Rezensionen

The Shaky Hands – Lunglight

the-shaky-hands-lunglightAuf dem Beipackzettel zu The Shaky Hands‘ zweitem Album – ihrem ersten auf Memphis Industries – sind die Shaky Hands als die Rock-Band beschrieben, auf die sich in ihrer Heimat Portland, Oregon, jeder einigen kann. Klingt nach ganz schrecklichem Konsens und nicht nach energiegeladenem Rock’n’Roll. Nun müssten sie dort nur noch als liebenswert beschrieben werden und sie würden erscheinen, wie ein schrecklicher Klon der Schleim-Iren von The Script. Glücklicherweise steht das da nirgends und was sie auf „Lunglight“ präsentieren klingt auch nicht nach Konsens, dafür nach sehr unterhaltsamen Rock.

Verstärkt um ein fünftes Band-Mitglied schicken sich die Shaky Hands an, den fröhlichen Hippie-Sound des Vorgängers in rootsigen Folk zu verwandeln. Die Grundstimmung ist also erst einmal dunkel, aufbauend auf einfachen, leicht verzerrten Gitarrenriffs, gepaart mit dem knarzigen Gesang von Nick Delffs, der stellenweise beinahe an Eddie Vedder erinnert. Trotz dunkler Grundstimmung lassen es sich die Shaky Hands dennoch nicht nehmen, ihre gute Laune in ihr Spiel zu packen und das Album mit einem Mitsing-Surf-Rocker namens „A New Parade“ zu eröffnen. Danach folgen Ausflüge in Acid-Rock, die Pearl-Jam Interpretation von Grunge und vor allem viel angenehm sperrigen Folk-Rock, aber das war zu erwarten, denn um Folk in Portland zu entgehen, muss man auch schon nach Dänemark ziehen. So ist „Lunglight“ eine logische Weiterentwicklung seines Vorgängers, ein in weiten Teilen unterhaltsames 60s Rock-Album, das alles andere als Konsens sein will, aber besonders bei den besser gelaunten Stücken seine Längen zeigt.

Video zu „We Are Young“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=A8CnWR4akIo

Myspace der Band
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