Rezensionen

The Wave Pictures – If You Leave It Alone

Nachdem das Erstlingswerk von The Wave Pictures letztes Jahr viel Lob einfahren konnte, ist 2009 nun das zweite Album „If You Leave It Alone“ bereit es ihm nachzutun. Über den 12 Songs, die alle in nur einer einzigen großen Session in Berlin aufgenommen worden sind, liegt der Hauch des Genusses und der Gelassenheit dieses Ereignisses. Mit der Einsicht, dass er generell mehr Erfolg hat, wenn Dinge nicht in harte Arbeit ausarten, hat Frontmann Dave Tattersall den Grundstein für die einladende Art des Albums gelegt. Die Musik dieses klingt vielleicht nicht sonderlich modern, aber dafür warm und ungewohnt anschmiegsam, wobei aber die Lust zum Mitwippen nicht verloren geht.

Einen besonderen Teil des Charmes der von diesem Album ausgeht, liegt allerdings in den oftmals skurrilen Texten. In diesen werden seltsamste Bilder aufgefahren, die fast „Alice’s Adventures in Wonderland“ tauglich sind. Eine der Begegnungen, die in „Bumble Bee“ erzählt werden, beginnt dementsprechend: „the next one is was a stickleback fish; said I would grand you three wishes but I’m not in the buisness of giving out wishes“. So schwingt immer eine Prise Humor mit, selbst wenn die Beobachtungen, wie in dem besonders gelungenen „Canary Wharf“ etwas melancholischer werden. Extra reizend wirkt zudem die spaßige Fixierung mit dem ‚B‘, die sich durch das Album zieht. Songtitel, wie der bereits erwähnte, „Bumble Bee“ oder „Bye Bye Bubble Belly“ blubbern einem in diesem Sinne auch von den Lippen und ins Ohr. Obwohl dieses zunächst albern oder kindisch klingen könnte, schaffen es die Briten doch die richtige Mischung zu erreichen und werden einigen bestimmt noch die kommenden Herbsttage versüßen.

Rating: ★★★★☆
The Wave Pictures
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