Konzertberichte

Cargo City – Teilchen & Beschleuniger, Münster, 28. März 2012

Cargo City

Ganze fünf Jahre ist es schon her, dass der junge Frankfurter Simon Konrad sein Singer-Songwriter-Projekt Cargo City gründete. Bereits ein Jahr später veröffentlichte er sein Debüt „How To Fake Like You Are Nice And Caring“ und durfte sich mit den Singles „When I Sleep I Disappear“ und vor allem „Ode To No One“ über ausgeprägtes Radio-Airplay freuen. Wieder ein Jahr später folgte das Zweitwerk „On.Off.On.Off.“ und ein weiterer Beleg für das songwriterische Talent von Simon Konrad.

Cargo City war nun endgültig etabliert als Name für gut gemachten Songwriter-Pop mit Tiefgang. Auch das Kino wurde auf ihn aufmerksam und 2010 durfte er Songs zum Film „Vincent Will Meer“ beisteuern. Und wieder ein Jahr später folgte dann mit „Dance/Sleep“ auch schon das dritte Album in fünf Jahren Geschichte. Aus Cargo City ist mittlerweile eine komplette Band geworden. Mit Simon Konrad als Frontmann.

Jetzt 2012 brach der Frankfurter auf, um zum fünfjährigen Jubiläum eine Akustik-Tour als Dankeschön für die Fans zu spielen. Eine Tour, die Cargo City auch zum mittlerweile vierten Mal nach Münster führte.

Im kleinen Studenten-Cafe an der Wolbecker Straße war es bereits früh gut gefüllt. Kein Wunder, haben sich Cargo City doch in der Fahrrad-Stadt einen Namen erspielt. Und wer bei den letzten drei Besuchen der Truppe anwesend war, weiß auch, dass sie es immer wieder schaffen, eine tolle Stimmung erzeugen können.

Cargo City - Teilchen & Beschleuniger

Im Teilchen & Beschleuniger profitierten sie dann auch gleich von der Enge und Cargo City mussten sich nicht einmal große bemühen eine familiäre Atmosphäre zu erschaffen. Das rein akustische Gewand, in das die Songs an diesem Abend gekleidet wurden, tat sein übriges. Während der Stücke war es mucksmäuschenstill und die dicht gedrängten Besucher im Cafe hingen an den Lippen des seit neuestem bärtigen Simon Konrad und seiner Band. Auch den doch sehr poppigen Stücken des letzten Albums „Dance/Sleep“ stand dieses akustische Gewand hervorragend zu Gesicht und sie fügten sich so viel besser ins Set zwischen die alten Stücke ein.

So war auch der Titeltrack „Dance/Sleep“ sicherlich eines der Highlights des Abends. Auch als Akustik-Nummer ist der Song ein Gute-Laune-Garant. Den Höhepunkt erreichte das Set jedoch beim Hit „Ode To No One“, der zu Recht zum Klassiker geworden ist. Ähnlich großartig auch die Hinleitung zum Zugabenteil. Schon vor ihrem letzten Stück kündigte die Band an, die Bühne nicht zu verlassen, da es doch ziemlich eng ist. Stattdessen wünschte sich Simon einfach größeren Applaus als zwischen den anderen Songs. Den bekamen Cargo City dann auch prompt, bevor sie dann noch einmal zwei Zugaben spielten, mit denen sie einen tollen Abend abrundeten.

Fotos: Ariane WhiteTapes, mehr hier

Discussion

Comments are closed.

Archive