Rezensionen

Three Blind Wolves – Sing Hallelujah For The Old Machine

Three Blind Wolves - Sing Hallelujah For The Old Machine

Mehr als zwei Jahre ist es jetzt schon her, dass uns die Schotten von Three Blind Wolves mit ihrem Mini-Album „Sound Of The Storm“ begeisterten. Viel ist seitdem passiert. Die Band tourte viel in Großbritannien und den Niederlanden und durfte sogar auf dem SXSW spielen. Mit „Sing Hallelujah For The Old Machine“ haben Three Blind Wolves nun auch endlich ihr Debüt fertiggestellt.

Den Vergleichen mit Pavement und Frightened Rabbit wird die Band nun jedoch nicht mehr gerecht. Das ist kein Kritikpunkt, denn die Schotten haben sich einfach in eine völlig andere Richtung entwickelt.

Der Americana-Einfluss ist noch größer und nun gepaart mit Elementen aus Folk-Rock, Country und ein wenig Indie. Irgendwo zwischen Neil Young, Bruce Springsteen, The Hold Steady und My Morning Jacket suchen sich Three Blind Wolves ihre Nische und rocken sich in ihr auf „Sing Hallelujah For The Old Machine“ so richtig aus. Im Mittelpunkt dabei immer Sänger und Songwriter Ross Clark, der aus tiefster Kehle singt, croont und schreit.

Schon der Opener „In Here Somewhere“ ist ein Beispiel für die Eindringlichkeit des Sounds von Three Blind Wolves. Nach ruhigem Start peitscht sich die vierköpfige Band in den sechs Minuten des Songs immer weiter auf und setzt mit dem Stück ein erstes Ausrufezeichen samt stampfender Drums und kleinem Chor. Bei „Tall Man Riding“ croont sich Clark durch eine Nummer, die den ganzen inneren Zwiespalt im Sound der Schotten perfekt wieder spiegelt. Hier trifft die schottische Sehnsucht auf die weite der amerikanischen Landschaften. Das macht das Stück zu einer Folk-Rock-Hymne, die nur eine Band, wie Three Blind Wolves schreiben kann. Klar beinhaltet die beschriebene Mischung auch den ein oder anderen Ausreißer, bei dem es die Band einfach ein wenig übertreibt oder sich nicht so recht festlegen mag. „Edgar’s Church“ ist ein gutes Beispiel dafür. Die Schotten versuchen sich hier an einer Mischung aus Harmoniegesang, Ballade und Rocksong und scheitern in einem verkopften Etwas, bei dem einzig das opulente Ende zu überzeugen weiß. Das hat es dafür aber wirklich in sich. Auch das ruhige „Sex Is For Losers“ ist eine eher halbgare Sache. Mit ein paar anderen Durchhängern macht das etwa ein Drittel des Albums, das nicht so wirklich greifbar ist, dieses Drittel wird jedoch überstrahlt von erstklassigen, alles umarmenden Hymnen, die kraftvolle Sounds und sehnsüchtige Lyrics vereinen.

Three Blind Wolves auf Tour:

08. September 2013, Rees-Haldern, Haldern Pop Bar
09. September 2013, Berlin, Privatclub
10. September 2013, München, strom

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