Interviews

Zoot Woman – Interview

Zoot Woman stehen kurz vor dem Release ihres dritten Studio-Albums „Things Are What They Used to Be“. Grund genug also, die 1995 gegründete Band einmal zum kurzen Interview zu bitten. So stand uns dann auch Gitarrist Johnny Blake für ein paar Fragen Rede und Antwort zum neuen Album und den weiteren Plänen für Zoot Woman.

Hi Johnny, es ist nun schon sechs Jahre her, seit ihr euer selbst betiteltes zweites Album veröffentlicht hat. Warum habt ihr euch so viel Zeit gelassen?

Für eine ganze Weile waren wir nicht zusammen. Die letzten drei Jahre haben Adam und ich damit verbracht mit Zoot Woman auf Tour zu gehen. Stuart war nebenher auch noch in jede Menge andere Projekte involviert. In der Zeit haben wir auch neue Songs geschrieben, aber erst kürzlich haben wir die Zeit gefunden, wieder zusammen zu kommen um uns alle komplett auf die Band zu fokussieren und das Album zu vollenden.

Hat sich eure Herangehensweise an euer Songwriting wieder ähnlich geändert, wie im Verlauf von „Living In A Magazine“ zu „Zoot Woman“?

Ich glaube, unser Verhältnis zueinander und die Chemie zwischen uns ist noch immer die selbe und es ist toll die Möglichkeit zu haben zurück zu kommen. Die Musik hat sich so stark verändert, dass ich sie gar nicht wirklich mit Album Nummer 2 vergleichen kann, weil der Schreibprozess immer verzwickt ist und man immer neue Überraschungen entdeckt.

Auf „Living In A Magazine“ habt ihr ein wenig Medienkritik geübt, denkst du, dass sich die Medien seitdem etwas zum besseren gewandelt haben?

Wir haben die Medien jetzt nicht so sehr kritisiert, vielmehr haben wir die Popkultur um uns herum einmal unter die Lupe genommen. Davon haben wir uns nun etwas losgelöst und schreiben aus einer anderen Perspektive, aber die Medien haben noch immer den selben Einfluss, wie damals.

In Deutschland erscheint euer neues Album „Things Are What They Used To Be“ beim neu gegründeten Berliner Label Snowhite. Wie kam es dazu?

Wir haben Desi vor ein paar Jahren getroffen, sie interessierte sich für das was wir mit Zoot Woman machen und hat dieses Interesse aufrecht erhalten. Sie hat dann das Label Snowhite gegründet und wir wollten unbedingt mit jemandem zusammen arbeiten, der unbedingt mit uns zusammen arbeiten wollte. Die Motivation steigert sich auf diese Art für jeden, der mit einbezogen ist.

Für eure neue Single „We Won’t Break“ veranstaltet ihr derzeit einen Remix Contest. Wie kam es dazu und hast du dir schon ein wenig von dem eingesandten Material angehört?

Ich glaube, das war Adam’s Idee. Ja, ich hab mir ein paar der Songs angehört und es gibt einige wirklich tolle Ergebnisse.

Würdest du auch selber gern mal die Songs eines anderen Künstlers remixen?

Ich selbst habe das zwar noch nie getan, könnte mir das aber durchaus vorstellen, ja.

Ein deutsches Nachrichtenmagazin meinte über Zoot Woman, ihr hätte euch über die Jahre von einer Studio- zu einer Live-Band gewandelt. Siehst du das ähnlich?

Ja, ich glaube, das ist eine sehr genaue Beschreibung von uns und es ist auch die Grundrichtung, der wir folgen, wenn wir neues Material schreiben. Wir spielen die Studioversion ein und adaptieren sie dann für eine Live-Performance.

Wo würdest du sagen, liegen eure größeren Stärken, im Studio, oder auf der Bühne und welche Umgebung ist dir persönlich lieber?

Das ist eine schwere Frage. Eine Band ist eigentlich immer so gut, wie ihre Songs. Die größere Stäre an die ich also zuerst denke ist das Studio, wo ich in den letzten Jahren auch immer mehr in die Arbeiten involviert wurde und die ich mehr und mehr genossen habe. Aber der Wechsel, diese Songs zu nehmen und für einen Live-Auftritt umzuformen ist ein tolles, motivierendes Gefühl.

Bei euren bisherigen Alben hatte ihr auch immer eine Art Dress-Code / einen Bühnenstyle. Ist Style immer noch sehr wichtig für Zoot Woman?

Wir haben immer viel wert auf einen Dress-Code für einen Auftritt gelegt, das mag auch daran liegen, dass wir uns sehr für Künstler, wie David Bowie und Depeche Mode interessierten. Style wird auch immer wichtig sein für Zoot Woman, weil wir so angefangen haben und manche Dinge dich dann auch immer begleiten

Arbeitet ihr schon an einem neuen Style zum neuen Album?

Nun, das ist etwas das du nicht mal eben schnell machen kannst. Ich glaube, das der Schreibprozess bei einem Album immer experimentell ist und die Entwicklungen durch das Schreiben erfolgen. Wir sind nun an dem Punkt angekommen, an den wir wollten und haben dafür verschiedene Phasen durchlaufen. So ähnlich ist das mit unseren Bühnenoutfits.

Wie sehen jetzt eure weiteren Pläne für Zoot Woman aus, wird es die Band auch im nächsten Jahrzehnt noch lange geben?

Wir haben eine starke Fanbasis, deshalb ist das auch in erster Linie ein Album für unsere Fans und jeden, der davon begeistert ist. Der erste Plan von vielen für die Zukunft ist natürlich nun das Album zu promoten und auf Tour zu gehen. Wir schreiben auch immer noch, ich hoffe also, dass wir im nächsten Jahrzehnt auch noch Alben veröffentlichen werden.

Myspace (Fotoquelle) // Homepage // Label

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