Rezensionen

Various Artists – The Fabelhafte Weekender Compilation 2008

Im März 2007 wagte das britische Kultlabel den Schritt nach Deutschland und eine Niederlassung in der Hauptstadt. Mit den Eight Legs, Look See Proof, Chikinki, The Bishops, The Indelicates und 1984 hat das Label auch mittlerweile eine riesige Bandbreite feinster Indiebands unter Vertrag. Knapp 18 Monate nach dem Schritt nach der Eroberung des Festlandes, blickt Weekender Records Deutschland nun mit dem Sampler „The Fabelhafte Weekender Compilation 2008“ auf das Vollbrachte zurück und wagt sogar einen Blick auf das was kommen wird.

Den Opener bestreiten die Zwillingszwerge von The Bishops mit ihrem stark Beatles-inspiriertem Brit-Pop Hit „The Only Place That I Can Look Is Down“. Ebenso englisch, aber punkiger geht es bei den Dogs zu, fast amerikanisch Surf-Rockig wirken danach Chikinki mit ihrer persönlichen Hymne „You Said“. Mit „Blood.Sweat.Tears“ versprühen die Eight Legs dann so etwas, wie naiven Punk-Charme und wirken fast schon infantil gegen The Indelicates, die in der Tracklist mit ihrem kritischen Song „America“ folgen. Dass Weekender sich auch außerhalb Englands nicht dumm im Signing begnadeter Acts anstellt, beweist der Sampler dann bei Kristoffer Rangstam, der im extrem tanzbaren „Breakfast By The Matress“ schamlos Rock mit Disco mischt. Vom Sound vielleicht nicht innovativ, aber dafür handwerklich gut und mit sehr viel Leidenschaft vorgetragen geht es bei den neuen Brit-Pop The Rocks und Look See Proof zu. Etwas rockigere Töne schlagen dann Kingsize an, kurz bevor Boris Ming von Chikinki dann mit seinem Projekt The Precious Mings und dem Track „Quack Horse“ seine verschrobenere Seite und seine Liebe für Synthiesounds zeigt. Mit den letzten beiden Acts folgt der Ausblick, auf das, was uns in den nächsten Wochen bei Weekender erwartet, da präsentieren nämlich 1984, wer Black Wire nach deren Trennung beerben wird. „Cache Cache“ ist eine treibende Mischung aus Joy Division und Sex Pistols, unterkühlt, aber dabei höchst tanzbar. Die Werkschau wird beendet von The Sugars, Newcomern aus Leeds, die eingängigen und stampfenden Bluesrock spielen. Ein schöner Sampler, um einen ersten Einblick in die Acts von Weekender Records zu bekommen. Schade nur, dass Weekender Records hier nicht bei den Kollegen von Wichita Records (Sky Larkin, Los Campesinos!, Conor Oberst, etc.) abguckt und den Sampler gegen Eingabe der eMail-Adresse als kleinen Appetizer auf die Labelacts verschenkt.

The Indelicates, Video zu „America“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=5tYYuQ4bsAE

Homepage Weekender Records

Discussion

Comments are closed.

Archive