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Peter & The Wolf – Interview

Pünktlich zu seiner kleinen Deutschland-Tour, die ihn durch drei Städte führt, war Red Hunter alias Peter And The Wolf so gut uns ein paar kurze Fragen zu beantworten:

Ab Sonntag bist du für drei Konzerte das erste Mal in Deutschland unterwegs, auf welche Stadt freust du dich am Meisten?

BERLIN, BERLIN, BERLIN!

Zuerst sah es ja so aus, als würde deine angekündigte Deutschlandtour nicht stattfinden. Bis sich online ein kleines Team von Fans (sich selbst Team Red nennend) gefunden hat, um dir bei der Organisation zu helfen. Wie fandest du das und wie fühlte es sich an, dass es nun doch mit deiner Deutschland Tour klappen sollte?

Die Leute die mir helfen sind super cool und ich kann’s kaum erwarten sie zu treffen. Wir wollen von Paris zusammen über die Autobahn cruisen und dann quer durch Deutschland fahren; ich glaube das wird ein tierischer Spaß.

Denkst du vor 10 Jahren hätte es auch schon geklappt auf diese Art eine Tour zu organisieren, oder sehen wir hier einen Beweis der Vorteile des Internet?

Das Internet macht Dinge sehr einfach, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich immer irgendeinen Weg finden würde zu touren, ich bin von Natur aus jemand der viel herumreist. Ich kann damit einfach nicht aufhören.

Dein Künstlernamen “Peter And The Wolf” ist sehr interessant, bist du großer Prokofjew Fan, oder warum diese Wahl?

Yep, ich bin ein großer Fan von ihm, er schrieb großartige Melodien und ich hoffe, dass ich irgendwann auch so ein großartiges Werk wie seines fertig bringe.

Anders als die klassische Vorlage ist deine Musik ziemlich „LoFi“ und dein Album Artwork sehr minimalistisch. Woher nimmst du die Inspiration für deine Musik und deine Kunst?

Reisen. Ich reise eigentlich nur, schaue mich um und halte alles in einem Tagebuch fest.

Du kommst aus Austin, Texas, was wir Deutsche eher für sehr amerikanische Country Sachen, wie die Dixie Chicks, Dolly Parton oder auch den großartigen Willie Nelson kennen, deine Musik unterscheidet sich stark von diesem Stil, was würdest du sagen beeinflusst dein Songwriting am Stärksten?

Hmm, Willy Nelson ist auf jeden Fall cool, ich höre eigentlich jegliche Art von Musik, auch wenn du in Austin dem Country wirklich nur schwer entfliehen kannst. Ich habe einen klassischen Musikhintergrund und versucht mir so viel wie möglich von allen Stilen anzueignen und zu lernen.

Was denkst du, unterscheidet dich am Meisten von anderen Songwritern, wie Bob Dylan, Nick Drake oder sogar Ryan Adams und Sufjan Stevens?

Hmm, ich denke alles, ehrlich! Ich bin nicht sie und sie sind nicht ich. Ich bin ein riesiger Dylan und Drake Fan und mag auch viele andere und ich versuche einfach immer weiter zu reisen und darüber zu schreiben, was ich dabei erlebe.

Mal augenzwinkernd und vielleicht etwas provokativ: Als Mitglied der Zunft kannst du uns bestimmt sagen, wer deiner Meinung nach der wichtigste junge Songwriter ist? Jede Woche gibt es ja quasi die neuste Stimme unserer Generation, wie einst Bob Dylan.

Ich glaube nicht, dass irgendein Songwriter heutzutage so wichtig ist. Ich glaube Ärzte sind wichtig. Ich glaube Sozialarbeiter und Friedensaktivisten sind wichtig. Mal im Ernst, wir Songwriter haben doch nur unseren Spaß und versuchen jedem, dem wir können, das Leben ein kleines bisschen einfacher zu machen.

Vor einiger Zeit hast du dein eigenes Indie-Label „Whiskey and Apples“ gegründet. Denkst du diese Vertriebstaktik ist der neue Weg für junge Künstler, selbstgemachte Musik an die Fans zu bringen?

Für mich auf jeden Fall, aber ich denke einige Leute profitieren auch davon, wenn große Labels hinter ihnen stehen. Das ist vermutlich für jeden unterschiedlich.

In deinen Songs singst du über gescheiterte Liebesbeziehungen so, als ob du sie noch einmal Revue passieren lassen würdest, mit allem was geschehen ist, den Gefühlen, die ihr miteinander geteilt habt und mit der Hoffnung, dass ihr letztlich wieder als Paar zusammenfindet. Sind dies eigene Erfahrungen, oder hast du diese Lieder geschrieben, als Symbol für das was Liebe sein sollte?

Hhhmmm, manchmal sind sie tatsächlich persönlich. Ich versuche einfach in meinen Songs da die netten Dinge zu sagen, wo ich im wahren Leben vielleicht nicht immer das richtige gesagt hab. Es ist ein Versuch, die Unvollkommenheit meiner Wirklichkeit zu korrigieren, glaube ich.

Vor der letzten Frage noch einmal vielen Dank für das Interview. Was wäre eigentlich die Frage, die du schon immer gestellt bekommen wolltest, aber bisher nicht gefragt wurdest und wie lautet deine Antwort auf diese Frage?

Hmm, gute Frage! Magst du viel Gemüse? – Ja!

Myspace Peter & The Wolf

Ariane WhiteTapes

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