Rezensionen

The Twilight Sad – No One Can Ever Know

The Twilight Sad - No One Can Ever Know

Mit ihrem zweiten Album „Forget The Night Ahead“ boten die Schotten von The Twilight Sad ihren Fans eine rockigere und düsterere Fortführung ihres Debüts „Fourteen Autumns & Fifteen Winters“. Zweieinhalb Jahre sind seit dem Release vergangen. Zeit, die The Twilight Sad vor allem auf Tour verbrachten. Denn die Jungs erfreuten sich weiter wachsender Beliebtheit, insbesondere auch den USA. 2010 folgte dann noch die EP „The Wrong Car“ und auch die Trennung von Bassist Craig Orzel. Davon ließen sich die Schotten aber nicht aus dem Konzept bringen und bastelten weiter fleißig an ihrem Erfolg.

Besonders genannte EP ließ schon darauf deuten, dass man viel von einem neuen Album der Band erwarten kann. Nun ist es da und hört man „No One Can Ever Know“, fällt einem sehr schnell eine deutliche Änderung im Sound der Band. Der Opener „Alphabet“ deutet das schon ein wenig an. Der Sound ist deutlich reduziert und nun hört man auch Synthies mitschwingen. Der Grund-Sound ist aber immer noch düster und insbesondere durch die tiefe Stimme von James Graham immer noch typisch The Twilight Sad. Der wehklagt sich mit herrlichem schottischen Akzent durch die Stücke, zieht sich zurück und schwingt sich in den richtigen Momenten empor. Und drückenden Rock bieten die Schotten immer noch. Das zeigt mit vollem Gitarren-Sound, der angereichert durch Keyboard-Sounds wie eine Übertragung des gewohnten Band-Sounds auf die Neuorientierung wirkt. Ein gekonnter Griff, musikalisch irgendwo zwischen Wave, Post-Punk und Shoegaze. Diese Mischung aus reduzierten Momenten, wie im Opener und die laut rockenden Gitarrenwände halten sich auf „No One Can Ever Know“ die Waage und sind stimmungsvoll durchmischt. Nur knappe neun Songs umfasst das Album. Die bringen es aber immerhin auf 40 Minuten. 40 Minuten, in denen einen James Graham durch düstere Geschichten führt, die einmal mehr eindrucksvoll zeigen, warum The Twilight Sad zu den großen Drei der schottischen Indie-Szene gehören.

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