Interviews

The Dø – Interview

Seit Montag feiern wir so etwas wie las semaines hier bei WhiteTapes. Nach Neïmo und 1984 widmen wir uns heute dem französischen Newcomer-Duo von The Dø, die mit ihrem englischsprachigen Genre-Mix bereits im letzten Jahr die französischen Charts stürmten und sich mit Release ihres Debüt-Albums „A Mouthful“ im April nun auch für die Eroberung von Rest-Europa rüsten. Sängerin Olivia Merilahti stand uns nun Rede und Antwort zum Debüt, den Einflüssen der Band, den Plänen für das zweite Album und Nebenprojekten.

Als ihr 2007 euer Debüt eingespielt habt, hatte andere Musik als eure eigene da einen großen Einfluss auf euch?
Olivia: Ja, ich erinnere mich, dass ich zu der Zeit größtenteils Thelonious Monk, Bartok und The Doors gehört habe, auch weil ich die zu dem Zeitpunkt erst für mich entdeckt habe. Ich habe auch festgestellt, dass ich, wenn ich Songs schreibe am liebsten instrumentale Musik höre.

Euer Stil ist ziemlich breit gefächert, woher nehmt ihr die Inspiration für diese Mischung?

O: Dan und ich haben völlig unterschiedliche musikalische Hintergründe, da lag es auch nahe, dass wir in unseren Stücken mit all dem, was wir an Musik lieben experimentieren und versuchen das zu vermischen, ohne uns auf ein bestimmtes Genre zu beschränken. Wir lieben PJ Harvey eben so sehr, wie Muddy Waters, oder Eminem. Zusätzlich nehmen wir auch viel Inspiration aus Filmen und Gemälden.

Wenn du ein Genre wählen müsstest, um eure Musik zu beschreiben, welches ware das?

O: Hmm, das kommt wohl auf den Standpunkt an. Manche würden es wohl Pop nennen, andere Indie, wieder andere Urban Folk und manche auf Weltmusik, das entscheidet glaube ich jeder für sich.

Wenn du an die Reviews und Reaktionen auf euer Debüt zurückdenkst, was war das größte Kompliment, das ihr bekommen habt?

O: Ja, wir hatten das Glück, dass wir in Reviews größtenteils überschwänglich positiv besprochen wurden. Aber jetzt die Gewissheit zu haben, dass unsere Musik sich nun auf die Reise um die Welt macht, von Australien nach Argentinien und auch nach Deutschland, das ist wohl das größte Kompliment, das du als Musiker bekommen kannst.

Foto: Myspace der Band

Und das gemeinste, das man euch nachgesagt hat?

O: Das muss ich vergessen haben.

Stimmt es, dass ihr zusammen mit Luke Pritchard von den Kooks ein paar Songs aufgenommen habt?

O: Ja, wir haben ein paar Cover Songs in Paris aufgenommen, das war wirklich lustig.

Wie kam es dazu und Habt ihr schon einen Release-Termin dafür?

O: Also, ich liebe seine Stimme und er kam mit der Idee auf uns zu, ein paar Covers von Songs aus den 70ies als Nebenprojekt heraus zu bringen. Über einen möglichen Release-Termin weiß ich leider noch nichts.

Euer Debüt „A Mouthful“ wurde ja bereits letztes Jahr in Frankreich veröffentlicht, habt ihr schon begonnen neues Material aufzunehmen?

O: Ja! Wir nehmen gerade neue Songs auf, eigentlich würden wir jetzt im Studio sitzen, aber durch eine glückliche Fügung sind wir jetzt hier in Berlin und promoten das erste. Das ist etwas seltsam, aber auch großartig!

Video zu „On My Shoulders“

httpv://www.youtube.com/watch?v=9bBkEQYdMM8

Habt ihr euch wieder das Ziel gesetzt, euren Stil so breit zu fächern, wie bereits auf dem ersten Album, oder wollt ihr euch jetzt mehr auf eine Richtung fokussieren?

O: Wir möchten da so offen herangehen, wie ans erste. Der größte Unterschied ist, dass wir nun stärkere Beats als auf dem ersten Album haben.

Ihr bestreitet bald eure erste Headlining-Tour in Deutschland, denkt ihr das deutsche Publikum wird anders sein, als das in Frankreich und worauf freut ihr euch hier am Meisten?

O: Wir haben ehrlich noch keine Vorstellung, was uns erwartet, aber ich hoffe, dass wir es schaffen das Nachtleben von Berlin zu erkunden. In Deutschland haben wir bisher auch nur in einem winzigen Club in Freiburg gespielt. Das war letztes Jahr, jetzt freuen wir uns auf diese Tour.

Die Daten:

15. Mai, Hamburg, Prinzenbar
16. Mai, Berlin, Magnet (Motor FM Club)
17. Mai, Köln, Studio 672
18. Mai, Frankfurt, Brotfabrik
19. Mai, München, 59:1

Bilder: Myspace der Band

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