Rezensionen

WAKEY!WAKEY! – Almost Everything I Wish I'd Said The Last Time I Saw You…

Wer die amerikanische TV-Serie „One Tree Hill“ verfolgt hat, dem könnte der Name Mike Grubbs ein Begriff sein. Dort verkörperte er einen Barkeeper. Seine Songs konnte er dann auch gleich in der Serie platzieren und so wurde der Name WAKEY!WAKEY! langsam ins Unterbewusstsein der Indie-begeisterten Jugend gebracht. Da wir von „One Tree Hill“ leider überhaupt nichts mitbekommen haben, müssen wir uns nun eben damit begnügen den Namen WAKEY!WAKEY! jetzt erst mit Release des Albums „Almost Everything I Wish I’d Said The Last Time I Saw You…“ kennenzuleren.

Der Albumtitel allein hat eigentlich schon 100 Punkte verdient. Als Sohn einer Klavier-Lehrerin drehen sich die meisten Stücke natürlich rund um ein verspieltes Piano. Hinzukommen mal Geigen, eine Gitarre und vor allem viel Sonnenschein. Das äußert sich in vielen „Ooooohs“ und „Oh Oh Oh“s. Ein wenig klingt das so, als würden Arcade Fire auf OK GO treffen. Keine schlechte Vorstellung und so vermag Mike Grubb mit seiner Band auch in einigen Stücken zu überzeugen. Etwa mit dem druckvollen Opener „Almost Everything“, der mit starker Melodie und eingänigem Refrain daherkommt. Erinnert zwar stellenweise ein wenig an Ra Ra Riot, aber die haben diesen Sound ja auch nicht gepachtet. Das folgende „The Oh Song“ erinnert dann leider ein wenig an Maroon 5 und driftet im Refrain völlig ab. Häufig ist das deutliche Ziel von Mike zu erkennen auf direktem Weg ins Radio und die Herzen junger Mädels zu gelangen. Dabei greift er leider etwas zu oft auf Plattitüden zurück. Aber stellenweise vermag er dann doch Songs von ähnlichem Kaliber, wie dem Opener zu fabrizieren. Etwa das nachdenkliche, aber mitreißende „1876-The Brooklyn Theatre Fire“, oder das verspielt fiepsende „Got It All Wrong“. Macht in der Summe ein Album mit ein paar schönen Momenten, aber auch einer Menge absolut austauschbaren Pop-Rock-Stücken.

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