Rezensionen

William Fitzsimmons – The Sparrow And The Crow

Wer sich auf dem diesjährigen Haldern-Pop Festival gefragt hat, wer der nette Songwriter ist, dessen Album in mehreren Umbaupausen gespielt wurde, erhält spätestens nun Erleuchtung, William Fitzsimmons ist der Mensch, „Goodnight“ das Album, das angeblich bald auf dem Haldern-Pop Label hierzulande veröffentlicht wird. 2 Jahre ist dieses Werk nun schon alt und so verwundert es nicht, dass Fitzsimmons zeitgleich und auf eigene Faust bereits sein drittes Album in den USA veröffentlicht. „The Sparrow And The Crow“ ist ein Album für jene, die auf dem Haldern-Pop bei Scott Matthew und bei den ersten Stücken Iron & Wine dahin geschmolzen sind.

Nicht ganz so verschlafen, wie noch auf dem Vorgänger „Goodnight“, aber dennoch zurückhaltend und sanft trägt William Fitzsimmons seine zarten Folkklänge vor. Die Stimme von Fitzsimmons ähnelt dabei stark der von Sam Beam (Iron & Wine) und ebenso warm intoniert er seine Songs. Der Gesang schmeichelt sich ins Ohr und wirkt teilweise mehr einem sanftem Flüstern, am schönsten im Duett mit verschiedenen Sängerinnen, wie bspw. Priscilla Ahn. Den Pfad ruhiger Folkklänge, den Sam Beam mit seinem letzten Album „The Shephard’s Dog“ für einen volleren Bandsound, verlassen hat, scheint einen gleichwertigen neuen Pilger gefunden zu haben, der ihn begeht. Passenderweise trägt auch William Fitzsimmons den Vollbart, den auch schon Sam Beam zu seinem Markenzeichen gemacht hat. „The Sparrow And The Crow“ ist ein mindestens genau so herzerwärmendes und unbeschreiblich schönes Album, wie Scott Matthew’s diesjähriges, selbstbetiteltes Debüt und ein neuerliches Beispiel für Künstler, die zwar durch das Raster der Plattenindustrie gefallen sind, aber beherzt weiterhin tolle Songs schreiben.

Video zu „It’s Not True“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=T3AB6NrfiaM

Myspace von William Fitzsimmons

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