Rezensionen

Torpedo – We

Drei Jahre ist es nun schon her, dass Torpedo, bei denen sich unter anderem auch Pontus Levahn und Erik Welén von Tiger Lou, ihr Debüt “In The Assembly Line” veröffentlichten. Seitdem ist viel passiert, besonders in Hinblick auf die Mitgliedschaft einiger Bandmitglieder bei Tiger Lou. Die sind jetzt nämlich Geschichte und so liegt das Hauptaugenmerk nun auf Torpedo.

Ob sich die Band dadurch nun weiter in den Vordergrund spielen kann wäre ihr natürlich zu wünschen, ob sie das Zeug dazu hat, will sie jetzt mit „We“, dem zweiten gemeinsamen Album belegen. Was die Band da auf „We“ präsentiert hat jedenfalls nicht viel mit Tiger Lou zu tun, womit alte Fans schon einmal durch’s Raster fallen dürften. Wer sich bei aller Neugier dann aber nicht abschrecken lässt, für den gibt es hier durchaus etwas zu entdecken. Nämlich rabenschwarze Kraut-Rock-Hymnen angereichert mit Elektro-Pop. Im Opener „Dystopia“ mit einem repetetivem Keyboard, das über 8 Minuten durch eine düstere Komposition mit spärlichem Gesang und einer mehr oder weniger dichten Soundwand führt. Das zeigt auch schon, für das Weben ihrer Klangteppiche nehmen sich Torpedo viel Zeit, ringen ihren Zuhörern aber auch viel Geduld ab, denn, die bei aller Sperrigkeit manchmal auch mit kleinen Soundperlen belohnt wird. Wie etwa bei „Islands In Eternity“, das eine tolle Pop-Melodie aufbietet. Häufig allerdings verschanzen sich Torpedo aber hinter ihren Soundwänden uns pluckern düster vor sich hin, ohne wirklich Anlass für Begeisterung zu geben.

Rating: ★★★☆☆
Torpedo
Torpedo auf Tour:

27. Mai, Magdeburg, Projekt 7
28. Mai, Osnabrück, Kleine Freiheit
30. Mai, Stuttgart, Keller Klub
31. Mai, München, Ampere
01. Juni, Frankfurt, Nachtleben
02. Juni, Hamburg, Molotow
03. Juni, Berlin, Levee

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