Rezensionen

Wye Oak – Civilian

Wikipedia lehrt uns: „Der Wye Oak State Park liegt an der State Route 662 in Wye Mills im Talbot County des US-Bundesstaates Maryland. In dem 11,7 Hektar großen State Park stand die namensgebende Wye Oak, die am 6. Juni 2002 durch ein Gewitter zerstört wurde“. Nicht nur für den Park in Wye Mills war diese alte Eiche namensgebend, auch ein Duo aus Baltimore entlehnte ihren Bandnamen diesem nun leider toten Baum und nannte sich Wye Oak, nachdem sie zuvor eine Weile als Monarch unterwegs waren.

Mit „Civilian“ veröffentlicht das Duo nun schon sein drittes Album und ist mittlerweile bei City Slang Records gelandet. Die Labelheimat dürfte dann auch gleich den Hinweis geben, bei dieser Band gibt es alles andere als konventionelle Sounds, ist doch City Slang bekannt für Signings mit ganz eigenem Soundspektrum, wie Royal Bangs, Arcade Fire, Menomena oder auch Malajube. Wye Oak passen sehr gut in das Beuteschema des Labels und verlassen auf „Civilian“ ausgetretene Pfade. Nur mit Keyboard, Schlagzeug und Gitarre bewaffnet nehmen Andy Stack und Jenn Wasner den Hörer mit in ihre ganz eigene Welt. In der gibt es breit ausufernde Klangteppiche, über die Jenn Wasner’s ruhige Stimme sanft schwebt. Dabei bedarf es immer ein wenig Zeit, bis sich die Songs entfalten, langsam lässt das Duo die Songs langsam anschwellen, bricht dann aber nie in lauten Überschwang auf, sondern verdichtet die Stimmung nur um Nuancen und verwebt den Hörer so ganz langsam in ein dichtes Geflecht aus Dream-Pop und Folk. Das macht „Civilian“ vielleicht zu keiner Sensation, aber zu einem Album, das mit starken Melodien und cleveren Ideen zum Mitschwelgen und -träumen einlädt. Und manchmal muss Musik ja auch gar nicht viel mehr als das.

Rating: ★★★½☆
Wye Oak


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