Rezensionen

The Moth & The Mirror – Honestly, This World

The Moth & The Mirror - Honestly, This World

Der Begriff Kollektiv dürfte wohl am besten geeignet sein, um das Gefüge von The Moth & The Mirror zu bezeichnen. Schließlich setzt sich die Band aus sechs Mitgliedern teils namhafter Bands zusammen. Darunter zum Beispiel Louis Abbott von Admiral Fallow, Gordon Skene von Frightened Rabbit und Sängerin Stacey Sievwright, die schon mit Arab Strap arbeitete. Ende 2011 veröffentlichten sie zusammen mit drei weiteren befreundeten Musikern das Album „Honestly, This World“ und nun, nachdem der Name Admiral Fallow auch hierzulande immer mehr ein Begriff wird und Frightened Rabbit schon reichlich ausverkaufte Shows hier gespielt haben, erscheint das Album auch bei uns. Und es macht nicht nur wegen des wachsenden Erfolgs der beiden oben genannten Bands Sinn, dass das Album jetzt auch hierzulande einen angemessen Release erfährt, denn die Songs sind auch eineinhalb Jahre nach ihrem ersten Release hörenswert. Doch sollte man als Fan der oben genannten Bands vorsichtig sein. Parallelen sind bei The Moth & The Mirror zwar vorhanden, die Schotten von The Sparrow & The Workshop dürften jedoch noch besser als Referenz herhalten.

Gleich zu Beginn wird das deutlich. „Everyone I Know“ hat wenig mit dem Folksound von Admiral Fallow zu tun und erinnert auch wenig an die Rocksongs von Frightened Rabbit. Ein langsamer Beginn mit düsterem Grundsound, stampfenden Drums und einem hohen Gitarrenriff lassen den Song langsam erwachsen. Im Refrain dröhnt das Stück dann mit voller Wucht aus den Boxen und bauscht sich zu besten Breitwandrock auf. Ein Bruch etwa in der Mitte hält den Hörer bei der Stange und sorgt für eine packende Atmosphäre. „Soft Insides“ ist mit leicht wehklagendem Gesang und zurückgenommener Instrumentierung eine feine Ballade mit gekonnt dramatischer Melodieführung. Die Single „Fire“ dürfte dann ein Leckerbissen für Folk-Fans sein. Eine Nummer, die so auch auf das letzte Admiral Fallow Album gepasst hätte und mit gut gelaunter Melodieführung sowie dem Wechselgesang von Louis Abbott und Stacey Sievwright eigentlich so gar nicht auf das Album passen möchte. Das folgende „Boxes“ mit seinem langsamen Beginn und den ab der Hälfte des Songs scheppernden Gitarren nebst Stoner-Rock-Gesang ist der beste Beweis dafür. Auch der Titeltrack „Honestly, This World“ ist mehr Indie-Rock-Kracher als Heile-Welt-Folk-Song, macht mit seiner starken Melodie aber auch richtig Laune. Zudem ist das Stück ein weiterer Beleg, dass The Moth & The Mirror weit mehr als nur die Summe des bisherigen Schaffens der beteiligten Musiker ist. Das Album wirkt wie ein Kanal, über den sich die Mitglieder in rockigen, häufig recht dramatisch aufgebauten Stücken, auslassen möchte.

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Discussion

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    Posted by The Moth & The Mirror - Honestly, This World › MAMUMA Musikblog | Mai 16, 2013, 8:58 pm

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