Interviews

Donots – Interview

In 15 Jahren Bandgeschichte haben sich die Donots inzwischen als eine der wichtigsten deutschen Punkrockbands positioniert und sind derzeit mit eigenem Label und neuem Album auf ihrem Karrierehöhepunkt. Für uns ein Anlass unsere neuen Außenreporter Martin und Sophia raus zu schicken, die Band auf ihrer ausgedehnten Deutschland-Tour etwas auszufragen.

Im Moment laufen eure Singles im Radio und Fernsehen rauf und runter, außerdem seid ihr jetzt für die 1Live-Krone nominiert. Das mit dem Labelwechsel scheint sich schon auszuzahlen. Wie seid ihr darauf gekommen und wie kam das überhaupt dazu?

Guido: Es hat eigentlich damit angefangen, dass wir uns bei unserem alten Label nicht mehr wohl gefühlt haben und als wir 2004 „Got The Noise“ raus gebracht haben war für uns eigentlich schon sicher, dass wir die nächste Platte nicht bei Gun Records raus bringen werden und es war halt wegen diversen Sachen, die halt nicht gestimmt haben. Dadurch sind wir dann über einen langen Kampf aus unserem Vertrag raus, das ging über 2 Jahre hin und her, weil es leider über Anwälte laufen musste, weil Gun Records da leider echt ein bisschen blöd waren. Ja und im Endeffekt sind wir raus gekommen und haben jetzt gedacht, irgendwie haben wir jetzt ne neue Platte aufgenommen, damit gehen wir mal schocken und gucken mal was die Labels so sagen, aber irgendwie hat sich’s dann für uns alle richtig gut angefühlt, das einfach in der Hand zu haben! Das selber zu machen!

Hat sich anscheinend auch ausgezahlt!

Guido: Ja, was heißt ausgezahlt, ist halt ’ne Menge Arbeit, aber vom Gefühl her hat sich’s halt ausgezahlt.

Alex: Er macht jetzt unseren Pressesprecher!

Jan-Dirk: Ja, macht er gut!

Myspace der Band

Foto: Myspace der Band

Dann kommen wir mal zur nächsten Frage. Wir waren in Bielefeld im Kamp auf einem Konzert von euch. Da ist die Bühne ja direkt am Publikum. Wir standen direkt vorne vor der Bühne und haben die ganze Zeit Schweiß von dir (Guido) und Ingo ins Gesicht bekommen

Guido: Entschuldige…

Ja, macht ja nix, macht ja nix. Ihr scheint euch da auf der Bühne ziemlich auszupowern. Woher nehmt ihr die ganze Energie zwei Stunden auf der Bühne und vor allem die ganze Tour lang durchzuhalten?

Jan-Dirk: Also für Alex und mich ist es immer so’n „Weich-dem-Knollmann-aus-Spiel“ (Ingo und Guido Knollmann, Anm. d. Red.). Sowohl Guido als auch Ingo sind ja seeehr agil auf der Bühne. Über die Jahre haben wir da mehr gelernt uns etwas zurück zu nehmen und auf der Bühne zu gucken, dass man sich nicht umrennt. Ja, und Ingo und Guido… Das ist jedes mal wieder unglaublich, wenn die von der Bühne runterkommen, dann sind die jedes mal wieder so nass als wären die einfach in einen Pool rein gesprungen.

Alex: Wirklich! Also ihr könnt mal drauf achten! Es dauert keine 3 Songs, dann sind die beiden einfach Klitsch-Nass!

Jan-Dirk: Ja, geht gar nicht. Ingo läuft viel, Guido glaub ich auch hin und wieder.

Alex: …säuft viel…

Jan-Dirk: Ja genau, Ingo läuft viel, Guido säuft viel und so hält man sich dann fit.

Guido: Ja, das ist bei mir ’ne Mischung aus Alkohol und Pennen.

Steve Loewinsohn

Foto: Steve Loewinsohn

Ok, dann hab ich auch gleich eine typische „Rock’n’Roll-Klischee-Frage“ zum Thema Alkohol. Wir waren auf dem Konzert in Münster im Skaters Palace und da sagte der Sänger von American Steel, er hätte mit Ingo einen „Drinking-Contest“. Was steckt dahinter?

Jan-Dirk: Ich weiß, dass Rory seit vier Tagen, glaube ich, gar nichts mehr trinkt.

Alex: Ach, das is’ ja ’nen Ding.

Jan-Dirk: Ja, in Freiburg hat er den Tick plötzlich gekriegt.

Alex: Contest verloren…

Jan-Dirk: Contest verloren anscheinend… Ja, aber das ist ja auch immer so ein auf dicke Hose machen, „wir können mehr trinken als ihr“ und so.

Guido: Im Vorfeld als die Mails halt so rum gingen, da hat Ingo denen halt geschrieben, wenn ihr nach Deutschland kommt, dann müsst ihr erstmal auch beweisen, dass ihr mithalten könnt mit dem Saufen. War halt nur Spaß…aber hat er anscheinend verloren.

Jan-Dirk: In Wahrheit ist, glaub ich, gerade der interne Contest zwischen Norbert, unserem Shirt-Verkäufer, und Chip, dem Gitarristen von American Steel, wer länger aufbleibt. Das ist echt krass. Das heftige ist aber, dass beide etwa gleich lang, so bis 8 Uhr morgens aufbleiben, Norbert aber um zehn schon wieder aufsteht und arbeitet und Chip bis 16 Uhr pennt.

Alex: Wahnsinn…is’n Ding

Ja, auf jeden Fall krass. So, was haben wir noch? Genau! Wir haben uns überlegt, wenn ihr jeden Tag auf Konzerte müsst, da hat man doch bestimmt irgendwann auch mal keine Lust aufzutreten oder man möchte nicht so gerne auf die Bühne, weil man sich z.B. nicht so wohl fühlt. Wie motiviert ihr euch da, dass ihr dann doch gute Shows liefert?

Jan-Dirk: Also wenn so was ist, entweder bist du krank oder so, oder es ist irgendwas in deinem Umfeld passiert, wo du dann einfach keinen Bock hast. Aber eigentlich ist es immer so, wenn du auf der Bühne bist, nach dem ersten Song ist die Sache gegessen und dann ist auch wieder gut. Dann geht’s einem auch nach der Show, witzigerweise, besser. Also auch, wenn du krank bist oder so. Von daher, ich hatte, glaube ich, noch kaum ’nen Auftritt, wo ich die ganze Zeit nur gedacht habe „Boah, ich möchte wieder von der Bühne runter!“.

Alex: Also es ist schon mal, dass man nicht so reinkommt, hängt einfach sehr von der Chemie zwischen Publikum und Band ab, ob’s noch so nen speziellen Kick gibt. Ganz selten sagen wir auch mal, das Konzert war Scheiße, ganz, ganz selten. Die meisten sind gut und wieder ein ganz paar sind total mega-super.

Mega-super Konzerte ist das Stichwort. Ihr habt schon mit Judas Priest zusammengespielt, das haben wir auf eurer Internetseite gefunden, und mit den Beatsteaks, den Toten Hosen, Green Day und so weiter. Habt ihr einen Auftritt in eurer Karriere wo ihr sagen würdet, das war unser Lieblingsmoment?

Alex: Ach, da gibt’s so viele! Da könnt man, glaub ich, gar keinen speziellen nach vorne stellen, das wäre ungerecht den ganzen Anderen gegenüber. Und es sind meistens gar nicht solche Auftritte, wie du sie gerade aufgezählt hast, sondern eher wie gestern Abend, als wir in Heidelberg gespielt haben und keiner eigentlich irgendwas besonderes erwartet hat und man hat schon nach ein paar Minuten direkt gemerkt, da ist irgendwas besonderes in der Luft und, ich glaube, das wird auf jeden Fall ein Abend an den wir uns immer erinnern werden.

…die Stimmung war einfach gut…

Jan-Dirk: Ja, unglaublich, ein paar ausgerastete Leute.

Euch gibt’s mittlerweile schon seit 1993, schon 15 Jahre und ihr seid so Mitte 30. Die Rolling Stones springen noch mit 65 über die Bühne. Habt ihr schon mal überlegt wie lange ihr das machen wollt?

Guido: Mein Gott, wenn ich immer noch Spaß hätte mit 65 würd ich’s auch noch machen, ich sag mal, man soll sich auch keine Grenzen setzen, bis so-und-so-viel Jahre mach ich das und dann nicht mehr. Einfach so lange es Bock macht machst’e es und dann ist gut.

Alex: Erstmal 65 werden…

Guido: Das ist auch ’ne Kunst…

Jan-Dirk: Ich glaub, wir machen uns da keine Gedanken. Wir haben uns da noch nie irgendwie Gedanken gemacht, lustigerweise, und wir machen das so lange es irgendwie geht und wir Bock haben und wenn man irgendwann keinen Bock mehr dazu hat, dann sollte man es lassen.

Alex: Ich wüsste gerne wie die Leute uns jetzt so heutzutage vom Publikum aus wahrnehmen. Ob sie denken, dass sind schon so alte Typen auf der Bühne, anscheinend schon.

Nein, da merkt man aber nichts von. Witzig ist auch, dass alle irgendwie denken, dass ihr aus den USA oder so kommt.

Jan-Dirk: Das haben wir auf der Tour jetzt schon wieder zwei, drei mal gehabt.

Alex: Mich hat auf jeden Fall hinterher jemand auf Englisch nach einem Autogramm gefragt.

Hab ich ehrlich gesagt früher auch gedacht…

Guido: Und in der Ultimo steht heute, dass wir aus Berlin kommen.

Auch nicht schlecht! So, dann jetzt mal zur nächsten Frage. Ihr spielt meist eine breit gefächerte Auswahl eurer Stücke. Wer von euch erstellt die Setlist? Und nach welchen Kriterien macht ihr das?

Jan-Dirk: Ja, da muss ich sagen, ich hab mich da vor 5 Jahren komplett rausgezogen aus der Nummer, mit dem goldenen Satz: „Schreibt was auf’n Blatt Papier, ich spiel’s“. Also das ist eine Diskussion… wir sind ja leider basisdemokratisch, alle 5 Nasen haben ihre Meinung und jeder muss auch was sagen und so. Da kann es manchmal wirklich Stunden dauern bis die richtige Setlist rausgesucht ist.

Alex: Gut ist, wenn wir einen guten Mittelweg gefunden haben. Wir haben ein paar Positionen, die wir ab und zu tauschen, ein paar Tage mussten wir auch einige Stücke rausnehmen, weil Ingos Stimme so im Arsch war und man gucken muss, ok, da wo die Stimme so ganz hoch geht, die müssen wir dann erstmal kicken für zwei, drei Tage, aber weitestgehend steht die jetzt so ziemlich gut, ne?

Jan-Dirk: Jo, also ich bin zufrieden.

Alex: Also man setzt sich trotzdem immer wieder dran, um zu gucken, ob man nicht noch irgendwie ein bisschen was austüfteln kann. Manche Bands haben ja wirklich komplett ’nen ganzes Jahr lang, also von A bis Z das Gleiche, und in den Grundzügen kann ich das auch verstehen. Man kann nicht jeden Tag alles umwürfeln.

Jan-Dirk: Wir haben das schon mal gemacht. Da haben wir vorher alle Songs, die wir hatten, geprobt, das waren über 50 Songs, dass wir alles spielen konnten. Das war glaub ich auf der Tour, wo da vorne das Poster von hängt, mit Peacocks und Strike Anywhere, und da haben wir wirklich jeden Tag komplett umgestellt, zumindest anfangs und am Ende haben wir auch gemerkt, dass das auch irgendwie keinen Sinn macht. Das macht schon Sinn ’nen Block zu haben und innerhalb dieses Blocks, um’s für sich selber spannend zu halten, zu tauschen.

Alex: Man braucht auch Konstanz.

Was mir nämlich dabei jetzt noch eingefallen ist. So ältere Song z.B. „No Means No“…

Alex: Der ist ja mal richtig alt und richtig selten! Der ist ja von der B-Seite von „Whatever Happened to the 80s“(2000)!

Ja, so ältere Songs. Wenn ihr sagt, ihr möchtet was von dem Album „Better Days Not Included“(1999) spielen, könnt ihr die dann noch auswendig spielen?

Guido: Einige, nicht alle. Es gab früher halt immer welche, die man immer gespielt hat, wie z.B. „Suitcase Life“, das läuft halt, aber wenn einer sagen würde, spielt mal „Cranky Person“, dann stehen wir davor wie die letzten Vollidioten.

Jan-Dirk: Oder wie in Trier da hat sich der Veranstalter „16 Tons“ gewünscht und wir haben alle gesagt: „Ja, könnten wir versuchen, könnte klappen, wird spannend.“ Und Ingo hat dann gesagt „Jungs, ich hab keine Ahnung mehr wie die Strophe geht! Ich kann den Text nicht, ich kann ihn einfach nicht!“.

Alex: „16 Tons“. Der wurd sich schon so oft gewünscht! Morgen spielen wir’n mal!

Jan-Dirk: Ne, heute! Ingo soll sich gleich noch mal den Song anhören und dann spielen wir ihn heute!

Ok, cool! Dann mal die nächste Frage! Beim Video zu „Stop the Clocks“ und „The Right Kind of Wrong“ musste ich zunächst erstmal schmunzeln. Da lauft ihr z.B. in Ritterrüstungen herum oder es treten bärtige Männer mit Handschellen und Hunden auf. Wie kommt ihr auf eure Videoideen und was steckt dahinter?

Jan-Dirk: Da geht ein riesengroßer Teil an den Regisseur, Magnus aus Schweden, der einen riesen Dachschaden hat, was wir aber sehr sympathisch fanden. Ich weiß gar nicht, haben wir über Millencolin den Kontakt bekommen oder so? Es gibt sehr viele Videos von Bands aus Schweden, die super sind und nicht so teuer wie hier bei uns in Deutschland und eben gute Ideen und gute Bilder haben und wir wollten immer schon mal in Schweden aufnehmen, aber das hat mit Gun (Gun Records) nie geklappt, weil die da immer irgendwie was gegen hatten und wir haben dann den Kontakt aufgebaut und ich glaube beim ersten Treffen ist er dann nach Berlin gekommen, um einfach mit uns über Videos und ein paar Ideen zu quatschen. Und das erste Treffen war schon super. Das hat uns super Spaß gemacht und wir haben bis jetzt die letzten 3 Videos mit ihm gemacht und die Drehbücher zu den Videos, die du da gerade meintest, waren auch, glaub ich, immer nur so 2 Sätze oder irgendwie so was. Und dann steht noch unten drunter: „P.S.: Das ist übrigens ernst gemeint!“

Alex: Deswegen fragt uns nicht nach irgendeiner Bedeutung!

Guido: War auch geil, als wir das letzte Video gedreht haben, da kam der irgendwann morgens an, hatte die letzte Nacht tierisch gesoffen und hatte den Kuhstall auf und irgendwie kaputt und das Erste, was er uns gefragt hat, war, ob wir ein bisschen Geld für ihn haben, weil er sich einen Kaffee kaufen will.

Ja cool (lachen). Dann mal zur nächsten Frage! Wie entstehen bei euch neue Songs? Schreibt ihr erst den Text oder erst die Melodie und wer übernimmt da den Hauptteil?

Guido: Das ist so’n Ding mit Text und Melodie. Das ist mal so, mal so. Ingo hat viele Textfragmente, die er gerne speichert, auch schon fertige Texte, die zum Teil auch schon ’nen Jahr alt sind und später schreiben wir dann ein Lied und da passt der Text dann super drauf, von der Länge und alles. Da ist der Text dann halt eher, aber ist meistens auch so, dass wir erst die Musik haben und dass er später Texte drauf schreibt, dass man genau weiß bei dieser Phrasierung kann man das und das machen. Von der Art und Weise wie wir das schreiben, bei der letzten Platte sind wir ins Studio gegangen, zu Kurt Ebelhäuser, und wir hatten 50 Demos und haben da einfach die besten Parts raus genommen und da komplett neue Songs raus geschrieben. Das war ziemlich geil, war ziemlich frisch, weil dann jeder an seinen Teilen rumgewerkelt hat und abends dann aufgenommen. Das war ziemlich gut, hat Spaß gemacht.

Ok, hört sich gut an. Dann jetzt eine Frage zu euren Fans. Ihr seid für eure Fan-Nähe bekannt und pflegt einen guten Kontakt, trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es auf Dauer anstrengend sein könnte, wenn ihr auf der Straße von Fans angesprochen werdet. Wie seht ihr das und wie geht ihr mit so Überfällen um?

Guido: Ach, man wird ja nicht regelmäßig erwischt.

Alex: Wir überfallen die immer! (lacht)

Guido: Ne, das ist echt im Rahmen. Ist nicht so, wenn wir in Münster rausgehen, dass wir jeden Tag belabert werden. Man wird zwar schon öfter mal angesprochen, aber wenn die Leute nett sind, dann ist auch alles cool und es macht Spaß. Ich hab nur das Problem, ich hab immer ’nen riesen Loch im Hirn und kann mir die Leute nicht merken. Schwer ist dann immer, wenn man in irgendeinem Laden spielt und zwei Jahre später spielt man dann da noch mal, dann kommt jemand an: „Hey Guido! Weißt noch letztes Mal, da haben wir uns hier ordentlich einen gebrannt!“ und du stehst davor und denkst so: „Boar, scheiße, weiß ich wirklich nicht mehr“. Ich meine man trifft auf Tour auch jeden Tag neue Leute und da ist es echt schwer Leute zu behalten, vor allem, wenn man selber so’n verpeilter Typ ist wie ich.

Alex: Jeden Abend wundert er sich wer überhaupt mit ihm zusammen auf der Bühne steht.

Guido: „Woher kennt ihr meine Lieder, ihr Schweine!“ (Gelächter)

Ingo ist ja gerade nicht hier, der ist ja, glaub ich, der größte Metallica-Fan von euch, oder? Kann man das so sagen?

Jan-Dirk: Ja, mit mir zusammen!

Metallica Myspace

Foto: Metallica Myspace

Ich habe mir die neue Metallica Platte nämlich auch direkt am Erscheinungsdatum am 12.9. gekauft und finde das persönlich interessant: Wie findest du die neue Metallica Platte „Death Magnetic“?

Jan-Dirk: Hammer! Endlich wieder gut! Also ich hatte richtig Angst. Ich muss sagen ich fand auch „Load“ und „Reload“ ok, aber halt eben mehr ok. „St. Anger“ war ich unglaublich enttäuscht!

Guido: Ich auch…

Jan-Dirk: Also ich hab das Signal verstanden, von wegen freikämpfen und so. Was gut daran war: Der Film, der dabei rumgekommen ist. „Some Kind of Monster“ find ich super, super interessant. Einer der Besten! Auch selbst, wenn man keine Musik macht, einfach ein super interessanter Film. Ja aber die Platte… Insgesamt hab ich die vielleicht höchstens, wirklich wenn’s hochkommt, 10-mal gehört und das ist für mich, für eine Metallica-Platte, sehr, sehr, sehr selten. Und als ich dann ziemlich früh erste Demos von der neuen Platte gehört habe, weil man da ja auch Clubmitglied ist und so, da hab ich dann nur gedacht: „Boar, das wird schon wieder geil!“ Und als ich dann die Platte gehört habe, dachte ich: „Ja, endlich ist die Welt wieder in Ordnung!“

Martin sagte, ihr habt auch mal den Metallica Song „Creeping Death“ gecovert?!

Jan-Dirk: Ja, das war auch im Zuge der neuen Platte. Das war eine Aktion, die eigentlich nur Universal-Bands mitmachen sollten, aber der Typ, der das gemacht hat, wusste, dass Ingo und ich so große Metallica Fans sind.

Alex: Das haben wir sogar hier in Gütersloh aufgenommen!

Jan-Dirk: Stimmt, das haben wir in Gütersloh aufgenommen. Und auf jeden Fall haben die gefragt, ob wir das machen wollen. Da waren wir gerade im Frühjahr auf Tour und haben dann spontan sofort zugesagt und dann erstmal gemerkt, Metallica covern, das ist aber auch nicht einfach… Man kann’s natürlich einfach machen…

…aber schon ein schweres Stück Arbeit…

Alex: Ja genau und das ist ja auch so ein Sakrileg. Das ist so als ob du, was weiß ich…

Guido: …die Bibel neu schreibst!

Ich habe dann noch eine Frage, ich habe, ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang, gehört, dass ihr euren Proberaum in Everswinkel habt. Warum habt ihr den in Everswinkel und nicht in Münster, wo ihr alle wohnt?

Guido: In Münster ist halt schwer einen Proberaum für sich ganz alleine zu finden und wo man halt 24 Stunden rein kann. Und mit Lagerraum und so. In Everswinkel… die nächsten Nachbarn sind 8 km weit weg oder so, da stört das dann keinen. Und die Luft ist gut da.

So. Dann kommen wir auch schon zur letzten Frage. Ihr habt das Album jetzt schon fertig, jetzt schon länger auf’m Markt. Da fragen sich die Fans natürlich, gibt’s irgendwann eine Fortsetzung? Werkelt ihr schon an neuen Stücken?

Alex: Du wirst lachen, wir wollen so schnell wie möglich wieder ins Studio.

Jan-Dirk: Ja wirklich! Wir haben uns gedacht, wir wollen nach der Tour so zwei, drei Wochen Pause machen und dann eigentlich schon wieder die nächste Studiophase einläuten und dann möglichst nächstes Jahr im Frühjahr ’ne neue Platte raus bringen.

Alex: Ja, wir haben jetzt wirklich für die zweite Novemberhälfte das Studio optioniert, haben aber noch gar nichts. Wir werden da gucken, was uns so einfällt. Das ist zum Glück das Studio von unserem Live-Mischer. Da müssen wir dann nicht ganz so viel bezahlen, das ist ganz gut und dann schauen wir mal was passiert.

Jan-Dirk: Wir werden uns selber noch wundern, glaub ich, wie wir uns selber mit Arbeit zuscheißen.

Ja, alles klar. Wir sind gespannt! So, ich glaube dann war’s das.

Guido: Danke euch, super! Gut ey, fürs erste Interview, mein lieber Scholli.

Alex: Ohne Scheiß, da können sich viele andere ne Scheibe abschneiden, die sich da tierisch einen abbrechen und irgend’nen Scheiß fragen.

Ja, danke! Danke euch fürs Interview und dann würde ich sagen, gleich viel Spaß beim Konzert und dann später viel Erfolg im Studio!

Alex: Danke! Euch auch viel Spaß beim Konzert!

Fotos (falls nicht anders angegeben): Erik Weiss

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