Rezensionen

Tortuga Bar – Narcotic Junkfood Revolution

OWL/Indie – Legende, das ist doch wahrhaftig ein wohlklingender Titel. Mit diesem schmückt sich Mark Kowarsch (Speed Niggs, Sharon Stoned, Elektrosushi…). Zusammen mit Alexandra Gschossmann bildet er den Kern des Projekts Tortuga Bar. Auf dem gemeinsamen Album „Narcotic Junkfood Revolution“, das Korwasch und Gschossmann über drei Jahre größtenteils in Nürnberg aufnahmen vereinen sie jede Menge anderer Legenden und Helden, daruner Evan Dando von The Lemonheads Phillip Boa, Rummelsnuff, Sedlmeir, David Cunningham, Nagel von Muff Potter, Peter Brugger von den Sportfreunden Stiller, Jari von Navel, Gitbox!, Nino Skrotzki von Virginia Jetzt!, Gisbert zu Knyphausen, Bernadette La Hengst, u.v.m. Eine bunte Mischung verschiedenster Musiker also, die auch darauf hindeutet, dass den Hörer auf „Narcotic Junkfood Revolution“ eine ebenso bunte Mischung musikalischer Spielrichtungen erwarten.

Derlei Erwartungen werden dann auch erfüllt. Der Opener „Likely To Be Dropped“ bedient sich mit dumpfem Bass, schreienden Gitarren und gehetztem Gesang im Rock und erinnert dabei ein wenig an The Subways, bringt zudem auch ein ähnliches Spaßpotential mit. „Don’t Tell“ zeigt sich dann als launiges Stück Pop mit verspieltem Xylophon und verspieltem Klavier, ist nicht so zwingend wie der Opener und dudelt gefällig daher. Etwas rockiger wird es dann wieder mit „Halle Berry“, einem Stückchen Spaßrock gewidmet Hollywood-Ikone Halle Berry. In „Storm“ wird die akustische Gitarre ausgepackt und zu leicht folkigen Klängen eine Akustikballade in bester Singer-Songwriter-Manier vorgetragen. Nach vier Songs ist damit klar, „Narcotic Junkfood Revolution“ will vieles, sich aber keinesfalls festlegen. So wundert es dann nicht, dass mit „Foolish Me“ eine Art seltsam verschrobener Elektro-Track mit computerverzerrter Stimme, dumpfem Bass und pluckernden Spacebeats folgt. Ganz anders ist dagegen dann im späteren Verlauf der Song „Columbine Community“, ein Akustik-Song über den Amoklauf an der Columbine High School. Durch die vielen Stilwechsel gerät das Album dann zwar extrem abwechslungsreich, aber auch sehr inkonsistent, so wollen die einzelnen Songs manchmal nicht zum Vorgänger passen und stören etwas den eigentlich grundsätzlich positiven Gesamteindruck.

Rating: ★★★☆☆
Tortuga Bar

TORTUGA BAR-„STORM“ feat. EVAN DANDO & GISBERT ZU KNYPHAUSEN

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