Rezensionen

The Nocturnes – Aokigahara

Der Name Emma Ruth Rundle wird Post-Rock Fans sicherlich bekannt sein. Mit Red Sparowes hat sie sich mittlerweile einen Namen gemacht und auch mit ihrem Nebenprojekt The Nocturnes schickt sie sich nun an bald noch bekannter zu werden. Dieser Tage erscheint das zweite Album der Band, das hört auf den Titel „Aokigahara“. Gibt man das Wort bei Wikipedia ein heißt es dort: „Aokigahara (jap. 青木ヶ原; auch 樹海, Jukai; „das Meer aus Bäumen“) ist ein Wald in Japan. Er befindet sich nördlich am Fuß des Fuji, westlich vom Saiko und südöstlich vom Shoji-See zwischen den Gemeinden Fujikawaguchiko und Narusawa der Präfektur Yamanashi und erstreckt sich über etwa 3.500 Hektar. […] Eine sehr reale Tatsache ist [hingegen] die Popularität des Waldes unter Selbstmördern seit den 1960er Jahren.“ Passend zum Bandnamen präsentieren The Nocturnes also auch gleich einen düsteren Albumtitel.

Der Sound der Band lässt sich ganz gut mit den ebenfalls düsteren Esben & The Witch vergleichen. Shoegaze wird hier mit Post-Rock und Dream-Pop vereint und erzeugt eine melancholische, entrückt verhuschte Stimmung. Mit viel Echo und Hall erwachsen nebelige Landschaften, in denen sich der Hörer schnell einlullen lässt und sich in seiner Gedankenwelt zu verirren droht. Über allem schwebt stets der Gesang, der teilweise aus der Schattenwelt des Waldes zu erklingen scheint und den Hörer in trügerischer Sicherheit wiegt. Nach acht Songs und 40 Minuten ist man entweder benebelt vom traumwandlerischen Sound der Band, oder man hat bereits nach dem zweiten Stück entnervt von den wabernden Soundwolken aufgegeben.

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