Rezensionen

Various Cruelties – Various Cruelties (s/t)

Various Cruelties

Vier Newcomer aus London und Leeds, die über sich schreiben „A four-piece, multicultural lineup – led by a mod, Liam O‘ Donnell, and with a black rhythm section and dreadlocked bassist – they are fusing classic British guitar pop with Motown and Stax grooves, to create a form of indie soul“. Nun ja, ob man einen schwarzen Bassisten mit Dreadlocks nun so herausstellen muss sei einmal dahingestellt. Sich zudem Mod zu nennen ist für eine junge Band zudem so cool, wie sich heute noch Emo zu schimpfen. Aber nun ja, sagen wir einmal so, beim Thema Selbstvermarktung müssen Various Cruelties offensichtlich noch etwas üben. Zumindest mit der Beschreibung britischer „Gitarrenpop gemischt mit Motown“. Aber das ist natürlich für einen Mod auch keine sonderlich kreative Mischung.

Knapp zwei Jahre nach ihrer Gründung präsentieren die vier Jungs nun auch ihr Debüt, das sie ganz schlicht auch einfach einmal nach sich benannt haben. Mit diversen Singles machten sie uns bereits im letzten Jahr auf sich aufmerksam und so dürfte jedem klar sein, dass man einige unterhaltsame Indie-Rock-Hits auf dem Album erwarten dürfte.

Die Stücke leben vor allem vom lässigen Gesang von Liam O’Donnell, der stimmlich in der Nähe von Miles Kane und Alex Turner zu verorten ist. Gerade letzterer muss mit seiner Hauptband den Arctic Monkeys auch direkt als Referenz herhalten. Denn den Sound von Various Cruelties kann man gut und gerne bei den arktischen Äffchen verorten. Im Gegensatz zu denen versucht das Quartett aus London und Leeds allerdings nicht nur simple Partysongs für die Indie-Kids rauszuhauen, sondern nimmt sich auch einmal Zeit für clevere Melodieführung und spickt ihre Songs auch mit etwas mehr Soul. Hier kommt dann auch wohl der Motown-Einfluss ins Spiel.

So bieten Various Cruelties auf ihrem Debüt unterhaltsame Kost für Fans von The Kooks und den Arctic Monkeys, allerdings deutlich unaufgeregter und mit weniger Hang unbedingt den nächsten Party-Hit rauszuhauen. Dabei entstehen auch einmal hübsche kleine Hymnen mit ausschweifender Instrumentierung, wie etwa „Beautiful Delirium“. Ein Stück, das auch den frühen Coldplay gut zu Gesicht gestanden hätte. Das ist natürlich alles wenig originell oder gar revolutionär, aber dennoch dürften es die jungen Briten mit diesem Album schaffen, sich einen Platz zwischen den erwähnten, etablierteren Bands zu erspielen.

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