Konzertberichte

Frankie & The Heartstrings, Ekko, Utrecht, 07. Mai 2011

Unsere Neigung für die Musik der Sunderlander von Frankie & The Heartstrings dürfte wohl kein Geheimnis sein. Mit ihrem Debüt „Hunger“ lieferten sie ein Album voll von erstklassigem 50er bis 80er Jahre inspiriertem Indie-Rock und wissen auch live zu überzeugen, wie sie unlängst auch beimKonzert in Hamburg unter Beweis stellten.

Einige Wochen nach ihrer Deutschland-Tour führte der weg der Briten nun durch unser flaches Nachbarland. Da ist es klar, dass wir ebenfalls den Weg nach Utrecht antreten, um die Jungs im schönen Ekko direkt an den Grachten der Innenstadt zu besuchen. Pünktlich um 21:30 Uhr standen Dave Harper, Mick Ross, Michael McKnight, Steven Dennis und Frankie Francis dann auch schon auf der für einen Club von diesem Format relativ großen Bühne und legten mit dem zackigen „Possibilities“ gleich zügig los. Mit „If I Was Someone“ präsentierten die Briten dann sogar schon sehr früh im Set einen neuen Song, der gleichzeitig zeigte, dass wir auch nach dem Album weiterhin tolle Songs von diesem Quintett erwarten können.

Nach dem dritten Song verließ Sänger Frankie die Bühne und nutzte den Raum vor der Bühne zum tanzen und umherschreiten. Raum hatte er dort auch genug, denn die knapp 100 Anwesenden Besucher standen mit drei Metern Abstand zur Bühne in einem Halbkreis. Auf diese Art überbrückten Frankie & The Heartstrings gekonnt die Distanz und sorgten für noch bessere Stimmung. Zwar war Frankie während Songs, wie „Tender“, „Hunger“ und der tollen aktuellen Single „That Postcard“ neben einigen Besuchern in den ersten Reihen, der einzige der tanzte, die Stimmung war dennoch herzlich und nach jedem Song wurde mehr als anerkennender Applaus gespendet. Für’s tanzen war es mit gefühlten 40 Grad im Raum auch ein wenig zu warm.

Mit „Berlin Calls“ fand sich kurz vor Schluss sogar noch ein weiteres neues Stück im Set, das Frankie auch mit entsprechendem Hinweis ankündigte. Das Ende des Sets markierte das tolle sechsminütige „Fragile“ mit tollen Wechseln zwischen langsamen Strophen, schnellen Refrains und einem sich herrlich in den Song steigernden Frankie, der am Ende artig Danke sagte, seine Flasche schnappte und in den Backstageraum entschwand. Leider keine Zugabe, dafür aber wieder 45 Minuten mitreißender Popmusik einer Band, die noch viel viel mehr Aufmerksamkeit verdient.

Fotos: Ariane WhiteTapes, mehr hier

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