Interviews

Pete & The Pirates – Interview

Vor kurzen standen sie noch zusammen mit Maximo Park und den Blood Red Shoes auf der Bühne, nun machten sich die fünf Readinger von Pete & The Pirates auf, auch deutsche Bühnen zu entern. Kurz vor ihrem ersten Konzert in Köln waren einer der Petes (Bassist der Band) und Lead-Sänger Tom Sanders so nett uns einige Fragen zum Leben als Pirat und ihrer Musik zu beantworten.

Ihr kommt aus Reading, denkt ihr, dass eure Herkunft und das Aufwachsen mit dem berühmten Festival euch im Stil beeinflusst hat?

 

Pete: Nein, nicht wirklich. Das Reading Festival findet zwar jedes Jahr statt, aber ich denke, es hilft mehr in der Nähe von London und anderen größeren Städten, wie Bristol oder Brighton zu leben, wo es viele Bands und Clubs gibt.

Tom: Ja, aber auf der anderen Seite hilft das auch nicht, das ist nämlich ganz interessant, im Prinzip denken wir das gleiche, aber aus anderen Blickwinkeln. Denn London kann auch gefährlich sein. Da gibt es immer Trends, Stile und bestimmte Szenen, die sich entwickeln und du denkst dann, du musst das kopieren, um Teil davon zu sein, wir haben immer versucht das zu vermeiden.

 

Pete: Das stimmt, man könnte sagen, wir haben unseren Stil gefunden, weil wir von all diesem Zeug isoliert waren in Reading.

 

Tom: Ja, dem stimme ich voll zu. Aber das Festival hat auch eigentlich nichts zu tun mit Reading. Es findet einmal im Jahr statt, wie ein UFO, das für ein Wochenende da landet.

 

Pete: Ja, es ist irrelevant für unsere Musik.

 

Tom: Ja, für uns als Band wirklich unwichtig.

 

 

In einem anderen Interview habt ihr einmal gesagt, dass es sehr anstrengend sei, ein geregeltes Arbeitsleben und das Banddasein unter einen Hut zu bringen. Habt ihr eure Jobs noch, oder könnt ihr inzwischen von eurer Musik leben?

 

Tom: Ähm, nein, diese Jobs haben wir nicht mehr, das hier ist jetzt unsere Haupttätigkeit und wir schaffen es zu überleben.

 

Pete: Ja, cool, findest du nicht?

Tom: Ja, wir überleben, mit der Unterstützung unserer Freunde..

 

 

Wann wird euer Album “Little Death” hier in Deutschland erscheinen?

 

Tom: Bald, hoffe ich. Wir haben noch nicht das offizielle Datum, aber wir freuen uns darauf, dass es hier erscheinen wird.

 

Pete: Ja, ich denke die Deutschen brauchen dieses Album in ihren Läden.

 

 

Und wie läuft eure Deutschland Tour bisher?

 

Tom: Gut.

 

Pete: Fantastisch.

 

Tom: Ja, absolut brilliant.

 

Pete: Hamburg war einzigartig, es ist eine sehr aufregende Stadt, wir waren auf der Reeperbahn.

 

Tom: Ja, ich glaube, wir wurden dafür geschaffen, hier in Deutschland zu spielen.

 

Pete: Vielleicht wurden wir IN Deutschland geboren?

 

Tom: Äh, ja.

 

Beide lachen

Ok, wie hat euch das Reeperbahn Festival gefallen, konntet ihr einige Bands sehen?

 

Pete: Nein. Doch, wir haben kurz The Black Box Revelation gesehen, mit denen spielen wir heute abend übrigens.

Tom: Echt?

 

Beide lachen

 

Vor einer Woche haben uns die Eight Legs gesagt, dass sie bei einer Radioshow mit euch gespielt haben und einen eurer Songs gecovert haben, wie fandet ihr das Cover?

 

Tom: Wer?

 

Pete: Die Eight Legs, du weißt schon, die haben eines unserer Lieder gespielt.

 

Tom: Hast du es gehört?

 

Pete: Nö, nicht wirklich, aber ich muss das unbedingt mal hören.

 

Tom: Ja, als ich gehört habe, dass sie es gespielt haben war das ziemlich beehrend, ja ich würde sagen, wir waren stolz. Aber wir haben es noch nicht gehört, also können wir echt nicht sagen, wie wir es fanden. Aber es ist eigentlich egal, ob sie es gut oder schlecht gemacht haben, die Hauptsache ist doch, dass sie es gemacht haben und es ist eben ihre Interpretation.

Mögt ihr die Eight Legs?

 

Tom: Keine Ahnung, ich habe sie noch nie gehört, kann das also gar nicht sagen. Aber ich glaube, ich habe mal eine von deren Freundinnen getroffen… Mit wem war sie doch gleich zusammen… Wie war doch gleich ihr Name??? Ok, also ich habe mal eine von deren Freundinnen getroffen, weiß aber nicht von wem und wann und wieso.

Alle lachen.

Pete: Ja, aber es ist interessant, dass die einen so neuen Song covern.

 

 

Ja, sie haben auch gesagt, dass sie eure Musik sehr mögen.

 

Tom: Ja, die muss ich mir unbedingt mal anhören, die gefallen mir.

 

Lacht.

 

Im Gegenzug an euch die Frage: wen würdet ihr für so ein Radiokonzert covern?

 

Pete: Hmm, wir haben einmal ein Cover gespielt, den Song „Tallyhoe“ von The Clean.

 

Tom: Wie, The Clean?

Pete: Ja, The Clean.

Tom: Oh ja, The Clean, tolle Band aus Neuseeland, vom The Flying Nun Label, tolle Band.

Pete: Ja, aber es ist schwierig ein Cover zu wählen, weil du musst ja versuchen diesem Song gerecht zu werden. Du musst also einen Song nehmen, den du nicht magst, um ihn besser zu machen.

 

Tom: Oder du interpretierst den Song anders, du musst ihn zu deinem Eigenen machen.

 

 

Ihr habt einmal zusammen mit Joe Lean and The Jing Jang Jong gespielt und meintet später, es wäre nicht so gut gelaufen, woran lag das?

 

Tom: Ich weiß gar nicht, ob wir etwas schlechtes über die sagen können oder möchten, aber sagen wir, jeder hat so seine Art und wir hatten vielleicht auch einen schlechten Abend oder so.

 

 

Im Mai habt ihr einen von Maximo Park organisierten Charity Gig in London gespielt, zusammen mit den Blood Red Shoes. Wie war der Gig, wie findet ihr die Bands und findet zwischen euch ein Austausch statt?

 

Pete: Ja, das Konzert war toll, tolle Bands, gute Atmosphäre.

 

Tom: Ja, das witzige ist auch, dass wir irgendwie ständig zusammen mit den Blood Red Shoes spielen, die sind immer die nächsten auf der Bühne, wenn wir auf Festivals spielen. Die sind beide toll, auch Maximo Park. Die mögen uns sehr, die kommen zu unseren Konzerten, wenn wir in Newcastle spielen, manchmal auch in London. Es ist schön, mit so einer großen Band, wie Maximo Park zu spielen, weil es Dinge gibt, die du von denen lernen kannst, wenn es um Auftritte und darum geht, wie man das Publikum mitreißt.

 

Pete: Ja, die sind starke Performer.

 

 

Photo by Ariane WhiteTapes

Ok, warum habt ihr euch eigentlich „Pete & The Pirates“ genannt?

 

Tom: Eigentlich ist das nur ein Name. Ein paar von uns fanden den toll, die anderen blöd. Aber das wichtigste ist wohl, dass man sich an ihn erinnert. Pete And The Pirates vergisst du nicht so schnell. Außerdem mögen wir Piraten.

 

 

Es gibt da noch eine Band namens „Peggy Sue & The Pirates“, wer war zuerst da?
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Tom: Wir.

 

Pete: Ja, die haben unseren Namen geklaut. Aber sich auch inzwischen wieder umbenannt.

 

Tom: Ja, weil wir cooler sind.

 

Pete: Genau, jetzt heißen die „Peggy Sue & The Pictures“ oder so.

Gut, kommen wir jetzt zu unserer kleinen Piraten Checkliste, welche der folgenden Sachen findet ihr besser?

 

<!–[if !supportLists]–>1. Captain Hook oder Captain Jack Sparrow?<!–[endif]–>

Pete: Hmm, wer ist schon Captain Hook, ich meine, klar der Pirat aus Peter Pan, aber Captain Jack Sparrow ist im Grunde Johnny Depp!

 

Tom: Ja, ich nehme Jack Sparrow, ich finde ihn cool.

 

Pete: Ja, er ist liebenswert, während Captain Hook ein böser Pirat ist, ich meine das pure Böse. Also denke ich, nehmen wir lieber die Guten.

Ok, zu Getränken, Grog oder Rum?

 

Tom: Was?

 

Pete: Grog oder Rum, ich dachte Grog wäre Rum?

 

Ja, mit heißem Wasser.

 

Tom: Ieh, ich nehme Rum.

 

Pete: Kann ich etwas Grog probieren, aber vielleicht mit etwas Cider?

 

 

Mit etwas Glück servieren die hier welchen. Mit welchem der folgenden beiden Schiffe würdet ihr die sieben Weltmeere besegeln wollen, der Black Pearl oder mit der Flying Dutchman?

 

Pete: Oh, Black Pearl, tolles Lied.

Tom: Oh, die Black Pearl war auch im Film, stimmt’s? Die ist doch voll von Toten.

 

Genau wie die Flying Dutchman.

 

Pete: Ach ja, stimmt. Also ich nehme die Black Pearl, das ist nämlich auch ein Phil Spector Song.

 

Tom: Ich glaube unser Bus ist auch voll von Toten. Das macht dann vielleicht auch keinen so großen Unterschied.

Photo by Ariane WhiteTapes

 

 

Und zu guter Letzt, Monkey Island oder die Treasure Island?

 

Pete: Hmm, ich weiß gar nicht, was Monkey Island ist, ein Computerspiel? Und was ist Treasure Island?

 

Ein Roman.

 

Tom: Ich weiß zwar auch nicht, was Monkey Island ist, aber ich mag Affen, also würde ich die wählen.

 

Pete: Also ich mag Schätze, also für mich ist es dann wohl Treasure Island.

 

Fotos, falls nicht anders angegeben, Myspace der Band

Ariane WhiteTapes

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