Rezensionen

Three Blind Wolves – Sound Of The Storm

Eigentlich veröffentlichten Three Blind Wolves aus Glasgow bereits vor relativ genau einem Jahr ihr Mini-Album „Sound Of The Storm“. Seitdem betourten sie ausführlich die britischen Inseln, aber auch das europäische Festland. Die Resonanz war so gut, dass sich das Quartett nun entschloss ihrem Mini-Album einen Rerelease zu gönnen. Eine gute Idee, denn so werden hoffentlich noch mehr Musikbegeisterte auf die Band aufmerksam, die bereits für Noah & The Whale, Frightened Rabbit und Glasvegas eröffnete.

Auf ihrem Facebook-Profil schreiben Three Blind Wolves, die sich früher Ross Clark & the Scarfs Go Missing – nach Chefsongwriter Ross Clark, der 2009 sein Debüt „You Brought Evil“ veröffentlichte – nannten, über sich: „We make music because we want to make the kids feel like dancing with their shoes off in a deep Summer forest, where the leaves drip with golden sunshine onto hands and lips and shoulders and hips bumping together in time.“ Eine durchaus passende Beschreibung, denn hört man ihre sich immer temporeicher steigernden Folk-Nummern hat man schnell derlei Bilder vor Augen. Der Opener „Hotel“ ist da ein Musterstück. Es beginnt ganz ruhig, prescht kurz in eine laute Gitarrenwand und wandelt dann in entspanntem Folk-Rhythmus durch die Landschaft. In den Refrains steigert sich dann Sänger Ross Clark herrlich rein. Spätestens hier ziehen die Kids dann ihre Schuhe aus und tanzen in immer schneller werdenden Tanzbewegungen, während sich die Band gegen Ende des Songs immer weiter in einen Chor steigert. So sieht gut gemachter Folk-Rock mit ansprechendem Pop-Appeal aus, da braucht es auch keine dröge stampfenden Bass-Drums und sich künstlich vor Pathos verzehrende Sänger, die irgendwelchen Mumpitz über Löwenmänner singen. Besonders mitreißend und mit rockigen Klängen fesseln Three Blind Wolves im wundervollen „Three Blind Wolves“. Eine tolle Ballade mit fesselndem Spannungsbogen und der richtigen Prise Bombast, bei dem auch klar wird, warum Ross Clark gern einmal mit Jim James von My Morning Jacket verglichen wird. In deren Fußstapfen dürfen die Jungs aus Glasgow natürlich gern treten, zumal sie auf „Sound Of The Storm“ eine deutlich bessere Figur machen als My Morning Jacket zuletzt auf „Evil Urges“.

Rating: ★★★★½
Three Blind Wolves

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Three Blind Wolves – Emily Rose by Stayloose

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