Rezensionen

Travis – J. Smith

12 Jahre ist es her, da brachten Travis auf ihrem eigenen Label „Red Telephone Box“, ihre erste Single ‚All I Want To Do Is Rock‘ raus. Am 30. Juni erschien jetzt auf dem selbigen die neue EP der Band – zur Feier diesen Jubiläums, der Wiederbelebung des Labels und als kleines Geschenk an die Fans. Die drei auf Vinyl und als Download zur Verfügung gestellten Lieder dürften allerdings auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf das 6. Album der Band „Ode to J. Smith“ geben, welches am 29. September erscheinen soll.


Und dieses scheint definitiv anders als sein Vorgänger „The Boy with No Name“ zu werden. Die EP beginnt mit dem sowohl für diese, als auch für das Album, titelgebenen Lied J. Smith. Als drei-minütige Rockoper angepriesen, wartet es in der Tat mit einigen, für Travis ungewöhnlichen Elementen, wie dem Gebrauch eines Chors, auf. Recht komplex schafft es der Song dennoch kurzweilig und durchaus nicht überambitioniert auszuklingen. Im Gegensatz zu der Ausgeklügeltheit des ersten Tracks schmettert „Get Up“ dann verhältnismäßig simpel daher. Rockig und mit repetitiven Refrain appelliert es, ruft auf und zweifelt. Es verwundert zunächst allerdings, dass das kleine Highlight der EP „Sarah“ im Gegensatz zu seinen Vorgängern auf der EP nicht auf dem Album erscheinen soll; wäre das bitter-süße, wunderschön vom Piano begleitete, Lied, doch das oberflächlich am ehesten an jüngere Travis Werke erinnernde gewesen. Mit „J. Smith“ gelingt es den Schotten an die rockigen Klänge ihrer Debüt-Single von damals anzuknüpfen – diese aber auch mit gänzlich neuen Ideen zu kombinieren. Und gerade dieses hält auch die Spannung auf das kommende Album hoch, schafft es die EP doch zu überraschen, verwundern und letztendlich zu überzeugen.

inoffizielles Video zu „J. Smith“

httpv://www.youtube.com/watch?v=4f_QDSdTEQo&feature=channel_page

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