Rezensionen

Alexander – Alexander

Nach zwei Alben mit seinem Projekt Edward Sharpe and the Magnetic Zeros fühlte Alexander Ebert die Zeit gekommen dem Kollektiv zu entfliehen und ein Album allein aufzunehmen. Dafür nahm er sich immer wieder Zeit zwischen Touren und Terminen mit seiner Band und nahm sein Solo-Debüt auf. Dabei schien er so besessen vom Gedanken alles allein zu machen, dass er sogar die Geige selbst einspielte, obwohl er noch nie zuvor Geige gespielt hat. Als Zitat dafür wird „Fuck yes, let’s do it“ in der Pressenotiz überliefert.

Klingt nach viel jugendlichem Übermut und Unbekümmertheit. Das möchte auch das Albumcover mit Regenbogenfarben und einem kleinem Jungen mit Hut transportieren. Und die Hippie-Mentalität, die man nun erwartet kommt auf „Alexander“ auch durch. Wenig überraschend natürlich, wenn man die Musik von Edward Sharpe and the Magnetic Zeros kennt. So liefert Alexander schon mit dem Opener „Let’s Win!“ ein unbekümmertes Stück Folk mit Handclaps, rhythmischen Gitarrenakkorden und Alexander’s vergnügter Stimme. Was er mit dem schrägen „Awake My Body“ mitsamt Indianersprechgesang sagen will weiß wohl nur er. Das ruhige, sanft dahin fließende „Truth“ weiß in der Folge aber wieder zu überzeugen. Leider weiß Alexander in der Folge viel zu selten, wohin seine Kompositionen nun führen sollen und lässt die leicht psychedelischen Wohlfühlnummern zu häufig einfach nur durch den Lautsprecher plätschern. Auch Lichtblicke, wie das sehr hübsche „A Million Years“ führen nicht dazu, dass „Alexander“ einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt.

Rating: ★★½☆☆
Alexander

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