Rezensionen

Vismets – Gürü Voodoo

Belgien dürfte vor allem bekannt sein als Hauptstadt der Europäischen Union, durch köstliche Waffeln und als Heimat der Pommes Frites. F Denkt man an Musik aus dem Benelux-Königreich, muss man schon etwas länger nachdenken. Laut Indiepedia gibt es dort Künstler wie Ghinzu, Zita Swoon, Das Pop und als vielleicht wirklich erwähnenswerte Kandidaten noch Soulwax und dEUS. Mit letzteren haben Vismets, um die es hier gehen soll neben ihrer Herkunft dann zumindest ihren Manager und den Releasetermin ihres Albums gemein.

Hinzu kommt noch beachtlicher Charterfolg in ihrer Heimat, den sie nun verständlicherweise auf ganz Europa ausdehnen möchten. Dafür präsentieren sie nun ein Debüt mit dem seltsamen Titel „Gürü Voodoo“. Darauf vereinen sie 80er Jahre Synthie-Sound mit lauten Gitarrenriffs zu einer seltsamen tanzwütigen Klangwelt. Der Opener „Normal Life“ kommt da noch als harmloser Ausflug in die Indie-Disco daher und bietet Keyboard-Sounds, die in den Bridges beinahe an Europe erinnert. Muss man sicherlich mögen, um es gut zu finden. Das machen einem die Belgier aber echt nicht leicht und bieten etwa mit dem Stück „Vultures Of Tronica“ einen seltsam anmutenden Ausflug in Richtung Prog-Rock mit annäherndem Grunzgesang und einer Melodie, die sich in etwa so leicht zugänglich zeigt, wie Fort Knox. Aber immerhin muss man Vismets an dieser Stelle ein wenig Mut zugestehen, den zeigen sie auf großen Teilen von „Gürü Voodoo“ nämlich nicht. Da verlässt sich das Quartett meist auf Synth-Pop-Plattitüden und bietet unoriginellen Disco-Pop. Wie etwa die Single „Wasted Party“, bei dem sich die Belgier, wie man auch schon bei vielen Kollegen lesen durfte bei „Thunderstruck“ von AC/DC bedient haben. Nicht schön so etwas. Das passt aber zum unoriginellen Gesamtbild, das „Gürü Voodoo“ hinterlässt. So bleibt eigentlich nur ein Urteil: Sollte euch im Plattenladen eures Vertrauens auf das Album stoßen legt es schnell wieder weg. dEUS sollen ja auch kürzlich ein neues Album veröffentlicht haben.


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