Rezensionen

Waves Of Joy – Days of Value (EP)

The Pastels - Slow Summits

Musikförderung ist ein Deutschland ja verglichen mit Ländern, wie Schweden, eher ein Thema, das stiefmütterlich behandelt wird. Der Hamburger Musikpreis Krach & Getöse bildet da eine schöne Ausnahme. Jährlich zeichnet eine Jury aus Musikern, Musikredakteuren und anderen Experten verschiedene Musiker aus, von denen man dank eines umfangreichen Förderprogramms auch später wirklich etwas hört. So zum Beispiel die Formation Fuck Art, Let’s Dance, den Songwriterpoeten Spaceman Spiff und im ersten Jahr des Awards unter anderem die Truppe von Estuar.

In diesem Jahr haben unter anderem die Beatles Fans von Waves Of Joy den Hamburger Musikpreis empfangen dürfen. Ihren Bandnamen haben sie dem Song „Across The Universe“ von den Beatles entliehen und auch ihren Sound siedeln die Hamburger im Klangspektrum der Pop-Ikonen an.

Dazu mischen sie noch etwas Indie-Rock und Folk und fertig ist eine schmissige Mischung ziemlich europäischer Musik, die wirklich Laune macht.

Ganz frisch nach der Auszeichnung mit dem Hamburger Musikpreis Krach & Getöse veröffentlicht die junge Band nun ihre EP „Days Of Value“. Ihre eigene Variante von Carpe Diem oder so ähnlich. In der Musik des Trios findet sich auch genügend Optimismus, um den Tag beschwingt anzugehen und ihn entsprechend zu nutzen. Zum Beispiel im Opener „Ready To Fall“, der mit wunderbaren Synthies und leicht melancholischer Note im Gesang aufwartet. Gekonnte Gitarrenarbeit gesellt sich hier zu einer Melodie in bester Sturm und Drang Manier, der amn direkt anhört, dass die Musiker nicht nur die 80er nie erlebt haben, sondern auch in Zeiten von Kurt Cobain und Co. noch in ihre Windeln gemacht haben. Das bedeutet nicht, dass der Sound infantil ist, sondern eine wunderbare Jugendlichkeit verströmt.

Das zeichnet alle Tracks auf „Days Of Value“ aus. Das Trio spielt unbeschwert auf, mischt 60ies Pop mit Folk-Rock, Indie-Pop und Brit-Pop und klingt dabei nie bemüht, wie es viele andere deutsche Bands tun, die sich an Retro-Sounds versuchen und auf Englisch singen. Waves Of Joy klingen im besten Sinne authentisch und erfrischend jugendlich und bieten mit „Days Of Value“ eine Debüt-EP, nach der wir das Trio aus dem Norden auf jeden Fall im Auge behalten werden.

Waves Of Joy auf Tour als Support bei zwei Terminen der Spring Offensive Tour

23. Juni 2013, Hamburg – Kulturhaus 73
24. Juni 2013, Köln – Studio 672


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