Konzertberichte

Death by Pop Opening Party, White Trash, Berlin, 01. Juli 2011

Death by Pop. Tod durch Pop. Zuckersüße Indie-Pop-Refrains die langsam die Atemwege verkleben und zu langsamen Herzstillstand auf der Tanzfläche führen, Gitarrenriffs, die eben dieses direkt angreifen und es wie Messer durchlöchern oder einfach nur Tanzen bis zum Umfallen. Die Indie-Institution Death by Pop ist für all das seit Jahren bekannt. War sie früher im Bang Bang Club (mittlerweile Leeve) beheimatet, so nennt sie seit der Eröffnungsparty am 01. Juli diesen Jahres das White Trash sein zu Hause – ab sofort werden uns dort jeden Freitag (ja, jeden Freitag) die Indie-Hits von gestern, heute und morgen um die Ohren geschlagen. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es obendrauf noch jede Menge namenhafter Live-Acts. Den Anfang machten am 01. Juli Everybody was in the French Resistance…Now!, das aktuelle Projekt der Art Brut Frontsau Eddie Argos und Dyan Valdés, die sonst bei The Blood Arm die Keyboard-Tasten drückt und außerdem noch Tisch und Bett mit Herrn Argos teilt – seit einigen Monaten auch in Berlin-Neukölln. So vereint der Auftritt der Beiden sozusagen perfekt britisches Indie-Tum und deutsches Hauptstadt-Flair. Live noch um die Präsenz von Nathaniel Fregoso, seines Zeichens Gitarrist von The Blood Arm, erweitert, könnte man das hier fast den Auftritt einer Indie-Supegroup nennen, aber wir wollen schließlich nicht übertreiben. Was Eddie Argos bei Art Brut schon konnte, hat er bei Everybody was in the french resistance…Now! auch nicht verlernt. Das Wort Selbstironie prangt immer noch auf seiner Stirn, und wer Fan seines nerdigen Sprechgesangs ist, ist mit dem Auftritt gut bedient.

Die Fotos des Abends, sowie der nachfolgenden Parties mit Gary Powell von den Libertines an den Turntables und dem Auftritt der Bishops, findet ihr auf //deathbypopclub.com, sowie auch die Infos zu den kommenden Parties mit unter anderem Eight Legs!

Wenn ihr in Zukunft nach einer Nacht voller tanzbaren Indie-Songperlen lechzt, wisst ihr wo ihr euch vertrauensvoll hinwenden könnt.

Death by Pop, jeden Freitag im White Trash, 22h-6h, 6 Euro.

Foto: Discordant Photography

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