Rezensionen

There Will Be Fireworks – The Dark, Dark Bright

There Will Be Fireworks - The Dark, Dark Bright

Heimlich, still und leise veröffentlichten die Schotten von There Will Be Fireworks vor vier Jahren ihr Debüt-Album. Das war schlicht nach ihnen benannt, zeigte sich vom Sound her allerdings alles andere als schlicht. Das Quartett schaffte es wie kaum eine andere schottische Band in den letzten Jahren euphorische Gitarrenwände mit leichten Folkeinspielungen und Songwriter-Pop zu einer infektiösen, immer berührenden, mal gewaltigen und mal reduzierten Mischung zu vermengen, die auch Jahre später noch mitreißt. Vier Jahre sind seitdem vergangenen und der Band blieb der wohlverdiente Durchbruch leider versagt. Das Ende für There Will Be Fireworks bedeutete das aber nicht, die Musiker fanden immer wieder Zeit ins Studio zu gehen und ihr Privat- und Berufsleben mit der Band zu vereinen. Das Ergebnis ist nun endlich unter dem Titel „The Dark, Dark Bright“ zu haben und zeigt schnell, dass sich vier Jahre Wartezeit absolut gelohnt haben. Wie beim Vorgänger beginnen There Will Be Fireworks mit Spoken Words, die später in atmosphärische Sounds übergehen, die im gewaltigen „River“ münden. Ein sich langsam aufbauendes Stück, bei dem sich die Band nach ruhigem Beginn richtig reinhängen und mit krachenden Gitarren und emotionalem Gesang ihre ganze Stärke ausspielen.

Ihrem Namen machen There Will Be Fireworks mit diesem Einstieg dann auch alle Ehre, denn sie lassen es durchaus krachen. Mit „Roots“ folgt einer dieser ruhigen Momente, die sich aus dem Albumkontext gerissen vielleicht etwas ziehen, im Kontext aber den perfekten Ruhepol bieten. Mit „Youngblood“ erreicht die Band dann schon recht früh das Highlight des Albums. Ein Stück, das relativ ruhig beginnt und stimmungsvoll aufgebaut wird, um nach einer Weile in einem gewaltigen Feuerwerk zu münden, das für mehr als eine Gänsehaut taugt. Bis zu diesem Punkt könnte man der Band jetzt unterstellen einfach nur das Erfolgskonzept des Vorgängers zu kopieren. Das wäre jedoch falsch und würde „The Dark, Dark Bright“ nicht gerecht. Vielmehr begehen There Will Be Fireworks nicht den Fehler, den viele andere junge Bands begehen, die denken, man müsse sich nach jedem Album unbedingt neu erfinden, um dann irgendwann ein selbstverliebtes arty Pop-Album wie „Reflektor“ einzuspielen. There Will Be Fireworks wählen den besseren Weg, spielen ihre Stärken aus, vermeiden Fehler, die sie in der Vergangenheit gemacht haben und lassen neue Einflüsse zu, ohne sich von ihnen übermannen zu lassen. Das Resultat ist ein extrem reifes, atmosphärisches Album mit großartigem Spannungsbogen, der richtigen Dosis Pathos und Songs zwischen Gänsehaut, breitem Grinsen und Tränen im Auge. Für uns – und das sagen wir ja eher selten direkt in Reviews – eindeutig eines der Alben des Jahres und sicherlich ein treuer Begleiter über die nächsten Monate und vielleicht Jahre. Weniger als vier bis zum nächsten Album der Band würden uns aber natürlich dennoch gefallen.


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Discussion

  1. […] there will be fireworks: Bandcamp >>> Facebook >>> Review […]

    Posted by There Will Be Fireworks - Youngblood › MAMUMA Musikblog | Dezember 23, 2013, 11:32 am
  2. […] There Will Be Fireworks – The Dark, Dark Bright […]

    Posted by WhiteTapes Record Of The Year 2013 – das Ergebnis | WhiteTapes | Januar 1, 2014, 8:23 pm

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