Rezensionen

You Say Party! We Say Die! – XXXX

Noch unter dem Namen You Say Party! We Say Die! brachten die fünf kanadischen Electro-Punks dieses Album heraus. Nach dem tragischen Verlust ihres Drummers Devon Clifford, heißt die Band verständlicherweise nur noch You Say Party. Damit nicht genug – Auch Keyboarderin Krista Loewen fällt weg, um ein Leben abseits langer Touren, schlechtem Essen und ungenügendem Schlaf zu leben.

Demnach haftet „XXXX“, diesem letzten Album der alten Formation ein komischer Beigeschmack an. Dieser bezieht sich nicht auf die Qualität der Songs. Die Platte steht unter dem Motto „Liebe“ wie es das Artwork und laut Band auch der Titel verdeutlicht. Trotzdem tönt hier einem kein zuckriger Liebeskitsch entgegen, sondern dunkle New-Wave geschwängerte Songs, die sicher nicht nur für die Indie-Disco passend wären. Hier finden wir Electro in seiner ausgereiften Form – die Songs besitzen einen Spannungsbogen, Breaks, Tempowechsel. Facettenreichtum, der vielen Dance – Bands fehlt. Mit seiner prägnanten Melodie und griffigen Gitarren- sowie Drum-Einsätzen, überzeugt schon der Opener „There Is XXXX (Within My Heart)“. „Laura Palmer’s Prom“ ist ein Teil der bisher unveröffentlichten David-Lynch-Tribute-Compilation und besitzt entgegen der Filme des genannten Regisseurs einen positiven Unterton. Synthesizer und Percussion bilden den passenden Soundteppich für den kecken Gesang von Becky Ninkovic, den Background-Stimmen weiter bereichern. Der Abschluss „Heart Of Gold“ klingt mit seiner betörenden Melodie und seinem melancholischen Text („Remember when you cry, I say goodbye, (…) and you shine“) wie ein Abschied von Devon Clifford und hinterlässt eine schweres Gefühl in der Brust.

Rating: ★★★★☆

XXXX

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