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Cold War Kids – Interview

Zwei Jahre hat es gedauert, bis die Cold War Kids nach zwei Auftritten in Köln, in der ersten Jahreshälfte 2007 wieder in die Domstadt zurück kehrten. Dazwischen lagen eine große Zahl Konzerte in der ganzen Welt, Chartplatzierungen in Amerika und England und das neue Album „Loyalty To Loyalty“. Dessen Release war dann auch der Grund für die Kalifornier endlich einmal wieder für ein Konzert nach Köln zurück zu kehren. Den Weg dahin fanden sie dann nach einer lang andauernden Buspanne irgendwo im Norden von Rheinland-Pfalz zwar etwas verspätet, das trübte die Laune der Band allerdings wenig und so stand uns Drummer Matt Aveiro kurz vor dem Soundcheck auch bereitwillig Rede und Antwort.

Ich habt dieses interaktive Video zu eurer Single „I’ve Seen Enough“ produziert, woher hattet ihr die Idee dazu und wie lange hat es gedauert das alles zusammen zu fügen?

Matt: Das war ein Kerl, mit dem ich und die Jungs schon länger zusammen arbeiten wollten. Wir kennen ihn schon lang und hatten auch schon eine kleine Doku mit ihm gemacht. Dann kam er mit dieser Idee auf uns zu und wir waren sofort begeistert. Das hat dann eine Weile gedauert, die einzelnen Versionen des Songs einzuspielen, das zu programmieren, das man ein- und ausschalten und zwischen den Versionen hin und her switchen kann.

Euer Album „Loyalty To Loyalty“ scheint mir insgesamt eine Spur dunkler als sein Vorgänger „Robbers & Cowards“, wie kam es dazu?

Matt: Ich glaube das passiert ganz natürlich beim Songwriting und den Aufnahmen. Wir wollten es nicht dunkler machen, sondern ein wenig zurück geschraubter und konsistenter.

Auf eurer Tour 2007 hattet ihr den Autor Derrick Brown in eurem Vorprogramm, plant ihr noch andere Kollaborationen mit Künstlern außerhalb des musikalischen Bereichs?

Matt: Ja, wir sind da weit vernetzt. Jeder hat so seine eigenen Interessen, der eine macht Design – auch für unsere Platten – der nächste schreibt Kurzgeschichten, ich drehe Kurzfilme. Jetzt werden wir aber erst einmal die Tour und Promo zu diesem Album beenden und dann wieder ins Studio gehen.

Also würdet ihr euch auch wirklich als Künstler bezeichnen, manche Musiker haben ja ein Problem mit diesem Begriff?

Matt: Ja klar, aber manchen Musikern kannst du ja auch keine Kunst unterstellen, da ist das auch verständlich, wenn die sich nicht als Künstler sehen lacht. Aber nein, wir sehen uns schon als Künstler, wie ich ja gesagt hab, Matt macht Design, Nathan und Johnny schreiben Kurzgeschichten, ich mache Kurzfilme.

Nathan hat Ende 2008 in einem Interview gesagt, dass er „Hang Me Up To Dry“ nicht mehr so gern spielen würde, da er den Song ziemlich satt hat. Stimmst du ihm zu?

Matt: Nein, ich mag den Song immer noch. Klar ist er einer unserer Hits und war auch schon da, bevor das Album raus kam. Aber er hilft auch, uns zu repräsentieren und Leuten einen Einstieg in die Cold War Kids zu geben. Wir werden ja zum Glück nicht nur auf das Stück beschränkt, deshalb geht das.

Der Song wurde auch in der Serie „Gossip Girl“ gespielt. Habt ihr die Serie jemals gesehen, oder war das einfach nur eine gute Gelegenheit euch einmal zu präsentieren?

Matt: Die Serie habe ich noch nie gesehen, nein. Das war einfach eine Chance unsere Musik einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und so vielleicht etwas Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir wurden da von den Machern gefragt und haben einfach zugestimmt. Dafür haben wir nicht wirklich viel Geld bekommen, aber wir haben das einfach mal mitgenommen. Wir verdienen ja auch eh kaum Geld über unsere Musik und müssen eben alle Wege ausloten.

Florence And The Machine hat für eine Single euren Song „Hospital Beds“ gecovert, wie gefiel dir die Version?

Matt: Ich kann mich ganz ehrlich gar nicht mehr dran erinnern. Ich hab mir das Stück für die Freigabe angehört, aber auch schon wieder vergessen.

Halb so wild, machen wir einfach mit der nächsten Frage weiter. Ihr mischt ja jede Menge Sounds in eurer Musik, was würdest du niemals in eure Musik aufnehmen, also Steel Drums, oder Reggae Elemente?

Matt: Oh, Steel Drums fänd ich klasse, aber ich denke, Death Metal und Hardcore wären schon komisch. Rap würde auch wohl nicht zu uns passen, aber wir sind da breit gestreut von unseren Interessen und würden nie etwas komplett ausschließen. Aber unsere Musik darf auf keinen Fall cheesy oder kitschig werden, das möchten wir vermeiden.

Danke für das Interview, viel Erfolg beim Soundcheck.

Matt: Danke und euch viel Spaß bei der Show.

Fotos: Myspace der Band

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