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The xx – XX

The xx sind schon vor dem Release ihres Debüt-Albums zu so etwas wie ein Phänomen unter den vom NME gehypten Newcomer Bands geworden. Es kommt ja immer mal wieder vor, dass eine Band vor dem Release ihres Debüt-Albums vom NME zum nächsten großen Ding ernannt wird. Dass der NME aber den Sound der Band zum In-Sound der Stunde erklärt ist dann doch eine Besonderheit, ganz besonders, wenn man bedenkt, dass das Quartett um Sängerin und Bassistin Romy Madley Croft und Sänger und Gittarist Oliver Sim im Durchschnitt gerade einmal um die 20 Jahre jung ist. Croft und Sim, die sich gesanglich in den Stücken sanft aber doch kühl umschmeicheln kennen sich bereits seit ihrem dritten Lebensjahr und gingen zusammen mit Jamie Smith (Beats) und Baria Qreshi (Keyboard / Gitarre) auf eine Schule im besser gestellten Westen Londons. Übrigens auf die gleiche Schule, auf die auch Hot Chip gingen. Mit denen haben sie musikalisch allerdings nichts zu tun.

Der ist besonders vom New Wave, The Smiths, The Cure und New Order beeinflusst. Aber auch Bands wie Portishead und Mazzy Star bieten sich als willkommene Referenz an. Mit einem reinen Instrumental eröffnet das Album, eine kühle Gitarre trifft auf Synthie-Sounds und einen knackigen Beat. Die Atmosphäre für die folgenden insgesamt 40 Minuten von „XX“ ist vorgegeben. In VCR kommt dann die spezielle Besonderheit des Band-Sounds zum tragen, zur kargen Instrumentierung gesellen sich die Stimmen von Croft und Sim, die sich im ruhigen Zwiegesang umschmeicheln, immer knapp an der Berührung vorbei driften und ein klares Verständnis des Duos beweisen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und verleihen beinahe allen Songs eine absolut infektiöse Note. Tief melancholisch und verträumt kommen die meisten der Stücke daher, mit minimalen Beats, alle Elemente sind auf das Nötigste zusammen gestrichen und alle Sounds klar strukturiert. Dennoch stechen einige Songs dann sogar noch besonders heraus, etwa der Song „Crystalised“, der beinahe treibend daher kommt und eine beinahe bittersüße Note beinhaltet. Auch „Islands“ mit beinahe sphärischer Grundstimmung zeigt sich als potentieller Hit. Einzig „Basic Space“ zeigt sich mit seinem R’n’B-Einschlag etwas sperriger, das ist dank der restlichen elf Songs und absolut infektiösen Melodien schnell verziehen. Das macht „XX“ wohl zu einem der beeindruckendsten und zeitlosesten Debüt-Alben des Jahres.

Rating: ★★★★★
The xx

Tour-Daten:

13. Oktober, Lido, Berlin
14. Oktober, Grüner Jäger, Hamburg
15. Oktober, Luxor, Köln
16. Oktober, 59-1, München

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