Konzertberichte

Dangers Of The Sea – Eule, Münster, 22. Mai 2013

Dangers Of The Sea - Eule, Münster, 22. Mai 2013

Es gibt so Bands und Releases, die gehen trot aller Aktualität gern mal an einem vorbei. So geschehen auch mit dem Debüt der Dänen von Dangers Of The Sea, das schlicht den Namen der Band als Titel trägt. Glücklicherweise gibt’s neben anderen Blogs, Newslettern und Magazinen aber auch noch hiesige Clubs in denen Konzerte stattfinden. Da die Eule in Münster das Konzert der Band ankündigte hörten wir einmal rein und beschlossen spontan uns die Band einmal anzuschauen. Da wir es bis dato auch nie geschafft hatten, einen Termin in der Eule wahrzunehmen, waren Dangers Of The Sea umso willkommener.

Der Beginn des Abends war für 21:30 Uhr angekündigt und da um 23:00 Uhr bereits eine Party vorgesehen war, fanden wir uns pünktlich ein. Mit nur 10 Minuten Verspätung standen die vier Dänen von Dangers Of The Sea dann auch schon auf der Bühne. Wobei der Begriff Bühne in der Eule relativ zu sehen ist. Vielmehr handelt es sich um den hinteren Teil der Tanzfläche auf Höhe des DJ-Pults. Für gute Sicht war dennoch gesorgt, das Konzerte in der Eule gern auf den dafür vorgesehenen Kissen im Sitzen verfolgt werden.

So versprach der Abend auch eine Spur Gemütlichkeit. Dangers Of The Sea merkten an, dass sie sitzendes Publikum mittlerweile gewöhnt seien, da sie am Vorabend in Leipzig in einem Wohnzimmer gespielt hätten, wo auch der größte Teil saß.

Dangers Of The Sea - Eule, Münster, 22. Mai 2013

Wie auch ihr Album eröffneten Dangers Of The Sea mit dem karg instrumentierten „Your Hands Are Folded“, das ein wenig an Stornoway erinnerte. Hübscher Chorgesang mit ruhiger Gitarrenmelodie sorgten zudem direkt für eine angenehm, intime Atmosphäre. Die Instrumentierung nahm in der Folge natürlich etwas zu und bestand aus der klassischen Zusammensetzung von Akustik-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard. Damit erzeugten Dangers Of The Sea durchaus reifen Folk-Pop mit skandinavischer Note, der live etwas zwingender und interessanter wirkt, als auf den Albumaufnahmen. Besonders stimmlich wusste die Band zu überzeugen. Sänger Andreas Bay Estrup erinnerte stimmlich ein wenig an Tim Smith von Midlake, besonders, wenn er ein wenig Timbre einsetzte. Gerade, wenn die Band mit Backgroundgesang unterstützte waren Parallelen zu den Amerikanern auszumachen.

Durch die Durchmischung des Sets mit etwas schnelleren, tanzbaren Indie-Nummern gelang es Dangers Of The Sea in den knapp 45 Minuten ihres Sets für die nötige Portion Abwechslung zu sorgen und sogar einige Zuschauer zum Tanzen zu bringen. So blieb nur ein Fazit für den Abend in der Eule: Auch wenn Dangers Of The Sea auf ihrem Album vielleicht nicht immer spannend wirken, lohnt sich ein Konzertbesuch bei ihnen. Die Chance dazu ist allerdings vorerst vertan, da das Konzert in Münster der Abschluss der Deutschland-Tour war.

Fotos: Ariane WhiteTapes, mehr hier

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