Rezensionen

The Pastels – Slow Summits

The Pastels - Slow Summits

Nach mehrjährigen Pausen durften wir in diesem Jahr bereits die Comebacks von David Bowie, Wire und My Bloody Valentine erleben. Alle Drei Ikonen der jeweiligen Genres. Aber auch The Pastels aus Glasgow sind nun wieder zurück. Seit mittlerweile 32 Jahren steht die Band aus Schottland für experimentelle Indie-Klänge, die sich immer weiter weg vom Garagen-Rock zum Indie-Pop entwickelt haben. Neben unzähligen Besetzungswechseln brachte es die Band allerdings nur zu vier Alben, von denen das letzte 1997 erschien.

Charterfolge konnte die Band in ihrer Geschichte ebenso wenig verbuchen, wie den finalen Durchbruch, weshalb die Band auch 32 Jahre nach Gründung und 16 Jahre nach dem letzten Album mit dem aktuellen Werk „Slow Summits“ immer noch als Geheimtipp gehandelt wird.

Dabei bietet „Slow Summits“ so vieles, wofür The Pastels eigentlich gefeiert gehören und mindestens einen ähnlichen Weltruf haben sollten, wie Bands vom Schlage Belle & Sebastian und Camera Obscura, die natürlich The Pastels deutlich zu ihren Referenzen zählen dürften.

„Slow Summits“ zeigt ab der ersten Note, dass die Band nun den Garagen-Sound der Vergangenheit ganz hinter sich gelassen hat und nun nur noch sommerlich gezeichnete, pastellige Lieder zum Besten gibt, die darauf hindeuten, dass sich The Pastels mittlerweile von Belle & Sebastian beeinflussen lassen und nicht mehr anders herum. Im Opener „Secret Music“ steigt die Band verträumt ein und spielt sich locker flockig durch einen langsam wachsenden kleinen Popsong mit gehauchtem Gesang. Der erste richtig große Hit ist „Check Your Heart“. Ein fröhliches Liedchen, das zum gut gelaunten Mitwippen einlädt. Ein weiteres Stück heißt passenderweise „Summer Rain“. Ein etwas ruhigerer Song mit melancholischer Note. Weiteres Highlight ist „Kicking Leaves“. Ein Musterstück in Sachen geschickt gestricktem Pop-Kleinod, das trotz ruhiger Instrumentierung die Spannung die ganze Zeit hoch hält. Das ist auch die große Stärke von „Slow Summits“. Hinter der unaufgeregten, leicht vor sich hinplätschernden Fassade, verbergen sich viele kleine Experimente und wunderschöne Melodien, die zu jeder Jahreszeit funktionieren dürften.

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