Rezensionen

Yuck – Glow & Behold

Yuck - Glow & Behold

Nach dem Ausstieg von Sänger und Songwriter Daniel Blumberg bei Yuck hatten wir nicht mehr damit gerechnet, noch einmal etwas von der Band, die vor zwei Jahren ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichte, zu hören. Doch zunächst veröffentlichte nun Blumberg vor ein paar Wochen mit „Unreal“ sein Debüt als Hebronix und kurz danach traten auch die auf ein Trio geschrumpften Yuck wieder auf den Plan. „Glow & Behold“ heißt ihr zweites Album und zeigt die Band zwei Jahre nach ihrem Debüt von einer neuen Seite. Das ist auch wenig verwunderlich, ist doch das Songwriting nun gleichmäßig unter allen drei Mitgliedern aufgeteilt und der Haupteinfluss durch Blumberg’s Liebe zu Sonic Youth, Pavement und Co. ist nicht mehr der einzige. Denn neben der gemeinsamen Liebe zum 90ies Indie-Rock vereint das Trio nun scheinbar auch ein Hang zum Dreampop. Der Opener zeigt auch direkt, wo die Reise hingeht. „Sunrise In Maple Shade“ ist ein ruhiges, zurückgenommenes Instrumental mit toller Gitarrenmelodie und verträumter Note. Bei „Out Of Time“ setzt dann auch der hintergründige, leicht hallende Gesang ein. Der Sound ist nun etwas verzerrter, aber nur selten krachend laut.

Die zackigen Gitarrenmelodien des Vorgängers und scheppernde Drums sind nun einem noch schluffigeren Sound gewichen. Yuck mischen nun zum Beispiel gesanglich auch ein wenig Twee-Sounds in ihre Songs und klingen stellenweise wie eine Mischung aus My Bloody Valentine und Belle & Sebastian. So richtig zwingend sind die Stücke dadurch nicht mehr und Hymnen für Hipster präsentiert die Band auch keine mehr. Dafür bietet das Trio durchaus launige und vor allem sonnige kleine Popsongs, mit denen sie ihren Idolen Dinosaur Jr, Sonic Youth, The Velvet Underground und My Bloody Valentine ihren Tribut zollen und ein Album präsentieren, das als Hintergrundbeschallung bei Herbstspaziergängen taugt. Jedoch hat es so wenige Ecken, dass es auch in jeder Artzpraxis laufen könnte, ohne dass sich ältere Herrschaften belästigt fühlen würden.


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Discussion

  1. […] zum Weihnachtsfest hat die Band nun ein weiteres Video zu einem Song aus ihrem zweiten Album “Glow & Behold” rausgehauen. Getroffen hat es das Stück “Somewhere” und damit eines der besten Stücke […]

    Posted by Yuck – Video zu “Somewhere” | WhiteTapes | Dezember 27, 2013, 10:40 am
  2. […] 50 Palma Violets – 180 51 Delphic – Collections 52 Vampire Weekend – Modern Vampires of the City 53 Camera Obscura – Desire Lines 54 Kurt Vile – Wakin On A Sunny Daze 55 Ólafur Arnalds – For Now I Am Winter 56 Stornoway – Tales From Terra Firma 57 King Krule – 6 Feet Beneath The Moon 58 The Pastels – Slow Summits 59 Yuck – Glow & Behold […]

    Posted by WhiteTapes Record Of The Year 2013 – das Ergebnis | WhiteTapes | Januar 1, 2014, 2:11 pm
  3. […] selbstbetitelten Debüt veröffentlichten Yuck im Oktober in neuer Formation ihr zweites Album “Glod & Behold”. Auf dem blieben sie ihrem Stil treu und zeigten weiterhin starke Anleihen bei Dinosaur Jr., My […]

    Posted by Wir präsentieren: Yuck – Deutschland-Tour Anfang 2014 | WhiteTapes | Januar 10, 2014, 2:43 pm
  4. […] sich Yuck zwei Jahre nach ihrem selbstbetitelten Debüt mit neuer Besetzung und neuem Album “Glow & Behold” […]

    Posted by BEENDET: Verlosung: Yuck – 1×2 Karten für Deutschland-Tour | WhiteTapes | April 14, 2014, 3:15 pm

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