Rezensionen

The Union Choir – Eleanor (Single)

Kürzlich erwähnten wir hier ja bereits The Golden Virgins. 2006 trennte sich dieses Quartett aus Sunderland, das 2004 sein Debüt „Songs of Praise“ unter viel Lob der Presse veröffentlichte. Drummer Neil Bassett ist inzwischen eine Hälfte von Hyde & Beast gemeinsam mit Dave Hyde von The Futureheads. In der Zwischenzeit hat er sich in dem kleinen Örtchen South Shields, unweit von von Sunderland auch als Produzent des Kollektivs The Union Choir verdingt.

Die haben sich um Songwriter Jon Melvin gebildet und bestehen je nach Line-Up aus acht bis neun Mitgliedern. Mit „Eleanor“ veröffentlichen The Union Choir nun ihre erste Single auf Cottage Industries Records, wo sie sich in guter Gesellschaft mit Minotaurs und Young Liar befinden. Da passt es natürlich, dass Peter Hall von Minotaurs auch gleich Mitglied im Kollektiv ist. Mit dem Signing von The Union Choir stellt Cottage Industries ganz nebenbei dann auch wieder unter Beweis, dass sie gleichermaßen Wert auf Vielfalt und Qualität legen. In der Soundwelt von Minotaurs und Young Liar lässt sich die Band nämlich nicht verorten. Vielmehr denkt man beim tiefen Bariton von Jon Melvin schnell an Matt Berninger, Frontmann von The National. Nicht nur wegen der Stimmfarbe, sondern auch wegen der elegischen Art, mit der Jon Melvin die Stücke intoniert. Die Instrumentierung umschmeichelt mit düsteren Gitarren und drückenden Drums die Gesangsmelodie und offenbart deutliche Referenzen an The National, The Smiths und Editors. Aufgelockert durch Blas- und Streichinstrumente gegen Ende des Titelsongs steigert sich der Song aus düsterer Stimmung zu einem wunderbar lichten Moment. Die zwei weiteren Stücke „Rapture“ und „Matador“ sind zwei weitere, hitverdächtige Indie-Rock-Stücke, die eine fesselnde Stimmung erzeugen und einmal mehr das geschickte Händchen von Cottage Industries zeigt.


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The Union Choir – 01 Eleanor by Cottage Industries

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