Rezensionen

The Low Anthem – Smart Flesh

Knapp eineinhalb Jahre sind nun schon seit dem dritten The Low Anthem Album „Oh My God, Charlie Darwin“ ins Land gezogen. Für die Band bedeutete das Album nicht nur den ersten Release auf einem Label, sondern auch den internationalen Durchbruch. Plötzlich spielten die Amerikaner nicht mehr nur kleine Konzerte in ihrer Heimat, sondern durften nun quer durch die Welt reisen und spielten große europäische Festivals. Die Band hat also viel neues erlebt, das sie nun in neuen Songs verarbeiten konnten.

Wirklich viel neues bieten sie dann mit „Smart Flesh“ nicht. Das Originellste am Album ist noch der Aufnahmeprozess. Das wurde komplett in einer alten Fabrikhalle eingespielt. Die Instrumentierung ist gewohnt altmodisch und so führt die Band 46 Minuten lang durch spröden Hippie-Folk. Das ganze meist ruhig und ziemlich distanziert, wie in „Love and Altar“, manchmal auch ein wenig schneller, wie beim launigen „Hey, All You Hippies!“. Neu erfunden haben sich The Low Anthem mit „Smart Flesh“ sicherlich nicht, wirklich zwingende Songs präsentieren sie darauf auch nicht. Alles plätschert zu sehr vor sich hin, die größeren Momente, die man von „Oh My God, Charlie Darwin“ kennt, bleiben beinahe vollständig aus, so dass unter der spröden Oberfläche von „Smart Flesh“ nicht viel mehr schlummert, als ein Album, das mit aller Gewalt noch ein wenig auf der aktuellen Folk-Welle mitschwimmen möchte.

Rating: ★½☆☆☆
The Low Anthem

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