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Fight Like Apes – Interview

Vor genau zwei Wochen erschien mit „Fight Like Apes and the Mistery of the Golden Medallion“ endlich auch in Deutschland das Debüt-Album der irischen Noise-Popper von Fight Like Apes. Wie sich das gehört, wird der Release auch von einer anständigen Tour durch Deutschland begleitet und bevor das Quartett nun heute den ersten Halt für ihr Konzert in Münster einlegt (alle anderen Termine auch hier) war Tom bereits so freundlich uns ein paar Fragen rund um Fight Like Apes zu beantworten.

Als ihr Fight Like Apes gegründet habt, scheint ihr euch laut Gerüchten im Internet bewusst dagegen entschlossen zu haben, einen Gitarristen mit in die Band zu nehmen. Warum habt ihr das so entschieden und habt ihr diese Entscheidung je bereut, da sie euch vielleicht in eurem Songwriting, oder ähnlichen Dingen beschränkt hat?

Tom: Wir haben uns da nie wirklich gegen entschieden. Als wir angefangen haben, war es eigentlich so, dass wir uns ein paar Gitarristen angeschaut haben, aber keiner von denen passte wirklich zu uns. Dann haben wir angefangen Konzerte ohne Gitarrist zu spielen und gemerkt, dass wir das auch ohne können. Ganz klar gibt es dadurch Beschränkungen, weil du ohne Gitarre bestimmte Dinge eben nicht machen kanns, aber das gleiche kannst du auch über Bands ohne Keyboard sagen. Darüber denken wir aber auch gar nicht nach. Es geht mehr darum, die Dinge offen und mit Spaß zu betrachten, vielleicht kauf ich mir auch bald eine Gitarre. Wie denkt ihr denn darüber?

Also wir haben’s ganz ehrlich erst beim zweiten Hördurchlauf überhaupt bemerkt. Das liegt aber auch daran, dass euer Stil einfach prädestiniert ist, mit Gitarre gespielt zu werden, was aber offensichtlich nicht bedeutet, dass es nicht auch ohne geht. Zur nächsten Frage, was war das beste und was das schlechteste, das Fight Like Apes seit der Gründung passiert ist?

Ich glaube das Beste war, fest zu stellen, dass man ein paar Jahre davon leben kann und Musik nicht nur als Hobby betreibt. Vollzeitmusiker gefällt mir echt gut. Das Schlimmste, was passieren kann, ist wenn diese furchteinflößende Maykay (Sängerin der Band, Anm. d. Red.) mürrisch wird und uns das Leben versaut. Das ist aber bisher nur einmal passiert.

Ihr habt euer Album in Seattle mit John Goodsmanson aufgenommen. Hat er euch in eurem Songwriting beeinflusst, oder hattet ihr schon alles fertig, als ihr ankamt und ihn nur gebraucht, um die Stücke professionell auf Platte zu bannen?

Wir hatten alle Stücke schon im Vorfeld geschrieben. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass er uns nicht beeinflusst hat. Er war eindeutig sehr offen für Experimente, um zu sehen, was besser gemacht werden könnte. Wenn es um Klänge und Keyboards geht ist er einfach fantastisch. Ein klasse Typ eben. Und ich hoffe natürlich, die Songs sind auch gut aufgenommen worden.

Nun ein wenig zu den Standards. Welche Bands haben die und Fight Like Apes beeinflusst?

Für mich persönlich muss ich Bands, wie Sonic Youth, Yo La Tengo, Pavement und McLusky nennen. Ich höre auch immer noch Sachen, die ich toll fand, als ich noch jünger war, etwa System Of A Down (das erste selbstbetitelte Album), KORN, Slipknot, etc. Ich steh auf dieses Zeug. Ich habe auch kürzlich Faith No More sehen können, die sind klasse. Ich mag außerdem Tunng, Future Pilot und Bands dieser Richtung.

In Rezensionen zu eurem Album werdet ihr mit vielen aktuellen Indie Bands verglichen. Von welchen würdet ihr euch wünschen mit ihnen verglichen zu werden?

McLusky! Johnny Foreigner! Los Campesinos! nicht so sehr, obwohl sie eine meiner liebsten Indie Bands seit langer Zeit sind. Future Of The Left! Ich sehe auch häufig Vergleiche mit Dananananakroyd, die sind auch klasse, bin mir allerdings nicht so sicher, weil ich nicht weiß, ob ich da wirklich Gemeinsamkeiten sehe, vielleicht vertue ich mich da auch.

Seit dem Release eures Albums in Irland ist nun schon etwas mehr als ein Jahr vergangen, jetzt geht die Promo im Rest von Europa los. Plant ihr auch bereits schon ein zweites Album?

Ja! Das iat aber noch ein Geheimnis. Wir können ja so eine Art Interview-Dialog führen, im nächsten fragt ihr mich dann was das Geheimnis ist.

Auf welche Stadt freut ihr euch bei eurer Europa Tour jetzt am Meisten?

Maykay meint Berlin. Da hat sie Recht. Wir haben da ein paar Freunde und freuen uns mit ihnen Whiskey zu trinken. Das wird auf jeden Fall eine lange Nacht.

Wenn wir an Irland denken, kommen einem Bands wie My Bloody Valentine, U2, The Frames und The Thrills in den Sinn. Von welchen anderen irischen Bands meinst du, dass sie mehr Aufmerksamkeit verdienen?

The Frank and Walters! Und Grand Pocket Orchestra, und natürlich, da gibt’s noch diese relativ neu gegründete Band, die nennt sich Sgt. Megaphone. Die armen Thrills, die haben eine verdammt schwere Zeit vor sich.

Und zuletzt: Wir suchen dein persönliches bestes Album des Jahrzehnts.

Lieblingsalbum? William Shatner – Hasbeen! Ich liebe es aus so vielen Gründen.

Myspace (Fotoquelle) // Homepage // Label

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