Rezensionen

Zoey van Goey – Propeller Versus Wings

Ihren Bandnamen hat sich das aus Kanada, Irland und England stammende Quartett Zoey van Goey, das sich in Glasgow gründete, bekanntlich einer New Yorker Straßenkünstlerin. Kunstvoll auch ihr kunterbunter Folk-Pop auf ihrem Debüt „The Cage Was Unlocked All Along“, das von Paul Savage von The Delgados produziert wurde. Gerade in ihrer britischen Wahlheimat haben sie damit viele Erfolge gefeiert und waren sogar letztes Jahr Headliner eines von Belle & Sebastian veranstalteten Festivals. Mit ihrem zweiten Album „Propeller Versus Wings“ bedienen sie sich dann gleich weiter in der Kunstszene. Den Albumtitel entliehen sie dem Film „A Matter Of Life & Death“, das Artwork steuerte die schottische Künstlerin Ursula Cheng bei.

Musikalisch machen Zoey van Goey ebenfalls da weiter, wo sie aufgehört haben. So richtig still halten können sie ihre Füße fast nie und liefern charmanten Indie-Pop mit folkiger Note. Bemerkenswert dabei besonders die Gesangsleistung von Kim Moore, die mit süßlicher Stimme durch die Songs leistet. Gleich mit dem ersten Song „Mountain On Fire“ nimmt sie den Hörer gefangen und umschmeichelt in einer niedlichen Mid-Tempo Nummer. Beinahe untypisch dann für die Band das Stück „The Cake And Eating It“, mit männlicher Lead-Stimme und Keyboad-Gedudel und großem Pop-Appeal. Ein nettes Stück, das Zoey van Goey aber nicht so recht zu Gesicht stehen will. Stärker sind sie, wenn Kim Moore larmoyant zu Belle & Sebastian ähnlichem Folk-Pop durch die Stücke säuselt. Stellenweise erinnert das in den ruhigeren Momenten sogar ein wenig an Dear Reader, wie etwa beim rührseligen „Escape Maps“. Das alles macht „Propeller Versus Wings“ wieder zu einem höchst unterhaltsamen Angelegenheit und Lust auf mehr von diesem spannenden Quartett aus Glasgow.

Rating: ★★★★☆
Zoey van Goey


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