulvey einen 45 Minuten Lang wohlig einlullte und den Regen draußen vergessen ließ.

Da der Regen nicht aufhörte, tat man gut daran, im Zelt zu bleiben, in dem Luke Sital-Singh, der im letzten Jahr die Kirche bespielte und auch bei der diesjährigen DVD Premiere in Haldern seine Songs zum Besten gab, für den erkrankten George Ezra einsprang. Dass die Schlange vor dem Zelt lang würde, war absehbar. Dass sie allerdings vom Zelt bis fast zum Eingang Reitplatzes reichte, grenzte an Wahnsinn. Wer ihn 2013 in der Kirche verpasst hatte, bekam Gänsehautmomente ohne Ende geboten. Wer ihn schon kannte, bekam zwar nichts Neues, wurde aber gleichermaßen mit Sital-Singhs reiner und gleichzeitig gewaltigen sowie zerbrechlichen Stimme gefangen genommen. Gerade der Wechsel zwischen Akustik- und E-Gitarre kitzelt immer wieder etwas Besonderes aus den sonst einfachen Songs.

Wer im Regen ausgeharrt hatte, durfte sich nach My Brightest Diamond über Wiederholungstäter Ewert And The Two Dragons freuen. Leichter Folkpop auf der Hauptbühne, der ganz gut den frühend Abend einläutete.

Der Australier Chet Faker brachte sein funkig, souliges Debütalbum vor das Publikum und hätte eigentlich eine gute Vorbereitung auf den folgenden Sam Smith sein können. Dieser blieb allerdings bei vollem Reitplatz und strömendem Nass von oben weit hinter den Erwartungen zurück, die er selbst am Vortag in der Kirche geschürt hatte. Vielleicht passte der Musiker auch einfach nicht wirklich zum Haldern. Wobei sich das Festival doch gerade durch vermeintlich „unpassendes“ mit auszeichnet. Der Funke bei Smith wollte jedoch nie so recht über springen. Er wirkte eher lustlos (angesichts des Wetters nicht wirklich zu verübeln) und die Musik altbacken und aufgesetzt. Der Applaus war ihm jedoch gewiss. Warum auch nicht. Er hatte es gut gemacht und an der Qualität der Musik gibt es nichts auszusetzen. Der ein oder andere schien jedoch zu bereuen, nicht doch noch in das Spiegelzelt gewechselt zu haben.

Mit All The Luck In The World, Ry X und Boy & Bear wartete diese Spielstätte mit Bands auf, die die allseits gelobte und geliebte Atmosphäre des Haldern Pop Festivals nur allzu gut widerspiegelte. Locker, leicht, tanzbar, aber genauso geeignet, um sich ins Gras zu legen und zu Träumen – so das Gras denn nicht vollkommen durchnässt und bereits mit Schlamm durchzogen war. Die Wege von Hauptbühne zu Spiegelzelt, den Essensständen etc. glichen mittlerweile eher einer Schlammkuhle. Das soll zwar für die Haut gut sein, ist im Dunkeln mit noch mehr kühlem, klaren Nass von oben jedoch nicht die optimale Situation, wenn man nicht auf Rutschpartien steht.

Auf der Hauptbühne bildete Lee Fields das Schlusslicht des Tages und wirkte, wie letztes Jahr auch, doch ein bisschen unpassend, obwohl er die Massen wieder mit sich riss. Ob so ein Künstler auf einem Festival wie dem Haldern zwischen halb 1 und halb 2 nachts unbedingt sein muss, ist eine Frage, die nur die Verantwortlichen klären können. Wir persönlich hätten an dieser Stelle eher Black Lips, Ought oder The Acid vom Zelt auf die Hauptbühne verlegt. Alle drei geleiteten die Besucher allerdings im sehr stickig, schwülen Zelt, das eine eigene Wetterzone zu sein schien, in die Nacht.

Das klappte auch wunderbar. Hätte auf der Hauptbühne nur mehr Leuten die Möglichkeit gegeben noch einen krachenden Abschluss des zweiten Tages zu finden. Ought wurden bereits im Vorfeld als eine Art Geheimtipp gehandelt und drehten auf der Bühne so auf, dass das Prädikat Geheimtipp auch gerechtfertigt war (die Band ist im Herbst auf Deutschlandtour). The Acid als Rausschmeißer waren perfekt gewählt. Irgendwann zwischendurch hatte der Regen ein erstes einsehen und hielt inne. Wer ein Fesival so viele Stunden begleitet, hat dann auch Applaus und Jubel verdient, wenn er „die Bühne“ verlässt.

Samstag, 9. August

Haldern Pop 2014

Am nächsten Morgen wurden jedoch die Ausmaße deutlich. Pavillons, Zelt, sogar Schuhe waren weggeflogen und mussten entweder dauerhaft als vermisst gemeldet werden oder in weiterer Umgebung gesucht werden. Viele Stellen waren aber auch über Nacht und der Morgensonne getrocknet. Der Rasen gut begehbar. Eigentlich waren Gummistiefel überflüssig. Das Bild sah bei den Verbindungswegen allerdings schon ganz anders aus. Eine einzige Matschkuhle vor den Essensständen auf dem Reitplatz, vor den Dixies und den meist gelaufenen Wegen. Immerhin hielt sich der Regen am letzten Festivaltag zurück und ließ Sonne zu. Die Flip Flops, Sneaker und Füße waren Matschverklebt, aber was soll’s!

Die Highlights des dritten Tages, begannen um kurz vor 15:00 Uhr. Dawes, die Backingband von Conor Oberst, lockte die Menschen ins Zelt und wer noch nicht ganz wach war, konnte sich zu Sanften, aber bestimmten Klängen die Glieder recken und in den Tag starten. Direkt Im Anschluss weckten Champs die Tanzlust mit poppigem Indie Rock von der Isle Of Wight in England.

Haldern Pop 2014

Wer eher auf bezaubernden Woodstock-Mädchengesang stand, fand sich vor der Hauptbühne zu First Aid Kit aus Schweden ein. 2 Mädels mit langen Haaren und hübschen, goldenen Kleidchen, die auch aus der Ferne zu verzücken wussten. Wer ein wenig tiefer in der Materie steckt, der weiß, dass First Aid Kit eng mit Conor Oberst befreundet sind, der später die selbe Bühne betreten würde. Wer noch ein wenig tiefer in der Materie steckt, hat in diesem Sommer mitbekommen, dass sobald beide bei einem Festival spielen und Zeit haben, sich gegenseitig auf der Bühne unterstützen. Und so kam es, dass Conor Oberst mitten im Set mit breitem Hut und Sonnenbrille auf die Bühne hüpfte und seine beiden Schwestern, wie er sie später benennen würde, gesanglich unterstützte. Definitiv ein Highlight, wenn auch kein sonderlich überraschendes. Die, im Vergleich, süßlichen Songs der wohl am unschuldigsten aussehenden Mädchen wurde vom Bruce Springsteen Alt Rock/Americana von Augustines abgelöst. Bisher war der Sound beim Festival ohne größere Ausrutscher gewesen. Bei Augustines dröhnte es aber nur so, ob es die Gitarren oder der Bass war, war nicht mal mehr zu erkennen. Das Mikrofon schien auch nicht gut abgemischt. Von etwas weiter weg hörte man nur noch dröhnen und Gejaule, das jedoch laut und druckvoll.

Im Zelt boten Speedy Ortiz gleichfalls rockigen Ausgleich, bevor das Festival in beschaulichere Musik wechseln würde. Hozier blieb glanzlos, wie auch Fink auf der Hauptbühne. Bei ersterem fiel zu deutlich auf, dass einfach nicht so viel hinter den dichten Songs steckt, wie man vielleicht mein. Bei letzterem war evtl. der Sonnenschein schuld, dass die Musik nicht recht so wirken wollte, wie sie könnte. Im Zelt oder zu späterer Stunde hätte das sicher anders ausgesehen. Fielen waren auch für Conor Oberst schon da, der im Anschluss um 19:30 die Bühne einnehmen würde.

Haldern Pop 2014

Eine Spannung lag in der Luft, die es nur selten beim Haldern gibt. Der einstige Junge aus Omaha schien auch mit 34 schon im Vorfeld die Gemüter positiv zu erhitzen. Mit auf die Bühne wanderten neben ihm dann nicht nur Dawes, sondern gleich auch die Mädels von First Aid Kit – mittlerweile in unschuldigen, weißen Kleidern. Eine Stunde lang wurden das lachenden Publikum mit strahlenden Augen voller Schwung von ebenso vielen Bright Eyes Songs, wie neuen Songs vom aktuellen Album unterhalten. Oberst konnte sich zwar nicht mehr an seinen ersten Haldern Auftritt 2003 erinnern, fand die Tatsache, dass er schon einmal da gewesen zu sein schien, jedoch toll und entschuldigte sich, dass er mittlerweile so „alt und außer Form“ sei.

First Aid Kit sangen dabei nicht nur im Background mit, sondern durften sich die zweite Strophe von „Lua“ ganz zu eigen machen. Wie das bei Highlights nun einmal so ist, geht die Spielzeit scheinbar viel zu schnell vorbei. Conor Oberst, Dawes und First Aid Kit verließen die Bühne jedoch nicht ohne nochmal gerockt zu haben, denn auch das kann das einstig zerbrechliche Wunderkind sehr gut. „Another Travelling Song“ wurde gewohnt ausgerockt, nach hinten hin nur noch Krach gemacht.

Ein würdiger Abschluss bevor kurz darauf Patti Smith die Hauptbühne betreten würde. Auch sie war, wie Ed Harcourt und Conor Oberst, zuletzt 2003 beim Haldern Pop Festival gebucht worden.

Zu Patti Smith braucht man nicht viel sagen. Eigentlich darf man bei einem Festival, wo sie auftritt, nicht einfach etwas anderen anschauen, ohne auch nur einen Song gehört zu haben. Natürlich ist dies auch Geschmackssache. Aber wie hört es sich denn an, wenn man nachher sagt „och, ich hab lieber am See gechillt, als Patti Smith gespielt hat“. Einen Song mindestens sollte man sich antun, wenn man schon die Chance bekommt. Man kann sich ja immer noch was zu Essen holen währenddessen und aus der Ferne seine Pizza essen.

Die A… Karte des Festivals hatte wohl Enno Bunger und Liveband (diese wechselt, da sich Enno Bunger als Band aufgelöst haben. Dieses Mal an der Gitarre: Polarkreis 18 Gitarrist, Lestat Vermon Sänger und Teil von Woods Of Birnam, Philip Makolies), der genau während Patti Smith spielen musste. Er war selbst verwundert, dass dann doch so viele den Weg zum Spiegelzelt gefunden hatten, welches vor lauter Menschen zu bersten schien. Ob wirklich alle für ihn da waren oder nicht doch bereits für Mark Kozelek und Sun Kil Moon, sei mal dahin gestellt. Enno Bunger und Band machte es sichtlich Spaß den einzigen deutschsprachigen Slot des Haldern darzustellen und hätte er auf englisch gesungen, wären die Grenzen zu Balthazar letztes Jahr fließend gewesen. Eine schöne, dichte Stimmung wurde erzeugt, die bestens auf die Schwere von Sun Kil Moon vorbereitete.

Haldern Pop 2014

Um kurz vor 23.00 Uhr stand die Underdoglegende Mark Kozelek dann mit Band auf der Bühne, bzw. saß. Sein aktuelles Album unter dem Pseudonym Sun Kil Moon ist eines der besten des Jahres und so verwunderte es nicht, dass das Spiegelzelt nicht nur vor lauten Menschen zu bersten drohte, sondern auch die Atmosphäre so dicht war, dass man sie hätte schneiden können.

Viel Licht braucht es nicht, wenn die Musik stimmt. Einen besseren Ort, als das Zelt hätte man nicht wählen können. Auch wenn durch die Enge des Zelts und die ruhige Musik die Gespräche einiger im Publikum etwas zu gut zu hören waren, weshalb Kozelek, wie am Tag zuvor Clementine, einschreiten und das Publikum um Ruhe bitten musste.

Auf der Hauptbühne breitete Bernhoft auf Connan Mockasin vor. Unspektakulär. Schöne Stimme. Will vertrackter sein, als es ist. Aber letztendlich nicht schlecht als Einstieg zu Connan Mockasin, der kurz nach Mitternacht schon im eigenen Schlafgewand freakig großartig die späte Stunde nutzte und ein wenig wie eine Gestalt direkt aus einer Sage herausgesprungen wirkte. Klasse.

Bis fast 2:00 Morgens spielten im Zelt noch Wintergatan und Kwabs, zu denen wir leider nichts sagen können, aber vom anhören vor dem Festival her, waren beide gute Festivalrausschmeißer, die das Publikum wohl müde, aber glücklich in die Nacht und seine Zelte entließen.

Wir freuen uns auf nächstes Jahr. Danke für den Spaß, für Speis‘ und Trank, schöne Bekanntschaften und bis August 2015 ist auch sicher der Matsch wieder verschwunden!

Fotos: Conor Oberst und First Aid Kit: Ariane WhiteTapes // Champs und Sun Kil Moon: Katrin B. (In Bed With… Sessions)

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