Rezensionen

The Pains Of Being Pure At Heart – Belong

Vor fast genau zwei Jahren verzauberten uns die New Yorker The Pains Of Being Pure At Heart auf ihrem selbstbetitelten Debüt-Album mit einer sonnigen Mischung aus Dream-Pop, Shoegaze und Indie-Rock. Wir gehörten zweifelsohne nicht zu den einzigen, die sich begeistert von der sympathischen Band zeigten und so waren The Pains Of Being Pure At Heart in aller Munde und vor allem Ohren. Mit ihrer ein halbes Jahr später erschienenen EP „Higher Than The Stars“ lieferten sie dann gleich auch noch den Beleg, dass sie nicht nur Frühlingsmusik können, sondern auch den perfekten Soundtrack für gute Laune an Herbsttagen liefern können.

Nach viel Wirbel um ihre Musik ließ es die Band im letzten Jahr erst einmal ruhig angehen. Einige Mitglieder kümmerten sich um ihre Band The Depreciation Guild (The Ice Choir) und ab und zu gab es einen neuen Song von The Pains Of Being Pure At Heart, oder ein paar Konzerte. Nebenbei nahmen sie auch die Arbeit an ihrem zweiten Album auf. Dafür konnten sie als Produzenten niemand anderen als Flood gewinnen, der sich bereits mit Produktionen für Editors, U2 und Depeche Mode einen Namen machen konnte. Wenn eine so junge Band mit einem derart etablierten Produzenten zusammen arbeitet, birgt das natürlich immer die Gefahr, dass der Produzent vielleicht einen etwas zu großen Einfluss ausübt. Die ersten Klänge des zweiten Albums „Belong“ machen dann aber schnell klar: hier gab es zwar Einflussnahme, die ist aber nur leicht spürbar und tat der Band zudem auch noch sehr gut. Der Opener und Titeltrack „Belong“ prischt nämlich fröhlich voran und geht vom Sound her sogar beinahe in eine Grunge-Richtung. Im Zusammenspiel mit der verträumten Stimme von Sänger Kip und den süßen Melodien der Band, lädt das zum fröhlichen Mitwippen ein. Spätestens im Refrain dürften dann sogar Skeptiker überzeugt sein und feststellen, The Pains Of Being Pure At Heart spielen weiterhin Frühlingsmusik vom Feinsten. Gerade die etwas rockigere Note und der etwas mehr in den Vordergrund gemischte Gesang geben dem Album einen frischen Touch und machen „Belong“ zu mehr als nur einem Abklatsch des Debüts. Die Brooklyner haben sich weiter entwickelt und dabei ihre stärken noch weiter ausgebaut. So eignet sich auch jeder Song für den nächsten Ohrwurm und jeder kann sich seinen eigenen Lieblings-Song aussuchen.

Rating: ★★★★★
The Pains Of Being Pure At Heart

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Foto auf Startseite: Ariane WhiteTapes

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