Rezensionen

The Strokes – Comedown Machine

The Strokes

Als The Strokes vor mittlerweile mehr als zehn Jahren ihr Debüt „Is This It?“ veröffentlichten haben sie mal eben den Indie-Rock der nächsten zehn Jahre geprägt. Die Erwartungen an die Band waren ab sofort groß und damit sicherlich auch der Erfolgsdruck, der auf den Musikern lag. Bis zu ihrem dritten Album „First Impressions Of Earth“ wurde die Band dann auch immer besser und erspielte sich eine riesige Fangemeinde. Das einzige, was ihnen hätte vorgeworfen werden können war wohl fehlender Mut zu Variation, hatten sich The Strokes doch ziemlich auf einen bestimmten Sound eingespielt. Diesen Vorwurf wollten sie dann vor zwei Jahren mit ihrem vierten Album „Angles“ wettmachen. Wir wünschten uns im nachhinein, The Strokes hätten sich den Vorwurf nie zu Herzen genommen und sich lieber auf ihre Stärken besonnen.

Ein gutes hatte „Angles“ aber. Nach dieser losen Songsammlung, die The Strokes Album nannten, hatten wir keine großen Erwartungen an den, jetzt nur zwei Jahre nach „Angles“ erscheinenden, Nachfolger. Somit konnten wir auch nicht enttäuscht werden, was vielleicht auch eine hervorragende Art ist an „Comedown Machine“ heranzugehen.

Was die Länge betrifft sind The Strokes schon einmal ihrem gewohnten Konzept treu geblieben. „Comedown Machine“ ist keine 40 Minuten lang, umfasst aber dennoch ganze elf Songs. Eröffnet wird gewohnt zurückgelehnt und tiefenentspannt. „Tap Out“ heißt der Opener und bietet mit ein wenig Gegniedel, vielen 80ies Referenzen und einer verspielten Rhythums-Section das, was The Strokes auf „Angles“ angefangen haben. „All The Time“ dürfte dann Freunden der ersten drei Alben direkt gefangen nehmen. Scheppernde Gitarren und eine Melodie in guter alter The Strokes Manier. Mit „5050“ und „Partners In Crime“ gibt es davon dann auch gleich ein paar andere. Zwischendurch führt die Band aus New York die Experimente des Vorgängers fort. „One Way Trigger“ ist ein leicht chaotischer Trip mit eigenwilliger Melodie, der ein wenig an Aha’s „Take On Me“ erinnert, „Chances“ bildet einen Ausflug Richtung Chillwave und „One Way Trigger“ bietet ein wenig Funk. Insgesamt merkt man „Comedown Machine“ wie auch seinem Vorgänger an, dass The Strokes auf der Suche sind und sich bemühen einen neuen Sound zu finden. Das klingt in der Summe leider auch häufig sehr bemüht. Auch wenn The Strokes mit Album Nummer 5 wieder ein etwas konsitenteres Werk geschaffen haben, das als Album auch wirklich wie aus einem Guss wirkt, hätte es ihnen vielleicht dennoch nicht geschadet, noch ein wenig länger mit dem Release zu warten und einige Songs wirklich zu perfektionieren, statt sie halbgar auf „Comedown Machine“ zu veröffentlichen.


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    Posted by WhiteTapes Record Of The Year 2013 – das Ergebnis | WhiteTapes | Januar 1, 2014, 2:06 pm

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